Muttermale weg-Lasern, wirklich die richtige Methode?

vom 09.02.2014, 07:22 Uhr

Ich war diese Woche beim Hautarzt wegen Muttermalen, die ich mir aus rein optischen Gründen entfernen lassen möchte. Jetzt sagte mir die Ärztin, das sie dieses Muttermal Lasern würde, es ist etwas dicker, es könnte aber sein, das die Farbe bleibt. Ich persönlich hätte aber eigentlich gerne, das es komplett verschwindet. Habt ihr schon mal Muttermale Lasern lassen, und wie war das Ergebnis? Es ist eine private Leistung, und da wäre es schön, wenn man mit dem Ergebnis auch zufrieden sein könnte.

» laraluca » Beiträge: 1068 » Talkpoints: 9,76 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Schon faszinierend wie viele Menschen ihr Muttermal wegmachen wollen. Ich habe eine Freundin, die sich vor drei Jahren auch unter den Laser hingelegt hat und somit auf diesem Weg ihre Muttermale entfernen gelassen hat. Sie meinte, dass man zwar schon paar Schmerzen hat und die Stelle, wo es entfernt worden ist, sich komisch anfühlt, aber andererseits ist sie sehr froh über ihre damalige Entscheidung. Nun paar Jahre später kann man zwar immer noch nachvollziehen, wo die Muttermale waren, aber erst wenn man zum zweiten ­mal hinschaut. Ich fand das Ergebnis im Großen und Ganzen echt gut, sodass ich selber oft überlegt habe mein Muttermal entfernen zu lassen.

» naty28 » Beiträge: 296 » Talkpoints: 1,77 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Im Rahmen unseres Dermatologiepraktikums sagte der Oberarzt der dermatologischen Klinik zu uns, dass Lasern von Muttermalen mit das Schlimmste ist, was man einem Patienten antun kann. Dass gerade seitens eines Hautarztes solch eine Empfehlung bzw. Vorschlag kommt, ist in meinen Augen umso erschreckender.

Er erzählte uns nämlich die Geschichte einer jungen Frau, die im Alter von 24 Jahren an einem malignen Melanom verstorben war. Der Grund war einfach der, dass sie sich vor 5-6 Jahren entsprechende Muttermale hat weglasern lassen und die entsprechende Tumorprogression nicht rechtzeitig wahrgenommen werden konnte, sodass das Melanom bereits metastasiert war und jede Therapie zu spät kam.

Beim Lasern werden nämlich nicht grundlegend alle Zellen entfernt, die für das Muttermal verantwortlich sind. Diese sogenannten Nävuszellen sind in einer Art Nest angeordnet, makroskopisch werden sie als Muttermale sichtbar. Die Laserstrahlen jedoch erreichen sicherlich nicht alle Zellen, die Oberfläche wird lediglich "freigelasert" - makroskopisch bzw. kosmetisch sieht dann alles einwandfrei aus, wie es allerdings in der Tiefe aussieht, weiß nur der liebe Gott. Sollte es also im Verlauf zu einer malignen Entartung kommen und die restlichen, tiefer liegenden, von der freigeräumten Oberschicht bedeckten Nävusellen verrückt spielen, ist es ungemein schwierig eine Dignität auszumachen, weil die typischen Symptome im Sinne von Wachstum, Jucken, Brennen, Nässen, sich ändernde Farbe fehlen.

Im würde vielmehr dahingehend eine Empfehlung aussprechen, dass alle, die sich von Muttermalen gestört fühlen, das entsprechende Muttermal komplett exzidieren lassen. Vielleicht mag das kosmetische Resultat nicht dem des Laserns entsprechen, aber dafür schließt man damit mehr oder weniger das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit einer möglichen, malignen Entartung aus.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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