Glaubt ihr an magische Kräfte von Wunderheilern?
In den Medien hört man ja hin und wieder, dass es Wunderheiler geben soll. Hier habe ich mal einen sehr skurrilen Beitrag gefunden
klick. Glaubt ihr an die angeblich magischen Kräfte von Wunderheilern? Sind euch schon mal Wunderheiler begegnet und konnten sie auch wirklich Leute heilen? Was denkt ihr macht einen Wunderheiler aus, an den man glauben kann oder ist das einfach nur Schwachsinn?
Da spielt die Psyche mit hinein. Wenn man sich einredet, dass sie einem helfen, wird es einen besser gehen und dann bringen sie natürlich etwas. Wenn jemand aber nicht dran glaubt, werden sie auch nichts bringen, weil sie ja keine messbare Leistung erbringen, sondern nur auf dem Glauben und der Psyche basieren.
Nun, der kleine Kong Keng weiß noch nichts von der Geschäftemacherei seiner Verwandtschaft. Ich finde das unglaublich, wie man hier mit der Hoffnung vieler kranker Menschen umgeht. Man zieht ihnen noch das letzte Geld aus der Tasche. Diese Menschen sind so naiv und glauben an ein Wunder, weil ihnen keiner hilft. Wie man liest, muss man selbst die Ärzte mit Geld schmieren, sonst wird man nicht behandelt. Es gibt wirklich noch Länder, wo die Ärmsten der Armen in völliger Hoffnungslosigkeit leben.
Natürlich ist dieser kleine Kerl kein Wunderheiler oder Wunderkind. Hätte er übernatürliche Kräfte, müsste zumindest mal eine Person nachweislich geheilt worden sein. Ob es wirklich einen Wunderheiler irgendwo gibt, das weiß ich nicht. Aber normalerweise kann jeder davon ausgehen, dass es Humbug ist, Geldmacherei, Schwindel. Die Menschen werden nicht gesund, aber der Wunderheiler wird reich. Weil einfach zu viele Menschen noch existieren, die sich Sand in die Augen schütten lassen.
Ich denke, es ist abhängig davon, wie man einen "Wunderheiler" definiert. Und auch von den Methoden, die die Person anwendet, würde ich es abhängig machen, ob ich an eine mögliche Heilkraft glaube, oder nicht. So gibt es Leute, die ich definitiv als totale Scharlatane und deren Handeln ich als Geldmacherei bezeichnen würde. Definitiv werden in dem Bereich auch viele Methoden angewandt, die einfach bloß Humbug sind, und die, außer bei einem Placebo-Effekt, keinerlei Wirkung haben können.
Dann gibt es aber gerade in Asien und in Südamerika auch noch Leute, die einfach kräuterkundig sind und die aus Familientraditionen heraus verschiedene wirkungsvolle Kräuter kennen. Da würde ich es nicht ausschließen, dass diese Kräuter tatsächlich Heilkräfte, und zwar chemisch betrachtet völlig logische, haben können.
Bedenken sollte man ja auch, dass es beispielsweise im Regenwald eine Unmenge an Pflanzen gibt, die traditionell von dort lebenden Völkern seit Jahrhunderten erfolgreich verwendet werden, während die "westliche" Medizin sie bisher noch gar nicht genauer untersucht hat. Ich denke, dass gerade bei diesen Pflanzen noch ein riesiges Potential vorhanden ist, um Arzneimittel herstellen zu können, für Krankheiten, für die man heute noch keine oder noch keine sonderlich guten Medikamente zur Verfügung hat. Also einfach alles verallgemeinernd als Scharlatanerie zu bezeichnen, was von Ureinwohnern stammt, das finde ich dann auch nicht so sinnvoll.
Was nun den Jungen im Artikel betrifft: Traurig finde ich, dass dort eine große Menge Geld von den Kranken verlangt wird. Wobei ich nicht genau weiß, ob die Familie des Jungen absichtlich die Kranken betrügt, oder aber wirklich an Wunderkräfte ihres Sohnes glaubt. "Wunderheiler" sind in einigen Gesellschaften nämlich eine Sache, an die viele Leute tatsächlich glauben. Viele traditionell animistische Völker sind relativ religiös und glauben nicht nur an die Heilkraft von Kräutern, sondern auch an Heilung über Magie. Man denke beispielsweise an Schamanen.
Die gibt es in einigen Völkern auch heute noch und die Leute glauben wirklich daran. Was ich aber aus der Tradition heraus sogar noch eher nachvollziehen kann, als beispielsweise in Deutschland den Glauben an die Homöopathie, die wissenschaftlich betrachtet total unlogisch ist, und die darüber hinaus auch keine jahrhundertelange Tradition hier hat.
MissMarple hat geschrieben:Glaubt ihr an die angeblich magischen Kräfte von Wunderheilern?
Mit Glauben hat das rein gar nichts zu tun. Die James Randi Foundation verspricht jedem eine Million Dollar, der paranormale Fähigkeiten unter objektiven, wissenschaftlichen Bedingungen demonstrieren kann. Die Tatsache, dass bisher noch niemand dieses Geld kassiert hat, ist doch Beweis genug, dass es keine Wunderheiler gibt.
Was denkt ihr macht einen Wunderheiler aus, an den man glauben kann?
Eine gewisses Schauspieltalent ist auf jeden Fall wichtig, eine einnehmende Persönlichkeit, eine Bühnenpräsenz oder wie auch immer man das bezeichnen mag. Man verkauft hier ja kein wirkungsvolles Produkt sondern den Glauben an die Wirksamkeit und dafür braucht man sehr überzeugende Werbung.
Die kräutersachkundigen Menschen in Asien und Südamerika, vielleicht auch in Mittelamerika und Teilen Afrikas würde ich fast schon als eine Art von Medizinmann bezeichnen. Von ihnen habe ich schon Erstaunliches gelesen. Es sind jahrhundertealte, geheime Kräuterrezepte um die ein bisschen Hokus Pokus gemacht wird, damit die Medizinmänner mehr Anerkennung bekommen. Oft versetzen sie auch in Trance, was noch wirkungsvoller ist. Diese Kräuterrezepte, die sie von den Ahnen und Urahnen haben, werden in vielen Fällen helfen, davon bin ich überzeugt. Aber das sind dann keine Wunderheiler.
Kambodscha ist mittlerweile ein sehr armes Land. Die Menschen haben in den letzten Jahren viel mitmachen müssen. Viele sind ermordet worden. Die Bevölkerung ist überdurchschnittlich jung. Es sind Menschen, die keine Hoffnung mehr haben. So klammern sie sich an Gerüchte wie die um den angeblichen Wunderheiler. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken, dass sie hier nur abgezockt werden. Es ist ein einfacher, aber sehr intensiver Glaube, der aus ihrem Innersten kommt.
Die Mutter des kleinen Jungen hat zwar gesagt, dass er den Großvater geheilt hat, aber nicht wie. Und sie lässt die Verwandtschaft die Menschen abkassieren. Mittlerweile lebt das ganze Dorf von den Einnahmen. Die Menschen verkaufen Obst, Gemüse, Lebensmittel, Spielsachen. Das Dorf ist zwar genauso arm, wie die Menschen, die in Scharen kommen, weil sie an Heilung glauben, aber die einzigen Nutznießer sind die Bewohner des Dorfes und die Verwandtschaft des Kleinen. In einem Bericht zu diesem „Wunderheiler“ las ich: „Wer kein Geld hat, muss an Wunder glauben.“(dpa/RP)
Ich denke, dabei geht es um Autosuggestion. Wenn man dafür offen ist, versetzt die Kraft des unterbewussten Berge. Ich habe mich eine Zeitlang damit beschäftigt und war verblüfft, wie stark die Kraft des Unterbewussten ist. Wenn man es also wirklich, wirklich glaubt, dann hilft einem der Wunderheiler. Aber nicht der Wunderheiler hilft, sondern der Glaube, dass er das tun wird. Aber Hauptsache geholfen. ![]()
In meinen Augen ist die ganze Wunderheilung Geldmacherei. Die Wissenschaft kennt einzig und allein eine Art Placebo-Wirkung. Der feste Glaube daran, dass man mit "Medizin" behandelt wird, veranlasst Heilung. Das funktioniert einwandfrei. So schlucken auch Millionen Menschen weltweit wirkstofffreie Medikamente, sogenannte homöopathische Mittel. Die milliardenfache Verdünnung des Wirkstoffs und das Klopfen gegen die Wand sollen die Energie in die Medikamente bringen.
Auch wenn das Ganze wissenschaftlich nicht haltbar ist, wirkt es, aber nicht aufgrund eines Wirkstoffs, denn den gibt es ja nicht. So ähnlich hält es sich auch mit den Wunderheilern. Diese sind stark zu unter-scheiden von Medizinern der fernöstlichen Naturheilkunde, denen selbstverständlich andere Heilungsverfahren bekannt sind, als unserer modernen Medizin. Ein zweijähriges Kind ist nicht in der Lage, zu heilen. Es hat keine Gabe, die ein anderes Kind nicht hat und erst recht nicht den Gedankengang dazu. Es müsste quasi ungewollt heilen. Aber es gibt ja auch Menschen, die Farben um andere sehen, was physikalisch widerlegbar ist, denn die Farbe müsste durch Strahlung verursacht werden und die müsste für jedermann sichtbar sein.
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