Erhält man für Knochenmarkspende eine Vergütung?

vom 20.05.2014, 13:27 Uhr

Ich habe gehört, dass die Knochenmarkspende erheblich riskanter ist, als eine Stammzellenspende. Da habe ich mich gefragt, ob man dafür eine Vergütung bekommt, wenn man sich als Spender zur Verfügung stellt. Oftmals ist es ja schon so, dass man eine Vergütung für das Blut spenden bekommt. Wird bei der Knochenmarkspende da eine Ausnahme gemacht? Wenn es eine Vergütung gibt, wie hoch ist diese?

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» supermami » Beiträge: 2317 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Als ich mich bei der DKMS registriert habe, gab es keine Vergütung. Da ich bisher als Spender noch nicht in Anspruch genommen wurde, kann ich noch nicht aus praktischer Erfahrung sprechen. Es ist eher so, dass zumindest die DKMS ohnehin immer zusehen muss, wie sie die enormen Kosten für die Typisierungsaktionen und die Spenderverwaltung aufbringt und eher selbst um Spenden bittet.

Ich habe mich da auch nicht wegen einer eventuellen Prämie angemeldet, sondern weil ein naher Verwandter von mir (einen anderen) Krebs hatte und ich deshalb helfen wollte, irgend etwas gegen Krebs zu tun.

Wenn du an einer Aufwandsentschädigung interessiert bist, kommt für dich vermutlich eher Blutspenden oder Plasmaspenden in Frage. Aber letztlich finde ich, sollte man nicht immer auf das Geld schielen, sondern auch manche Dinge für das eigene Karma und das gute Gefühl tun, jemanden geholfen zu haben, der unverschuldet in Not geraten ist.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Für eine Knochenmarkspende wird der Spender grundsätzlich nicht mit einer Vergütung bezahlt. Zumindest ist es bei der DKMS so.

Ich selber war schon einmal in einem engeren Auswahlverfahren und kurz davor, Knochenmark spenden zu können. Leider ist es dazu nicht mehr gekommen, ich hatte aber schon sämtliche Informationen erhalten, die für mich wichtig sind. Darunter natürlich auch Informationen über das ganze Finanzielle.

Dem Spender sollen keine Kosten entstehen, bzw. wenn sie entstehen, werden sie ihm auf Wunsch auch erstattet. Sprich Fahrtkosten zum entsprechenden Klinikum werden von der DKMS getragen, auch ein eventueller Verdienstausfall kann dann von der DKMS erstattet werden, wenn der Arbeitgeber darauf besteht und wenn der Spender dies auch möchte. Im Großen und Ganzen war es das dann aber auch schon, was an Geld zwischen Organisation und Spender gezahlt wird. Die Kosten für Krankenhausaufenthalt und medizinische Eingriffe und Versorgung werden em Spender selbstverständlich auch nicht belastet, dies ist dann die Angelegenheit der DKMS bzw. Krankenversicherung des Empfängers.

» Squeeky » Beiträge: 2793 » Talkpoints: 6,25 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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