Erfahrungen mit Phototoxischer Reaktion - schon mal gehört
Meine Tochter hat seit zwei Wochen zwei so komische Flecken auf dem Arm. Optisch sieht es wie eine Brandwunde aus, aber sie hat sich nicht verbrannt. Für mich sah es am Anfang wie ein Insektenstich aus, aber da dann diese Flecken kamen und bis heute auch nicht vergangen sind haben wir heute dem Arzt einen Besuch abgestattet. Der sah einmal kurz auf den Fleck und wusste sofort was es ist. Er meinte das ist eine Phototoxische Reaktion. An meinen Gesichtsausdruck wusste er sofort dass ich mit der Meldung nichts anfangen kann und hat es mir gleich mal erklärt.
Diese Reaktion entsteht zwischen bestimmten Pflanzen und der Sonnenstrahlung. Sieht dann aus wie eine Brandwunde. Von selber verschwindet es auch nicht mehr. Er hat gemeint dass bei uns das meistens durch den Wiesenbärenklau entsteht weil der bei uns am häufigsten ist. Mit der passenden Behandlung, die bei ihm aus einem Rezept für eine Salbe und ein kleines Tütchen Gummibären besteht, sollte das bald wieder vergehen und nichts mehr davon zu sehen sein.
Ich muss sagen dass ich von dieser phototoxischen Reaktion das erste Mal in meinem Leben gehört habe. Ich bin als Kind sehr viel durch die Felder gezogen und so etwas hatte ich nie. Habt ihr schon mal etwas von diesem Phänomen gehört? Oder vielleicht schon gehabt? Für mich ist das was Neues, aber das nächste Mal weiß ich was es ist! Aber ich hoffe das es nicht so schnell mehr vorkommt.
Mein Mann ist als Kind und Jugendlicher mit seiner Mutter immer nach Rügen gefahren zum Urlaubmachen. Dort ist sogar der Riesenbärenklau recht weit verbreitet. Er ist dieser Pflanze auch mal zu nahe gekommen. Ich weiß gar nicht, ob er sich ärztlich behandeln ließ. Auf jeden Fall hatte er die nächsten Jahre immer mal wieder Probleme mit der Stelle, wenn er in der Sonne war. Ich hoffe mal, das wird von der Salbe, die deine Tochter bekommen hat, verhindert.
Also ich kenne die Pflanze schon. Aber ich habe schon oft mitbekommen, dass andere das gar nicht wissen und in meiner Kindheit hat es auch keine Rolle gespielt. Er mag stickstoffhaltige Böden und kommt daher oft auf Wiesen vor, die gedüngt werden. Also solche, auf denen Landwirte die Hinterlassenschaften ihrer Kühe loswerden. Und das wird heutzutage sehr viel häufiger und intensiver betrieben als früher. Das hat sicher zur Verbreitung des Wiesenbärenklau beigetragen.
Er hat gemeint dass bei uns das meistens durch den Wiesenbärenklau entsteht weil der bei uns am häufigsten ist.
Du meinst bestimmt Riesenbärenklau und nicht Wiesenbärenklau. Der Riesenbärenklau ist eine eingeschleppte Pflanze aus dem Kaukasus und der wird bis zu drei Metern groß. Die Blätter haben eine Art Nadeln, die beim Kontakt Verbrennungen hervorrufen.
Wiesenbärenklau hingegen ist eine normale Weidepflanze. Diese sieht aus wieder Verwandte aus dem Kaukasus, ist aber viel kleiner. Der hat auch kleine Borsten, aber die merkt man nicht und da passiert auch nichts, wenn man dran kommt. Die Pflanze kann man als Futter nehmen und ich hab da auch schon einmal ein junges Blatt davon probiert - durch die kleinen Haare fühlt sich das wie eine Pfirsichhaut im Mund an.
Zitronengras hat geschrieben:Wiesenbärenklau hingegen ist eine normale Weidepflanze. Diese sieht aus wieder Verwandte aus dem Kaukasus, ist aber viel kleiner. Der hat auch kleine Borsten, aber die merkt man nicht und da passiert auch nichts, wenn man dran kommt.
Der Riesenbärenklau ist auf jeden Fall viel gefährlicher. Den darf man gar nicht anfassen. Aber auch der kleinere Wiesenbärenklau ist nicht ganz ungefährlich. Junge Pflanzen kann man essen und verfüttern. Aber wenn er alt ist, hat er auch eine gewisse phototoxische Wirkung. Lange nicht so doll wie der Riesenbärenklau, aber wenn man sie nicht nur kurz streift und empfindliche Haut hat, gibt es diesen Ausschlag.
Ich habe auch schon von phototoxischen Reaktionen gehört, wenn ich auch selber so etwas zum Glück noch nicht hatte. Aber das kann schon echt heftig werden und diese Reaktionen können nicht nur durch Pflanzen verursacht werden. Auch einige Arzneimittel können solche Reaktionen hervorrufen. So muss man zum Beispiel vorsichtig sein, wenn man bestimmte Antibiotika, wie z.B. Doxycyclin, verordnet bekommt. Damit sollte man sich auch möglichst wenig in der Sonne aufhalten während der Einnahme und sogar noch eine bis zwei Wochen danach.
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