Homöopathische Mittel oder lieber Antibiotika?

vom 07.12.2010, 16:59 Uhr

Ich hatte neulich eine Mittelohrentzündung und habe mir von meinem Hausarzt sofort Antibiotikum verschreiben lassen, bald darauf war auch alles wieder in Ordnung. Eine Freundin von mir hat ihre Mittelohrentzündung auch mit Antibiotikum behandelt, nach einigen Wochen war sie jedoch wieder da und auch eine zweite Behandlung mit Antibiotikum war langfristig kein Erfolg. Daher versuchte sie es mit homöopathischen Medikamenten (kann man das so sagen?) und hatte seitdem keine Probleme mehr. Ich glaube ja nicht wirklich an die Wirkung dieser Globuli und was es sonst noch gibt, aber haben vielleicht noch mehr von euch positive Erfahrungen mit Homöopathie gemacht, wo die normale Medizin versagt?

» Simuur95@web.de » Beiträge: 9 » Talkpoints: 4,24 »



Also ich arbeite bei einem Homöopathen, und habe vorher auch in einer Kinderarztpraxis gearbeitet die homöopathisch behandelt haben, und deshalb behandele ich meine Kinder auch nicht mit Antibiotika. Mein Sohn hatte letztens eine Mittelohrentzündung die ich ganz toll mit Globulis behandeln konnte. Ich finde diese Methode einfach viel besser als direkt mit den harten Sachen zu behandeln. Ich finde Antibiotika behandlungen sollten für Notfälle sein, und wie du schon beschrieben hast, sollten sie dann auch noch wirken.

Mein Fazit ist also, Globulis wirken wunder. Und ich habe zu Beginn in der Kinderarztpraxis das ganze auch sehr belächelt. Ich kannte Globulis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, und habe mich von Zeit zur Zeit davon überzeugen lassen. Keiner meiner beiden Kinder hatte bisher ein Antibiotika zur Behandlung eingenommen. Hoffe das bleibt noch lange so. :D

» herrmausi » Beiträge: 916 » Talkpoints: -0,19 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich hatte als Kind viel zu viel Antibiotica und genau aus dem Grund bin ich vermutlich auch so strikt dagegen. Ich habe mich inzwischen schon seit über 10 Jahren mit homöopathischen Mitteln behandeln lassen und hatte nie Probleme gehabt. Es ist mir ganz, egal ob das alles nur ein Placebo Effekt ist, was ich nicht glaube, es hilft einfach. Vor allem haben normale Medikament oft viele Nebenwirkungen und können auch sehr schädlich sein.

Ich habe damals Probleme mit meinen Zähnen bekommen und hatte öfters Durchfall und gegen meinen Husten hat es trotzdem nicht viel gebracht. Von einer Lungenentzündung bis zur einfachen Grippe haben bei mir bisher die homöopathischen Mitteln immer am Besten angeschlagen.

» Frozen003 » Beiträge: 141 » Talkpoints: 5,73 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich gehe schon seit fast 2 Jahren zu keinem Schulmediziner mehr, da ich mich bei allem erst einmal mit Naturheilverfahren behandle. Entweder weiß ich selbst, was ich tun kann, oder ich gehe zu einem Heilpraktiker oder TCM Arzt. Dadurch habe ich schon positive Erfahrungen in allen möglichen Bereichen sammeln können.

Angefangen hat es bei mir mit Bluthochdruck. Ich sollte damals mehrere Tabletten nehmen, um meinen Blutdruck zu senken. Angeregt durch diese Tatsache habe ich mich kundig gemacht, ob ich diesen Vorgang irgendwie selbst unterstützen kann. Damals bin ich auf Vitalpilze gestoßen und verschiedene Grünteesorten, die beruhigend wirken. Ich nahm also etwas Geld in die Hand, kaufte mir die Pilze und startete den Versuch. Nach 6 Monaten war mein Blutdruck normal und ich musste keine Tabletten mehr schlucken. Mir geht es bis heute sehr gut damit. Ich hatte damals auch Herzrasen, aber auch das konnte ich mit den Pilzen in den Griff bekommen.

Bei Erkältungskrankheiten oder einem Anflug davon behandle ich mich zumeist auch selbst. Dazu stelle ich mir verschiedene Kräutertees zusammen und nehme Umckaloabo, dieses Mittel basiert auf einer natürlichen Arznei.

Hinzu kommt dann natürlich noch die normale Homöopathie mit Globuli und Tropfen, je nachdem, was bei dir angezeigt ist. Auch diese habe ich schon in einigen Fällen angewendet und habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil, häufig hatte ich gar keine Nebenwirkungen und mir ging es deutlich besser als es mit normalen Medikamenten der Fall gewesen wäre.

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» Vampirin » Beiträge: 5979 » Talkpoints: 30,32 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Es ist heute leider eine Unsitte, dass Ärzte gerne gleich zu Beginn zur Wunderwaffe greifen, und alles mit Antibiotika heilen wollen. Das schöne ist natürlich, dass es wohl hilft. Der Nachteil ist aber, dass man sich praktisch dagegen immun machen kann. Gerade, wenn zu früh zu oft und vor allem unnötig davon gebracht gemacht wird. Probleme gibt es dann im Alter, wenn man so ein Mittel, welches in der Breite helfen soll, benötigt - aber dieses seine Wirkung nicht mehr voll entfalten kann.

Natürlich ist es nicht ratsam, bei einer echten akuten Mittelohrentzündung mit dem Experimentieren zu beginnen. Aber wenn der Arzt die Diagnose hier abkürzt und nur den einfachsten Weg gehen will, ist es schlicht bedenklich. Vor allem, wenn es sich gar nicht um einen akuten Fall handelt, der anders behandelt werden könnte!

Hier aber gleich die Kehrtwende gehen zu wollen, und eben von Antibiotika auf homöopathische Mittel ausweichen zu wollen, ist sicher auch kein generell zu empfehlender Weg! Wobei man natürlich bei einfacheren Erkrankungen (leichte Erkältungen usw.) durchaus auf diesen günstigen Weg gehen kann. Immer dann, wenn damit keine Risiken verbunden sind! Den schlechten Ruf hat diese alternative Heilmethode nicht nur durch die fehlenden Nachweise der Wirksamkeit, sondern vor allem dann, wenn ernste Erkrankungen (bei denen der Körper allein sich definitiv nicht mehr helfen kann), welche durch die Schulmedizin aber einiger maßen gut behandelt werden können, ausschließlich mit solchen Mittelchen bekämpft werden sollen.

Eine echte akute Mittelohrentzündung ist aus meiner Sicht auch ein Grund, der Schulmedizin zu vertrauen. Wenn es sich aber um Schmerzen im Vorfeld handelt und es um Symptome geht, welche auf eine entsprechende Entzündung hindeuten (mehr aber auch nicht), kann man es gerne auch (kontrolliert!) auf einen alternativen Versuch ankommen lassen.

» derpunkt » Beiträge: 9898 » Talkpoints: 88,55 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich finde, dass man da stark differenzieren sollte, denn wenn man wirklich einen Infekt oder so hat, dann hilft einem Homöopathie nicht. Ich selbst kann leider nicht an diese Selbstheilungskräfte glauben, aber wenn jemand jetzt etwas hat, wo er meint, dass es ihm hilft, dann würde ich das keinem Ausreden. In der Regel wird Homöopathie aber ja eben eher auf Gebieten angewandt, die nicht wirklich gesundheitsgefährdend sind, beispielsweise verwendet man es bei bestimmten Stimmungsschwankungen und Launen oder gegen kleinere Übel.

Wenn man aber wirklich krank ist, dann hilft das nicht, denn Globuli und Co. haben einfach keine nachweisbare Wirkung und eine Entzündung kann man mit Zuckerkugeln nun mal nicht bekämpfen. Da Entzündungen böse ausgehen können würde ich niemals auf die Idee kommen Homöopathie in solchen Gebieten anzuwenden. Selbst Vertreter der Homöopathie ziehen hier eine Grenze. Auch die Homöopathie ist kein Allheilmittel und wenn es um ernstere Erkrankungen geht, dann sollte man sich definitiv Hilfe in der Schulmedizin suchen und nicht in der Homöopathie. Dadurch gefährdet man nur unnötig seine Gesundheit.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


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