Winterdepression - wem geht es auch so?
Jetzt, wo es draußen wieder schneller dunkel wird, habe ich echt damit zu kämpfen. Immer wenn der Übergang von der hellen zur dunklen Tageszeit stattfindet, kommt in mir so eine innere Unruhe auf, die ich nicht erklären kann. Wenn es dann richtig dunkel ist, ist es wieder okay, aber genau dieser Übergang ist immer furchtbar.
Auch ist mir aufgefallen, dass ich mich sehr einsam fühle, wenn mein Freund nicht da ist. Nachdem er eine ganze Woche bei mir war und ich dann plötzlich wieder in die leere Wohnung kam, war es ganz schlimm, mir standen die Tränen in den Augen und ich wusste erst mal gar nicht, wie mir geschieht. Und dann wurde mir schlagartig bewusst, dass es wohl wieder diese Winterdepressionen sind. Ich hatte vor ca. 6 Jahren schon einmal damit zu kämpfen und war auch in Behandlung, nur dachte ich, ich hätte es überstanden.
Kennt jemand von Euch dieses Gefühl auch, diese Traurigkeit und diese Unruhe, wenn es dunkel wird?
Ich kenne das nur zu gut. Ich mag diese Jahreszeit überhaupt nicht. Dass es immer so früh dunkel wird, gibt mir das Gefühl, dass der Tag kürzer ist und ich daher alles schneller eledigen muss. Wenn ich von der Schule nach Hause komme, sehe ich auch im Gegensatz zum Sommer immer zu, dass ich sofort mit dem Hund fortgehe und es nicht bis abends aufschiebe, weil da dann eben schon dunkel ist. Das nervt mich ein wenig und es stresst einfach auch ungemein.
Dass mit dem Freund kenne ich auch. Ich glaube sogar, dass ich ihn im Sommer nicht so schnell vermisse, wie im Winter. Wenn ich abends im Bett liege und es draußen kalt ist und ich mich in die Decke kuschle, dann habe ich viel mehr Sehnsucht nach meinem Freund als im Sommer. Dort ist es meistens sowieso so warm, dass die Körpernähe eines anderen eher negative Auswirkungen hat, weil es dann noch wärmer wird.
Man sollte sich einfach auf die schönen Dinge im Winter konzentrieren. Sich in eine Decke kuscheln, ein gutes Buch lesen und eine heiße Tasse Tee trinken. Oder eben sich einfach darauf freuen, wenn der Freund wieder kommt und man wieder kuscheln kann. Wenn man Weihnachten mag, dann ist es ja auch schön auf den Weihnachtsmarkt zu gehen und die ganzen Lichter zu sehen. In der Hinsicht ist der Winter schon gemütlicher und besinnlicher als der Sommer, man sollte sich auf das konzentrieren und nicht auf die Dunkelheit.
Ich leide leider das ganze Jahr unter Depressionen, aber auch ich bemerke, dass es zum Winter hin wieder schlimmer wird. Das liegt an der reduzierten Sonneneinstrahlung. Denn die UV-Strahlen oder die sichtbaren Sonnenstrahlen (so ganz ist sich die "Fachwelt" da noch nicht sicher) helfen gegen Depressionen. Da im Winter weniger davon zur Verfügung steht, leiden manche Menschen besonders an Winterdepressionen. Ich kann sagen, dass mir längere Spaziergänge, viel frische Luft und das Auskosten der verbliebenen Sonnenstrahlen ein wenig helfen.
Eigentlich mag ich den Winter viel mehr als den Sommer, aber richtig genießen kann ich ihn nicht. Wenn man bereits einmal Depressionen hatte, ist man etwas anfälliger als andere Menschen, wieder welche zu bekommen. Je mehr "Anfälle" man hatte, umso größer wird das Risiko eines Rückfalls. Schau also bitte, dass du auf dich Acht gibst und suche dir rechtzeitig Hilfe, wenn es ganz schlimm wird.
Ich leide derzeit auch ganz stark unter Winterdepressionen. Ich komme überhaupt nicht in die Gänge und fühle mich den ganzen Tag lustlos und schlapp. Echt schlimm. Ich könnte den ganzen Tag im Bett bleiben und es ist wirklich sehr schwer, sich überhaupt zu irgendetwas aufzuraffen. Ich weiß auch noch nicht wirklich, was ich dagegen tun kann. Mir geht es ja schon schlagartig besser, wenn wenigstens ein bisschen die Sonne herauskommt. Sport soll gut gegen Winterdepressionen sein. Ich werde es mal ausprobieren.
Also, bei mir ist es so, dass ich zwar nicht depressiv werde, aber eine gewisse Unruhe habe ich auch, genau wie du. Ich weiß jetzt nicht genau, ob das wirklich am Winter liegt oder ob das Einbildung ist. Aber es stimmt, ich habe so etwas wirklich nur in der Winterzeit und nicht in der Sommerzeit. Es liegt wahrscheinlich an der Dunkelheit und der Kälte, die draußen herrscht. Und dieses Winter-Wetter beeinflusst halt meine Stimmungslage.
Bei mir ist es genau andersherum. Ich liebe den Winter und freue mich sehr darüber, dass es auch ein wenig geschneit hat. Leider fällt der Schnee hier in Nordrhein-Westfalen eher dürftig aus und so schöne Verhältnisse wie in den Alpen haben wir hier nicht. Dass es früher dunkel wird, finde ich überhaupt nicht schlimm, beziehungsweise nehme ich diesen Umstand gerne in Kauf, weil der Winter ansonsten einfach wunderbar ist. An manchen Tagen, zum Beispiel am Wochenende, wenn ich fotografieren gehe, wünsche ich mir schon manchmal eine etwas länger andauernde Helligkeit. Aber wirklich schlimm finde ich es nicht, wenn es abends dunkel wird. Die Nacht mag ich ohnehin sehr gerne und der Übergang vom Tag zur Nacht ist nichts, was mir Sorgen bereitet.
Vielleicht hast du einfach eine zu negative Einstellung dem Winter gegenüber und siehst daher in allen Facetten dieser Jahreszeit etwas Negatives. Vielleicht würde es dir helfen, den Winter einfach zu akzeptieren und dich damit zu arrangieren. Gehe raus, treibe Sport und mache das, was du sonst auch machst. Vermutlich wird dich das eher weiterbringen als wenn du zu Hause versumpfst und Situationen nachtrauerst, die aktuell nicht gegeben sind.
Bei mir ist es leider auch immer wieder so, dass ich im Winter depressiv werde. Ich mag den Winter einfach überhaupt nicht und ich hasse die Jahreszeit einfach. Ich finde es ganz schlimm, wenn es immer so schnell dunkel ist und ich fühle mich dabei überhaupt nicht wohl. Stattdessen liebe ich den Sommer und die warme Jahreszeit und ich bin auch immer sehr traurig, wenn es langsam wieder kälter wird. Dabei finde ich es am Anfang des Winters noch nicht ganz so schlimm und ich freue mich zunächst sogar immer ein wenig darauf, es mir mit vielen DVDs, Büchern und Kerzen gemütlich zu machen. Immerhin ist man im Sommer doch meistens draußen und kommt auch gar nicht so richtig dazu, es sich abends zu Hause vor dem Fernseher so richtig gemütlich zu machen.
Auch wenn ich es zunächst noch sehr schön finde, es mir mit vielen Filmen und Büchern gemütlich machen zu können, habe ich irgendwann einfach genug davon. Immerhin macht es nach einiger Zeit auch keinen Spaß mehr, jeden Abend das gleiche zu machen, wobei einem dann auch nicht so viele Alternativen bleiben. Im Winter kann man leider auch nicht so viel machen, wie im Sommer und da läuft es leider darauf hinaus, dass man fast immer zu Hause ist und sich zu Hause beschäftigt. Irgendwann habe ich jedoch genug davon und ich bin dann einfach nur noch genervt davon, dass fast jeder Tag gleich ist und dass ich nicht einfach einmal raus gehen kann.
Irgendwann ist es bei mir dann so, dass ich nur noch deprimiert bin und schlechte Laune habe, weil ich mich so sehr danach sehne, auch wieder nach draußen gehen und etwas anderes machen zu können. Ich bin dann auch richtig deprimiert, wenn ich daran denke, wie viele Tage ich noch aushalten muss, bis es wieder so weit ist und ich habe dann auch gar keine Lust mehr, jeden Tag vor dem Fernseher zu verbringen. Leider hat man jedoch nicht so viele Alternativen und von daher hoffe ich dann auch immer, dass die Zeit so schnell wie möglich vorbei geht.
Auch wenn man im Winter nicht so viel unternehmen kann, ist es dennoch wichtig, dass man trotzdem nicht nur zu Hause sitzt, sondern dass man dennoch viel unternimmt. Dabei bietet es sich auch immer wieder an, ins Restaurant, ins Kino oder in die Therme zu gehen. Außerdem kann man auch auf den Weihnachtsmarkt oder in ein Einkaufszentrum gehen und so seine Zeit verbringen. So hat man auch ein wenig Abwechslung vom Alltag und ich denke, dass es einem dann auch wieder viel besser geht, wenn man aus dem Haus kommt. Gerade im Winter neigt man dazu, viel zu viel Zeit zu Hause zu verbringen und von daher ist es gut, wenn man ein wenig Abwechslung hat.
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