Häufen sich Phobien?
Eine gute Freundin von mir hatte einmal ein schweres Erlebnis, durch das sie zuerst, berechtigter- und verständlicherweise, sehr niedergeschlagen war. Allerdings entwickelte sich daraus über die Zeit eine dauerhafte Depression. Und mit der Depression kam dann auch irgendwann die erste Phobie. Und davon wurden es mit der Zeit immer mehr. Zuerst war es eine Angst vor dem Dunkeln, danach kam dann noch eine Spinnenphobie hinzu, die vorher nicht vorhanden war, dann kam eine allgemeine Abneigung gegen das Zusammentreffen mit anderen Menschen dazu, und dann eben auch noch spezifischere Sozialphobien. Meine Freundin traute sich irgendwann nicht mehr, vor anderen Menschen zu essen, vor anderen Menschen zu trinken, sie wollte nicht mehr auf öffentliche Toiletten, und allgemein traf sie sich eigentlich kaum mehr mit anderen Menschen, außer eben solchen, die ihr enorm vertraut waren.
Mittlerweile hat sie dann eine Therapie begonnen und wie schnell es ihr danach wieder besser ging, das hat mich wirklich extrem gefreut. Nachdem die Depressionen halbwegs im Griff waren, verschwand plötzlich eine Phobie nach der anderen wieder, fast schon wie ein Sturzbach. War eine weg, folgte die nächste, und dann waren sie irgendwann alle verschwunden.
Zugeben muss ich, dass ich ähnliche, wenn auch nicht ganz so krasse, Erfahrungen gemacht habe. Ich hatte auch einmal eine schwerere Zeit, durch eine Trennung, und hatte dann danach auch einige Ängste, die sich mehrten, wenn auch nie in so sonderlich starker Form, dass man sie als phobisch hätte bezeichnen können. Es waren eher Abneigungen, aber auch sie häuften sich. Und als eine verschwunden war, verschwand der Rest auch wieder mit.
Ist das ein Einzelfall, oder kommt das oft vor, dass Phobien haufenweise kommen und auch wieder gemeinsam verschwinden? Wenn das üblich ist, woran liegt das? Ist das eine allgemeine Empfindlichkeit, dadurch, dass es einem schlecht geht, die einen auch für alle anderen Dinge empfindlicher und ängstlicher macht?
Eine Ähnlichkeit könnte ja schon irgendwie auch beispielsweise zu der Situation bestehen, wenn man körperlich krank ist. Wenn ich beispielsweise Kopfschmerzen habe, oder schwerer erkältet bin, meine allgemeine Verfassung also nicht perfekt ist, dann gehen mir auch alle möglichen Kleinigkeiten wahnsinnig auf den Senkel, die ich bei guter Verfassung und Laune wohl einfach ignoriert hätte. Und wenn man genervt von etwas ist, so ist man, denke ich, auch empfindlicher gegenüber anderen Nervereien. Die Toleranzschwelle sinkt quasi. Man ist schon vorgereizt. Ob das auch so bei Phobien ist, dass man auf weitere anfälliger ist, sobald man schon eine erste hat?
Es gibt Umstände, die eine Phobie eher zulassen. Beispielsweise kann man genetisch etwas mitbekommen, was dann auch anfälliger für Depressionen macht, hat man dann erst mal Depressionen bewertet man alles um sich herum anders, man sieht es nicht mehr so schön, wie es vermeintlich mal war. Depressionen sind für den Körper und für die Seele nicht gut, sie machen, dass die Grundstimmung sinkt und dann ist man auch anfälliger für Phobien.
Generell wird man wohl anfälliger dafür sein, wenn es einem nicht gut geht und die Phobien nehmen auch zu, wenn man selber geschwächt ist. Wir kennen es ja alle und du hast es auch beschrieben, ist man geschwächt oder krank geht es einen nicht gut und man bewertet alles um einen herum schlechter, dann steigert man sich auch in Sachen hinein. Wird man also das eine behandeln, wird das andere mit weggehen. Das heißt nun aber nicht, dass jeder eine Phobie bekommen muss, weil er gerade mal eine schlechte Phase hat.
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