Haben pflanzliche Arzneimittel weniger Nebenwirkungen?

vom 06.08.2014, 13:24 Uhr

Ich muss sagen, dass ich sehr wenig pflanzliche Arzneimittel nehme, weil ich mir einbilde, dass sie nicht so helfen wie die anderen Medikamente. Ich rede hier nicht von homöopathischen Arzneimitteln, sondern von pflanzlichen Arzneimitteln, was ja ein Unterschied ist. Das habe ich in diesem Thread hier gelernt. ;) Unterschied pflanzlich und homöopathisch

Mich würde mal interessieren, ob man bei pflanzlichen Arzneimitteln auch mit großen Nebenwirkungen rechnen muss oder ob diese nahezu nebenwirkungsfrei sind. Welche Nebenwirkungen habt ihr schon bei pflanzlichen Arzneimitteln gehabt? Welche Medikamente nehmt ihr auf pflanzlicher Basis?

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Entweder bin ich besonders zäh oder besonders unsensibel. Jedenfalls ist es bei mir bis jetzt kaum jemals vorgekommen, dass ich bei Medikamenten Nebenwirkungen bemerkt habe. Weder bei Arzneien auf pflanzlicher Basis noch bei Wirkstoffen aus dem Chemielabor habe ich bisher festgestellt, dass ich das Mittel nicht vertrage.

Generell glaube ich nicht, dass pflanzlich basierte Arzneimittel pauschal und durch die Bank empfehlenswerter und besser verträglich sind als ihre nicht-pflanzlichen Pendants. Tollkirsche oder Schierling sind ja beispielsweise auch rein pflanzlich, aber dafür auch in der richtigen Dosierung ziemlich tödlich. ;) Außerdem kann man auch und gerade auf Pflanzen und pflanzliche Wirkstoffe schlimm allergisch reagieren, wenn man Pech hat.

Ich selber ziehe für handfeste Krankheiten oder Beschwerden durchaus nicht-pflanzliche Medikamente, zum Beispiel Antibiotika oder Schmerzmittel vor. Bei Kleinigkeiten wie Erkältungen oder Magenproblemen trinke ich schon eher Kräutertee oder frage in der Apotheke nach pflanzlichen Wirkstoffen mit möglichst wenig Nebenwirkungen. Den Chemie-Hammer spare ich mir für wirkliche Notfälle auf. Ich bin also auch der Meinung, dass pflanzliche Arzneimittel besser verträglich sind, auch wenn ich noch keine diesbezüglichen Erfahrungen gemacht habe.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Wie Gerbera es schon schrieb, werden ja auch einige Pflanzen oder Wirkstoffe daraus zu Arzneimitteln verarbeitet, die giftig sind. Dabei wäre zum Beispiel der Fingerhut zu nennen, den man besser nicht so nimmt. Deswegen kann man es nicht pauschalisieren, dass die Nebenwirkungen bei pflanzlichen Arzneimitteln immer harmloser sind, als das bei chemischen Wirkstoffen der Fall ist. Ein gutes Beispiel ist auch die Behandlung von Verstopfung, wo die pflanzlichen Wirkstoffe zum Teil stärkere Wirkungen haben als die chemischen Mittel. Eine stärkere Wirkung bedeutet in dem Fall auch eine Möglichkeit der Abhängigkeit, was ich schon als Nebenwirkung des Arzneimittels einstufen würde.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Pflanzliche Mittel können ebenso Nebenwirkungen haben wie andere Medikamente auch. Meist bedeutet eine bessere Wirkung auch verstärkte Nebenwirkungen und viele pflanzliche Mittel wirken eher schonend und langsam, was eben auch dazu führt, dass die Nebenwirkungen eher harmlos sind. Dafür sind die Mittel an sich aber eben oft auch weniger wirksam, als andere Mittel. Ich selbst tendiere meistens zu richtigen Medikamenten, auch wenn diese meist auf pflanzlichen Inhaltsstoffen basieren und daher nur anders dosiert sind.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



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