Beurteilungen anderer wurden ungewollt weitergegeben
Was sind denn bei dir Entzugssymptome? Und weißt du es denn so genau, dass diese Person unter Alkohol auch Auto fährt? Wobei es dann völlig egal ist, ob es sich um einen Dienstwagen handelt oder nicht. Und ohne Arzt zu sein, ist mir bekannt, dass man auch entsprechende Symptome haben kann, die auf einen Entzug deuten lassen, aber einen ganz anderen Ursprung haben. Daher wäre ich persönlich mit Aussagen zu einem angeblichen Alkoholproblem sehr vorsichtig.
Wenn der Beamte, der deinen Bericht bekam, zu dir gesagt hat, dass er Alkoholiker ist und nicht speziell, dass er zu viel trinkt, ist das grundlegend falsch von dir in den Bericht übernommen worden. An Stelle des Beamten hätte ich mich da auch bei dir beschwert. Ein Alkoholiker ist nicht grundsätzlich jemand, der zu viel trinkt. Er kann es noch sein, muss es aber nicht. Möglich ist, dass er in der Vergangenheit viel getrunken hat und nach einem Alkoholentzug nichts mehr trinkt. Aber Alkoholiker wird er sein Leben lang bleiben, weil sein Körper auf die kleinste Menge Alkohol wieder voll reagieren würde und er einen erneuten Entzug machen müsste.
Ich weiß, dass es Aufbauseminare gibt, die durch die Fahrerlaubnisbehörde verpflichtend für den Verkehrsteilnehmer sind. Sei es, dass der Teilnehmer zu viel Punkte hat oder unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren ist und erwischt wurde. Nimmt der Straßenverkehrsteilnehmer nicht an einem solchen Seminar teil, verliert er seine Fahrerlaubnis. Wenn dann anschließend bei jemandem eine solch harte Beurteilung im Bericht steht, die der Chef bekommt, weil sein Mitarbeiter auch Auto fahren muss, dann kann sich jeder vorstellen, was anschließend passiert. Dass da mal ein Teilnehmer grantig wird, da es bei ihm um zu viele Punkte ging, aber im Bericht steht, dass er zu viel trinkt, ist doch klar.
Da du ja nun weißt, dass deine Berichte an die Seminar-Teilnehmer weiter gegeben wurden und in Zukunft sicherlich auch werden, würde ich danach handeln und die Berichte etwas anders gestalten. Trotzdem solltest du deinen Vorgesetzten ansprechen, warum er dein Vertrauen in seine Worte so missbraucht hat.
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