Magen- und Darmspiegelung mit Beruhigungsmittel oder ohne?

vom 10.03.2014, 14:01 Uhr

Da mein Mann sich einer Darmspiegelung und einer Magenspiegelung unterziehen soll, haben wir nun auch schon Erkundigungen eingeholt. Das Krankenhaus, in dem er das machen lassen soll bietet diese Spiegelungen mit einem Beruhigungsmittel, mit Vollnarkose oder komplett ohne Sedierung an.

Wie habt ihr diese Magen oder Darmspiegelung machen lassen? Habt ihr alles bei vollem Bewusstsein über euch ergehen lassen? Wird dann wenigstens in den Hals eine Art Betäubung gesprüht, damit man das Schlucken des Schlauches auch nicht spürt? Hattet ihr Würgereiz? Wie habt ihr es empfunden?

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» supermami » Beiträge: 2317 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Mein Partner hat das schon machen lassen und ich noch nicht. Er hat sich nichts geben lassen, weil man dann besser mitschlucken kann. Ein Würgereiz ist klar erst mal da, aber damit können die dort und man selber dann auch umgehen. Die machen das schön in Ruhe und wenn man selber mitschluckt, hat man danach auch keine Probleme. Ganz unter Narkose würde ich mich nicht legen lassen, aber eine Vereisung kann man durchaus auch mitmachen, wenn man sich das nicht so zutraut.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


Für mich stand sofort fest, dass ich die Magenspiegelung ohne Narkose machen lasse. Es ist sicherlich nicht schön, so einen Schlauch schlucken zu müssen aber eben auch keine so große Sachen, dass man sich in Narkose versetzen lassen muss. Für die Dauer der Untersuchung finde ich es sogar übertrieben. Dieser örtliche Betäubung gehört eh dazu und reicht meiner Meinung nach völlig aus.

Bei mir lief es so ab, dass mir die Ärztin erst dieses Betäubungsspray in den Hals/Rachen gesprüht hat. Binnen weniger Sekunden spürt man, wie der Hals anschwillt und er langsam taub wird. Das Gefühl kennt man auch von den Betäubungsspritzen beim Zahnarzt. Einwirken muss das Spray nur wenige Minuten, dann geht es auch schon los.

Für die Magenspiegelung legt man sich auf die Seite und bekommt ein Röhrchen, auf das man beißen muss. Durch die Öffnung des Röhrchen wird dann die Sonde samt Schlauch geschoben. Auf ein Zeichen soll man dann schlucken und angeblich gar nicht merken, wie man den dicken Schlauch runterschluckt. Dummerweise hatte die Ärztin bei mir 2 Mal mit dem Betäubungsspray gesprüht, weil sie zuerst ziemlich daneben gezielt und mehr Innenwange als Rachen getroffen hat. Mein Hals war so angeschwollen, dass ich nicht schlucken konnte und so schob sie den Schlauch einfach durch. War unangenehm aber eben auszuhalten.

Dass man nur beim Schlucken des Schlauchs etwas spürt, kann ich nicht bestätigen. Ich habe genau gemerkt wo die Sonde lang geschoben wurde. Das war aber überhaupt nicht schmerhaft sondern einfach nur ein seltsames Gefühl. Während der Spiegelung wurden mir 7 Proben entnommen. Dies war an dem ganzen Prozedere das Schlimmste. Durch den Schlauch wurden nach einander dünnere mit Zangen an den Enden geschoben. Dann hat man die Stelle, wo die Probe entnommen werden sollte, einfach in dieser Zange eingeklemmt und diese mit einem Ruck entnommen. Ich habe jeden Ruck gespürt aber auch dies war nur sehr unangenehm und nicht wirklich schmerzhaft.

Das Herausziehen des dicken Schlauchs spürt man noch einmal richtig und dann ist es auch schon vorbei. Man bekommt direkt ein Tuch in das man Abhusten und danach direkt wieder aufstehen kann. Da man dank dieser Betäubung so gut wie nichts spürt und nicht richtig schlucken kann, auf der Seite liegt und wegen des Röhrchens auch noch die ganze Zeit den Mund auf hat, speichelt man ziemlich viel. Schön ist das nicht aber auch das ist völlig in Ordnung und besser als das, was ich da während der Wartezeit gesehen habe. Ich konnte nach der Magenspiegelung direkt aufstehen und gehen. Andere kamen von der Narkose völlig benebelt und verwirrt raus. Ich würde es jederzeit wieder nur mit diesem Spray machen. Für 10-15 unangenehme Minuten, möchte ich meinen Körper nicht unnötig belasten.

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» Sonty » Beiträge: 1997 » Talkpoints: 20,24 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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