Wie viel bringt Beckenbodengymnastik bei Stressinkontinenz?

vom 21.03.2014, 11:01 Uhr

Frau X hat drei Kinder und somit drei Geburten hinter sich. Die letzte liegt nun in etwa drei Jahre zurück. Schon kurz nach der letzten Geburt hat sie bemerkt, dass sie hin und wieder Urin unkontrolliert verliert. Inzwischen nach nun drei Jahren aber, hat sich das noch einmal intensiviert. Sie verliert unkontrolliert Urin bei Belastungen, also zum Beispiel beim Sport, und auch bei Husten oder Nießen. Sie hat also eine Stress- bzw. Belastungsinkontinenz.

Frau X hatte vor Kurzem nun einen Vorsorgetermin bei ihrem Frauenarzttermin, bei dem sie ihr Problem mit dem unkontrollierten Urinabgang auch angesprochen hat. Die Frauenärztin stellte dann eine Urininkontinenz ersten Grades fest, die man noch nicht medikamentös behandlen müsse, sondern der man mit Beckenbodengymnastik entgegenwirken könnte. Dazu hat Frau X dann auch ein Rezept für Beckenbodengymnastik bei einer Physiotherapeutin erhalten, das Frau X nun demnächst angehen möchte.

Ihre Frage wäre nun, ob wirklich nur Beckenbodengymnastik ausreichen wird, um ihr Problem zu verbessern oder im besten Fall zu beenden oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt, wie sie ihre Inkontinenz wieder los werden kann. Habt ihr Erfahrungen nach euren Geburten? Seid ihr inkontinent gewesen? Wie stark war es und habt ihr es in den Griff bekommen? Hat Beckenbodengymnastik alleine ausgereicht oder musstet ihr noch medikamentös behandelt werden? Waren die Probleme nach der Beckenbodengymnastik komplett verschwunden oder habt ihr immer noch Probleme? Stören sie euch noch oder ist es gut zu ertragen?

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Ich habe zwar keine Kinder und kann daher nicht sagen, ob das nach einer Geburt nützlich wäre, allerdings habe ich mal von sehr interessanten Hilfsmitteln gehört, die das Beckenbodentraining in den Alltag integrieren können. Man muss dafür nicht unbedingt immer zu Hause sein, es klappt auch für unterwegs.

Diese Seite habe ich vorhin gefunden und sie scheint sehr interessant und übersichtlich zu sein. Ich kann allerdings nicht sagen, ob die dort beschriebenen Tipps auch tatsächlich nach einer Geburt helfen. Es wird hier sogar unterschieden in Beckenbodentraining für Anfänger und für Fortgeschrittene. Für Anfänger sollen diese Hilfsmittel nützlich sein. Die Konen haben alle unterschiedliche Gewichte, sodass man sieht, welche Fortschritte man macht, wenn man häufiger damit trainiert. Andere Hilfsmittel sind auf der ersten Seite beschrieben und man kann ja auch normale Liebeskugeln verwenden, sollten diese billiger sein. Frau X kann ja auch unter dem Stichwort "Beckenbodentraining Hilfsmittel" bei Amazon gucken, welche Produkte da angeboten werden. Ich würde da auch eher auf die Rezensionen schauen, besonders die negativen, damit sie abschätzen kann, inwiefern das Produkt auch erfolgversprechend wäre.

Eventuell wäre auch eine Rücksprache mit dem Frauenarzt sinnvoll. Ich glaube jedenfalls nicht, dass eine medikamentöse Behandlung notwendig ist.

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» Olly173 » Beiträge: 14700 » Talkpoints: -2,56 » Auszeichnung für 14000 Beiträge


Ich habe mich mal mit diesem Thema befasst, in unserer Familie haben alle Frauen Probleme nach der Geburt, weil bei uns vermutlich einfach ein schwaches Bindegewebe vererbt wird und dies nach der Geburt zu einer Gebärmutterabsenkung führt und damit auch zur Inkontinenz. Generell hilft da die Beckenbodengymnastik auf jeden Fall, nur die Sache ist eben, dass man das sehr regelmäßig machen muss und wenn man damit aufhört, dann kann es auch sein, dass man das Problem wieder hat. Neben der normalen Gymnastik gibt es aber auch Beckenbodenübungssysteme beispielsweise Aquaflex, dass sind vaginale Konen, mitunter mit Gewichten, die eingeführt werden und dadurch dann den Beckenboden trainieren.

Soweit ich mich da richtig informiert habe, ist das eine der besten und schnellsten Methoden, Erfolg zu erzielen. Letztendlich ist das sicherlich auch eine der einfachsten Methoden, weil man sich für diese Übung nicht noch extra Zeit nehmen muss und sich auf irgendwelchen Matten räkeln muss oder so, sondern eben einfach die Konen einführt und dann machen kann, was man möchte, zum Beispiel den Haushalt und so weiter.

» Crispin » Beiträge: 14916 » Talkpoints: -0,43 » Auszeichnung für 14000 Beiträge



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