Am Urin Krankheiten erkennen
Ich habe mal in einem alten Medizinbuch gelesen dass man früher aus dem Urin Krankheiten erkannt hat. Das finde ich sehr interessant und da würde ich gern mehr erfahren.
Wird das heute auch noch angewendet oder macht man das nicht mehr weil es nicht wirklich funktioniert? Ich hoffe dass mir einer von euch mehr dazu sagen kann oder mir sagt wo ich mich darüber erkundigen kann? Bitte gebt mir ein paar gute Tipps darüber damit ich mehr erfahre.
In dem alten Medizinbuch steht doch sicher auch drin, welche Sachen man damit untersuchen kann oder? Und da steht sicherlich auch drinne, wie man das früher gemacht hat? Würdest du uns darüber Auskunft geben, könnten wir dir einfacher sagen, ob diese Vermutungen heute noch angestellt werden.
Am Urin kann man auch als Laie einiges sehen. Blut im Urin ist zum Beispiel nie ein gutes Zeichen. Es sei denn man ist eine Frau und hat seine Periode. Aber ansonsten ist Blut im Urin schon ein Anzeichen für irgendeine Erkrankung. Deshalb sollte man am besten einen Arzt aufsuchen, wenn man Blut im Urin hat.
Flüssigkeitszufuhr ist für den menschlichen Körper ja auch sehr wichtig. Am Urin kann man durchaus erkennen, ob man genug getrunken hat. Riecht der Urin stark und ist eher dunkelgelb, dann hat man zu wenig getrunken. Wenn man ausreichend getrunken hat, riecht der Urin nicht so intensiv und ist von einer hellgelben Farbe.
Auch werden Schwangerschaftstest durchaus auch über den Urin gemacht. Die Blutzuckerwerte kann man auch zum Teil mit dem Urin bestimmen. Und viele Ärzte und Krankenhäuser wollen für eine komplette Diagnostik auch den Urin haben. Und das mit Sicherheit, weil man daran irgendwas untersuchen kann.
Früher hat der Arzt den Urin des Patienten probiert. Wenn er süß schmeckte, war das ein Zeichen für Diabetes, da der Zucker vom Körper ja nicht abgebaut sondern direkt mit dem Urin ausgeschieden wurde. Ich mutmaße mal ganz kühn, daß das zum Beispiel keine Methode ist, die heute noch jemand freiwillig in unseren Breitengraden anwenden würde.
Blut im Urin ist extrem aussagelos, da, wie erwähnt, bei Frauen die Periode mit im Spiel sein kann, ein Harnweginfekt vorliegen mag, die Nieren geschädigt sein könnten oder etwas völlig anderes vorliegt. Für einen Harnweginfekt gibt es auch noch andere Symptome und auf diese wird der Urin auf die spezifischen Bakterien hin untersucht. Nicht andersrum, also das man durch die alleinige Schau des Urines sagen kann, daß es ein Harnweginfekt ist.
Heutzutage untersucht man primär das Blut, da es einem sehr viel Aufschluß bei veränderten Werten (diese sind mit einem Spielrahmen festgelegt) geben und so gezielter den Symptomen, die den Patienten zum Arztbesuch getrieben haben, nachgehen kann.
Urinschau mag im Mittelalter eine Möglichkeit gewesen sein, in der man von Blutwerten und Laboruntersuchungen noch nicht wußte, mögliche Krankheiten ausmachen zu wollen. Allerdings wird diese höchstwahrscheinlich keine bis wenige Erfolge, Krankheiten zu erkennen, erzielt haben.
In erster Linie kann man natürlich eine Urinprobe nehmen um Tests durchzuführen. Da erkennt man schnell, ob sich Fremdkörper drin befinden oder ob bestimmte Wert erhöht sind oder zu niedrig.
Auch die Farbe kann auf eine Krankheit hindeuten, wenn sie verändert ist. Bei Blut ist es meistens leicht zu erkennen, aber natürlich kommen weitere Farben in Fragen.
Sehr süßere oder sehr saurer Geruch des Urins kann auch darauf hindeuten, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sehr süßer Urin kann zum Beispiel auf Diabetes hindeuten. Muss aber nicht. Daher ist es immer gut, wenn man einen enstprechenden Test durchführen lässt bei einem Arzt. Selbstdiagnosen sind nicht empfehlenswert.
winny2311 hat geschrieben:Auch die Farbe kann auf eine Krankheit hindeuten, wenn sie verändert ist. Bei Blut ist es meistens leicht zu erkennen, aber natürlich kommen weitere Farben in Fragen.
Welche Farben kommen denn da noch in Frage? So viele farbenfrohe Körperflüssigkeiten gibt es doch gar nicht, die sich dann eventuell im Urin zeigen könnten!
winny2311 hat geschrieben:Sehr süßere oder sehr saurer Geruch des Urins kann auch darauf hindeuten, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sehr süßer Urin kann zum Beispiel auf Diabetes hindeuten. Muss aber nicht. Daher ist es immer gut, wenn man einen enstprechenden Test durchführen lässt bei einem Arzt. Selbstdiagnosen sind nicht empfehlenswert.
Wofür steht der der saure Geruch den? Ich kenn das nur vom Atem, wenn der stechend nach Ammoniak riecht, hat man ein Nierenproblem. Aber säuerlich ist das ja auch nicht?!
Ich habe mal gelesen, dass bräunlicher Urin ein Zeichen für Nierenversagen ist, während sie bei gelbem bzw. hellgelbem Urin einwandfrei funktionieren.
Ich finde es schon interessant, was man alles herausfinden kann allein dadurch, dass man sich den Urin einmal genauer anschaut bzw. ihn untersucht (z.B. bei Diabetes, Schwangerschaft oder Infektionen).
Man macht auf jeden Fall noch Urintests. Man kann im Urin Schadstoffe feststellen, die ausgeschieden wurden. Das Urin wird dann im Labor untersucht. Beispielsweise kann man so eine Blasenentzündung erkennen, ein Versagen von Körperorganen und man kann auch Hormone feststellen, die beispielsweise während der Schwangerschaft produziert werden. Der Urin ist heute immer noch ein wichtiges Mittel um bestimmte Sachen heraus zu finden.
Auch heute noch können anhand eines Urintests einige Erkenntnisse gewonnen werden. So ist das wohl berühmteste Beispiel der Verdacht auf Diabetes mellitus. Übersetzt heißt dieser ja auch "honigsüßer Durchfluss". Dies stammt noch aus frühen Zeiten, in denen man anhand eines unnatürlich süßen Geschmacks des Urins darauf schließen konnte, dass zu viel Zucker im Körper vorhanden ist. Es ist kein Scherz, früher wurde der Urin gekostet. Heute bestimmt man den Zuckergehalt anhand von Teststreifen beispielsweise. Ist er erhöht, spricht das für Diabetes mellitus, da der Körper in der Lage ist bis zu einem gewissen Transportmaximum Zucker zu transportieren.
Ist mehr Zucker im Blut vorhanden als das Transportmaximum beträgt (beim Diabetes mellitus liegt das an der mangelnden Bildung von Insulin, das für den Abbau des Zuckers aus dem Blut sorgt), wird überschüssiger Zucker über den Urin ausgeschieden. Da der Urin bei Diabetes durch den enthaltenen Zucker eine höhere Konzentration aufweist, als normalerweise, kommt es zu einer noch stärkeren Ausscheidung. Also kann auch schon eine unnatürlich große oder kleine Menge an ausgescheidenem Urin am Tag eine Aussage über die Funktion des Körpers machen.
Ein anderes Beispiel ist Blut im Urin. Wenn man Blut im Urin bemerkt, sollte ein Arzt diesen auf jeden Fall untersuchen, da man sich eine Entzündung eingefangen haben könnte. In schlimmeren Fällen könnte man jedoch auch Nierensteine oder - noch schlimmer - einen Tumor haben.
Befindet sich Eiweiß in erhöhter Menge im Urin, kann das für einen zu hohen Blutdruck, für Gefäßveränderungen oder auch Schäden an den Nieren oder den harnleitenden Gefäßen sprechen.
Es gibt noch einige andere Eigenschaften des Urins, die man untersuchen kann. Man sieht also, dass Untersuchungen des Urins auch heute noch lange nicht wegzudenken sind. Vor allem, da es sich um eine sehr einfache und sehr schnelle Untersuchung handelt, die viele Hinweise liefern kann. Es ist als gar nicht schlecht sich selbst Teststreifen für den Urin aus der Apotheke zu besorgen, da man mit ihrer Hilfe selbst schon einiges darüber erfahren kann, ob der Körper funktioniert, wie er soll, oder ob man vielleicht doch einmal zum Arzt gehen müsste.
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