Kosten für künstliche Befruchtung allen Paaren erstatten?
Manche Paare hegen schon seit längerer Zeit einen Kinderwunsch, aber aus diversen Gründen will es nicht so recht mit dem Nachwuchs klappen. Hier hat man die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung, die dann auch in manchen Fällen von der Krankenkasse übernommen werden kann. Die vollständigen Kosten können nicht übernommen werden, sondern nur bis zu 75%. Die Krankenkasse hatte vor einiger Zeit ihre Satzung geändert, sodass nicht nur Eheleute, sondern auch Unverheiratete von diesem Zuschuss profitieren können.
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat jetzt jedoch entschieden, dass die Krankenkasse nicht allen Paaren die Kosten erstatten darf, sondern nur den Paaren, die einen
Trauschein besitzen. Gegen dieses Urteil soll Revision eingelegt werden.
Was haltet ihr von dem Urteil des Landessozialgerichts? Findet ihr diese Entscheidung fair? Ist das Urteil überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar?
Ich finde das total überholt. Heutzutage muss man doch gar nicht mehr heiraten, um Kinder zusammen aufziehen zu können. Das Gericht wird wahrscheinlich damit argumentieren, dass es die Chancen für größer hält, dass das Paar, welches über die künstliche Befruchtung ein Kind möchte, länger bzw. eher zusammenbleibt. Das Gericht muss ja immer das Wohl des Kindes vor die Wünsche des Paares ziehen.
Trotzdem gibt es mittlerweile genug Paare, die einfach nicht heiraten möchten und trotzdem glücklich seit Jahren zusammen sind. Und eine Ehe ist ja auch keine Garantie dafür, dass das Paar bis zum Tod zusammenbleibt. Wenn man bedenkt, wie viele Ehen heutzutage geschieden werden, kann das eventuell sogar ein Grund sein NICHT zu heiraten, um sich bei einer eventuellen Trennung die hohen Kosten zu sparen. Ich persönlich finde jedoch, dass eine Ehe und Kinder zusammengehört. Da bin ich altmodisch. Da bekommt schließlich auch der Mann das Gefühl, dass er eine Familie hat und die Kinder seinen Namen tragen.
Aber selbst den Nachnamen müssen eheliche Kinder seit 1976 nicht mehr vom Vater tragen. Alles ist freier geworden in den Entscheidungen. Also warum nicht jeden selbst entscheiden lassen, ob er wegen eines Kindes heiratet oder nicht? Ich finde auch, dass das ein Grundrecht ist, dass jeder hier seine eigenen Entscheidungen treffen darf. Und wenn das Wohl des Kindes nicht gefährdet wird, warum nicht?
Es gibt außerdem genug Kinder, die ohne einen zweiten Elternteil aufwachsen müssen, sei es wie gesagt wegen Scheidung, Trennung, Tod eines Elternteils etc. Aber auch diese Kinder werden groß und das heißt auch nicht, dass sie automatisch ein verkorkstes Leben führen werden.
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