Wird sich der Ebola Virus nun weltweit verbreiten?

vom 10.08.2014, 23:08 Uhr

Momentan gibt es ja jeden Tag etwas Neues zum Ebola Ausbruch. Momentan beschränken sich die Erkrankungen so weit ich weiß auf die USA, einen Fall in Europa und Afrika. Meint ihr, dass wir das Ganze in den Griff bekommen oder wird sich der Virus bald in die ganze Welt verteilt haben und es so Millionen Opfer geben? Habt ihr Angst, dass es bald auch Opfer in Deutschland geben wird?

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ebola ist natürlich eine ernstzunehmende Krankheit, die sich tunlichst nicht verbreiten sollte. Trotzdem mache ich mir keine größeren Gedanken, dass sich dieser Virus explosionsartig auch in Europa und den USA ausbreiten wird. Wir haben schließlich ganz andere hygienische Bedingungen und Möglichkeiten der Quarantäne und Behandlung als die Leute in Westafrika.

Wenn wir drei Tagesmärsche zur nächsten Krankenstation durch unwegsames Gelände auf uns nehmen müssten, gäbe es auch bei uns noch ganz andere Krankheiten. Außerdem überträgt sich das Virus vor allem durch sehr engen Körperkontakt zwischen Betroffenen und Gesunden, ist also im Umkehrschluss auch relativ einfach an der Ausbreitung zu hindern, wenn man die Möglichkeiten hierzulande anwendet, die die Menschen im ländlichen Sierra Leone natürlich nicht haben.

Außerdem bricht Ebola alle paar Jahre mal aus, und erst ab einer bestimmten Opferzahl spricht sich diese Tatsache überhaupt bis in die europäischen Medien herum. Als Laie kennt man auch in erster Linie diverse Horror- und Katastrophenfilme, die Ebola und andere Tropenkrankheiten zum Thema haben, was ebenfalls zu einer gewissen Panikmache beiträgt. Meiner Meinung nach wäre schon viel geholfen, wenn die Lebensbedingungen und die gesundheitliche Versorgung der Leute in den betroffenen Gebieten verbessert wird, anstelle dass man erst aktiv wird, wenn diese oder eine ähnliche Krankheit in Europa vor der Tür steht.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Eigentlich ist dem, was Gerbera geschrieben hat, nichts mehr hinzuzufügen. Man kann die USA und Europa nicht mit Afrika vergleichen. Ich würde auch gar nicht davon sprechen, dass es "Erkrankungen in den USA und ein Fall in Europa" gibt. Es ist ja nicht so, dass diese Erkrankten dort frei herumlaufen und Leute anstecken.

Also ich mache mir auch überhaupt keine Sorgen. Wenn bis jetzt keine Touristen das Virus in ihre Heimatländer gebracht haben, wird es nun auch nicht mehr passieren, wo die Medien jeden Tag darüber berichten und Reisewarnungen ausgesprochen wurden. Und Touristen waren und sind viel gefährlicher als zwei Patienten in Quarantäne.

Die Ärzte sagen doch auch immer, dass die Epidemie in wahrscheinlich ungefähr zwei Monaten wieder vorbei ist. So wie all die anderen Ebola-Epidemien in früheren Jahren auch. Es gibt erst einen stetigen Anstieg und dann greifen irgendwann alle Maßnahmen und es nimmt wieder ab.

Gestern hat eine Freundin etwas auf Facebook gepostet, was richtiger nicht sein könnte:

Scientists: "Don´t freak out about Ebola."
Everyone: *panic*

Scientists: "Freak out about climate change."
Everyone: "LOL! Pass me some coal."

(Wissenschaftler: "Nicht ausflippen wegen Ebola."
Alle: *Panik*

Wissenschaftler: "Flippt aus wegen dem Klimawandel."
Alle: "Haha! Gib mir noch mehr Steinkohl.")

Benutzeravatar

» Bienenkönigin » Beiträge: 9448 » Talkpoints: 19,93 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Soweit ich weiß gibt es in den USA und Europa keine Ebola-Fälle. Die in den USA behandelten Personen haben sich in Afrika angesteckt und wurden nur in ihren Heimatländern behandelt.

Ein großes Problem in Afrika sind die Totenrituale, die dort sehr weit verbreitet sind. Es ist dort anscheinend ganz normal, dass man Tote umarmt oder sonst irgendwie berührt. Und das macht man auch bei Ebola-Opfern. So stecken sich die Leute natürlich sehr schnell an. In den westlichen Ländern würde man eine Quarantäne verhängen und so etwas mit aller Macht verhindern. Eine großflächige Ausbreitung ist daher sehr unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass es wesentlich bessere Hygieneverhältnisse und medizinische Behandlung gibt, so dass die Überlebensrate in den Industrieländern sicherlich wesentlich höher liegt.

Das wirklich erschreckende an der ganzen Geschichte ist, dass es offensichtlich bereits wirksame (oder zumindest vielversprechende) Medikamente gibt. Diese sind nur noch nicht zugelassen. Das sollte aber meiner Meinung nach bei einer so tödlichen Krankheit keine Rolle spielen. Ich glaube die meisten Opfer werden sich gerne für einen "Test" des Medikamentes zur Verfügung stellen. Die amerikanischen Opfer wurden damit ja auch behandelt und das war offensichtlich recht erfolgreich. Ich vermute einfach, dass es sich für die Firmen nur nicht lohnt. Das wird sich aber wohl ändern, wenn Finanzmittel zur Bekämpfung der Epidemie bereit gestellt werden. Es geht also wieder nur ums Geld.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



@ Ramones, nein, ich denke nicht, dass es eine Ausbreitung von Ebola in der ganzen Welt gibt. Meinst die die beiden Personen in Amerika, die isoliert aus Afrika ausgeflogen wurden und in ihrer Heimat Amerika behandelt werden? Der Arzt befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Der rumänische Ingenieur in Bukarest hat keine Ebola, sondern wahrscheinlich Malaria, wurde festgestellt. In Ruanda kam ein deutscher Medizinstudent in Quarantäne, der von Liberia kam und möglicherweise sich dort mit Ebola angesteckt hat.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^