Hausarzt wechseln weil der alte weit weg wohnt?

vom 24.07.2014, 12:43 Uhr

Wir sind schon vor einigen Jahren schon umgezogen und irgendwie sind wir bei unserem Hausarzt geblieben. Ich habe dann im Winter gewechselt weil ich nicht immer so weit fahren wollte, aber mein Mann ist bis heute bei seinem alten Hausarzt geblieben. Ich finde das es an der Zeit wäre den auch zu wechseln, weil es doch blöd ist so weit zu fahren und wenn man krank ist oder was braucht ist es doch eine weite Strecke. Das war auch der Grund warum ich im Winter mitsamt den Kindern zu einem neuen Arzt gewechselt habe. Da war dann laufend etwas und immer so weit fahren wollte ich nicht. Und jetzt bin ich froh dass ich gewechselt habe, denn mit dem neuen Hausarzt bin ich mehr als zufrieden. Viel mehr zufrieden als mit dem vorigen.

Mein Mann möchte aus dem Grund nicht wechseln weil er denkt es ist kompliziert zu wechseln. Er müsste von den Fachärzten die Befunde anfordern und so weiter. Beim alten möchte er die Daten auch nicht anfordern weil wer nicht will das der was davon mitbekommt. Bei mir war es einfach da ich keine großartigen Medikamente benötige. Er benötigt einiges von verschiedenen Fachärzten verschrieben.

Aber ich denke es kann ja nicht so kompliziert sein. Ich würde die Befunde einfach vom alten Hausarzt abholen und sagen dass ich nicht mehr so weit fahren möchte. Aber er sieht das ein wenig anders. Wie denkt ihr darüber? Habt ihr den Hausarzt gleich in der Nähe oder auch weiter entfernt. Ich meine meiner ist jetzt auch nicht in unserem Ort sondern im Nachbarort, aber sehr gut erreichbar. Würdet ihr wechseln?

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Mein Hausarzt ist 20 km entfernt. Wir haben damals in dem Ort gewohnt, wo der Arzt ist und vor 10 Jahren sind wir dann weg gezogen. Erst war er nur 15 km weit entfernt und nun 20 km. Ich will auch nicht wechseln und auch mein Mann wechselt nicht. Ich brauche ständig meine Medikamente und ich weiß nicht, ob mir ein anderer Arzt sie mir so ohne weiteres und ohne weitere und nochmalige Untersuchungen verschreibt. Deswegen ist mir das wichtig, dass ich da bleibe.

Mein Mann geht seltener zum Arzt. Aber dennoch will er nicht wechseln. Wenn wir Glück haben ist der Arzt demnächst wieder nur 15 km entfernt, weil wir wieder in die Richtung ziehen wollen. Wegen eines Umzugs, der eine machbare Entfernung zum Arzt hat, würde ich nicht wechseln. Es ist schwer genug einen Arzt zu finden, der sich Zeit nimmt und zu dem man Vertrauen haben kann.

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» Diamante » Beiträge: 41749 » Talkpoints: -4,74 » Auszeichnung für 41000 Beiträge


Ich weiß nicht, wie weit der Arzt deines Mannes entfernt wohnt. Aber wenn es mehr als 15 Kilometer sind, würde ich auf jeden Fall einen anderen Arzt suchen. Die Papiere zu bekommen, ist nicht das Problem. Wenn dein Mann sie nicht selbst abholen möchte, was ich schon verstehen kann, fordert der neue Arzt sie an und sie werden zugeschickt. Selbst wenn er die Papiere sich selbt holt, kann er das doch wunderbar mit der Entfernung begründen. Aber ich glaube, dass Männer das einfach anders sehen und nach Möglichkeit viel umständlicher. Meine Hausärztin wohnt etwa fünf Kilometer entfernt, in der Stadt.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Mein Hausarzt ist hier direkt bei mir im Stadtteil. Das finde ich auch ganz praktisch. Wenn ich nun umziehen würde, dann käme es sicher auch auf die Entfernung an und darauf, ob ich in der neuen Gegend einen neuen Arzt finden kann, dem ich auch vertrauen könnte. Ich brauche zum Glück auch nicht regelmäßig irgendwelche Medikamente, darum wäre ein Wechsel für mich auch recht einfach. Aber auch sonst sehe ich kein Problem darin, dass der neue Arzt sich die Befunde von dem alten Hausarzt anfordert. Dann müsste dein Mann doch gar nicht selber zu dem Arzt gehen oder auch nur über den Grund sprechen, warum er in der Praxis kein Patient mehr sein möchte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Ich habe auch den Hausarzt gewechselt. Mein neuer Hausarzt sagte mir, dass dies relativ problemlos geht, solange man nicht wirklich alle Unterlagen bis ins letzte Detail haben will. Habe dann beim alten Hausarzt angerufen und die Sprechstundenhilfe gebeten, die Diagnosen der letzten X Jahre auszudrucken, weil ich diese eventuell bald für ein Gutachten benötigen würde. Habe dann zwei Tage später alle ausgedruckt bekommen und abgeholt. Detaillierte Infos von Fachärzten waren nicht darauf, sondern nur grundlegende Diagnosen. Aber wenn man dann einen neuen Hausarzt hat, kann man diesen beauftragen, die Daten bei den Fachärzten im Bedarfsfall anzufordern, man muss nur eine Datenschutzerklärung ausfüllen. Also wenn man nicht einen Haufen Krankheiten und Tests hat, deren Dokumentation der neue Hausarzt dringend braucht, dann geht es wohl eher unkompliziert.

» ANDi27 » Beiträge: 293 » Talkpoints: 0,10 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich habe damals auch meinen Hausarzt gewechselt und habe eigentlich nichts von meinem alten Arzt mitgenommen. Gut, das wäre auch nicht brauchbar gewesen, da jeder junge Mensch bei ihm nichts hatte, aber mein neuer Hausarzt hat mir nur einen Bogen zum Ausfüllen gegeben und nach meinem alten Arzt gefragt und gut war es. Man muss eben wissen, was man hat und was man nehmen muss. Der Arzt braucht ja nicht jede Diagnose, jeden Verdacht in Schriftform, sondern muss nur über die Krankheiten informiert sein.

An seiner Stelle würde ich wirklich wechseln, da man ja auch manchmal schlimmere Sachen hat und dann auch nicht mehr fahren kann. Du kannst ihn ja sicherlich auch nicht jedes Mal fahren. Es ist auch immer schön, wenn beide bei einem Arzt sind, wie ich finde.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


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