Was bringt es, einer Krankenkasse mit Wechsel zu drohen?

vom 20.11.2013, 10:30 Uhr

Eine Freundin von mir hat einige Probleme mit ihrer Krankenkasse. Sie ist mit dem Leistungskatalog nicht so ganz zufrieden und ist der Meinung, dass die Krankenkassen bei den monatlichen Mitgliedsbeiträgen viel mehr übernehmen müssten. So muss sie beispielsweise einige Impfungen ihrer Kinder und sogar besondere Vorsorgeuntersuchungen selbst bezahlen. Auch wurde ihr eine spezielle Psychotherapie nicht bewilligt, während die Mitglieder anderer Krankenkassen diese problemlos erhalten.

Sie möchte der Krankenkasse nun mit einem Wechsel drohen, sollten diese sich nicht bereit erklären, ihr in gewissen Dingen entgegen zu kommen und ihr auch schon bezahlte Beträge für bestimmte Leistungen zu erstatten. Sie denkt, dass die Krankenkasse dann einlenken wird, da sie keine langjährigen Mitglieder verlieren möchte. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass man mit einer Drohung etwas erreicht. Viel eher würde ich die Krankenkasse wechseln und mir den Ärger ersparen. Habt ihr einer Krankenkasse schon mal mit einem Wechsel gedroht? Hat es letztendlich etwas gebracht?

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» MeL.G » Beiträge: 4918 » Talkpoints: 16,81 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Meine Cousine hatte einige Zeit lang Probleme mit ihrer Krankenkasse und hat dann sogar mit einem Wechsel gedroht. Ich weiß jetzt im Einzelnen leider nicht, was genau da verhandelt wurde und worum genau es dort ging. Die Krankenkasse zeigte sich aber kooperativ und hat ihr sogar gewisse Vorsorgeuntersuchungen spendiert, nur damit sie bleibt. Details weiß ich leider nicht, ich hatte bisher nicht die Gelegenheit, sie danach zu fragen.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Meine Tante hatte auch Probleme mit der Krankenkasse. Sie hat auch gedroht doch die haben einfach die Aussage gebracht das die kein Problem damit hätten und solle sie doch wechseln, die hätten genug Kunden und wären nicht auf Sie angewiesen. :(

» maikkonig » Beiträge: 6 » Talkpoints: 0,51 »



Ob es die Krankenkasse stört, wenn man mit Wechsel droht, hängt sicher auch damit zusammen, wie viele Kosten man ihr schon verursacht hat. Ich persönlich hatte zweimal Krebs, mehrere Augen-Operationen, die Schilddrüse entfernt und bin chronisch krank. Deshalb glaube ich, dass meine KV froh wäre, wenn ich wechsle. Hat aber jemand jahrelang seine Beiträge eingezahlt und kaum Kosten verursacht, werden sie den wohl behalten wollen. Keiner lebt von Ausgaben.

» Grisella » Beiträge: 35 » Talkpoints: 8,36 »



Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Krankenkasse sich drohen lässt. Kürzlich habe ich auch festgestellt, dass meine Krankenkasse im Vergleich zu anderen Kassen auch weniger Leistungen anbietet als diese. Aber trotzdem muss ich sagen, dass ich bisher immer klar gekommen bin und keine Schwierigkeiten hatte, obwohl sie schon einige Krankenhausaufenthalte bezahlen mussten.

Wenn deine Freundin meint, dass die Drohung Erfolg haben könnte, soll sie es versuchen, aber ich würde das nicht machen. Ich finde, dass Verhandlungen sicherlich mehr bringen, wenn man nicht locker lässt.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Man kann es sicherlich versuchen, der Krankenkasse zu drohen, dass man einen Wechsel anstrebt, aber es wird sicher auf verschiedene Faktoren ankommen, wie damit umgegangen wird. Zuerst mal wird es darauf ankommen, worum sich der Ärger dreht. Wenn es um irgendwelche Leistungen geht, die sowieso von keiner Krankenkasse übernommen werden, dann wird auch das Drohen mit dem Wechsel nichts bringen. Wenn es aber einen Verhandlungsspielraum gibt, dann kann ich mir vorstellen, dass die Drohung möglicherweise wirkt. Natürlich kommt es aber auch dann noch auf den Mitarbeiter an, an den man gerät.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


In Einzelfällen kann das sicherlich funktionieren. Aber man wird wohl kaum auf Dauer einen Bonus bekommen oder den Leistungskatalog auf Dauer erweitert kriegen. Ich glaube eher, dass da wenn dann nur einzelene Leistungen übernommen werden und man dann nach ein paar Monaten wieder genau da steht, wo man mit dem Meckern angefangen hat.

Wenn ich bei einer Krankenkasse wäre, die mir Leistungen, die ich regelmäßig brauche, nicht bezahlt und es dann andere Kassen gibt, die das ganz einfach im Leistungskatalog drin haben, würde ich nicht lange fackeln. Warum denn mit der Krankenkasse herumstreiten und diskutieren, wenn man seine Leistungen woanders ohne zu murren bekommt? Also ich würde da ganz einfach wechseln und gut ist. Dann weiß ich eben auch, dass ich auch beim nächsten mal nicht wieder von vorne anfangen muss mit den Drohungen und Betteleien.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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