Höchstleistungen des Gehirns bei tagelanger Finsternis

vom 02.02.2014, 15:13 Uhr

In den letzten Jahren wurde anhand vieler Studien Erstaunliches festgestellt. Die Dunkelheit animiert unser Denkorgan zu Höchstleistungen. Festgestellt wurde von Neurologen der Harvard University, dass übermäßig viel Signale von den Nerven des Sehzentrums abgegeben wurden bei Dunkelheit. Das passierte auf den Hirnscans der Probanden, die seit 120 Stunden nichts sehen konnten. Es umgab sie völlige Finsternis.

Die Nervenzellen des Sehzentrums programmierten sich auf andere Sinne um. Die Probanden konnten schon nach 24 Stunden besser hören, riechen und fühlen. Ebenso die Blindenschrift konnten sie schneller erlernen. Das Gehirn passte sich so der veränderten Situation an. Die Versuchsteilnehmer erzählten, dass sie unscharfe Objekte sahen, wie Schiffe, Häuser, tanzende Sterne. Nach Vermutung der Forscher sollen das „Notfalldurchsagen“ der Augen gewesen sein, dass diese funktionstüchtig waren.

Durch diese Studien ist den Forschern klar geworden, dass Sinnesareale miteinander in Kontakt stehen. Dieses Geheimnis gaben sie erst bei Dunkelheit preis. So kann uns tagelange Dunkelheit zu einem anderen Menschen werden lassen. Die Dunkelheit verändert unsere Psyche und verhilft dem Gehirn zu Höchstleistungen. Das ist verblüffend!

Wenn man nach tagelanger Dunkelheit wieder die Helligkeit des Tages wahrnehmen kann und das Sehzentrum sich wieder normalisiert, ob das bessere Hören dann bleibt? Oder wird es sich wieder normalisiert zugunsten des Sehens und den alten Stand erreichen?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Das die Sinnesorgane vernetzt sind, war mir klar. Ich hätte jetzt nichts anderes vermutet. Insofern finde ich diese Erkenntnis jetzt nicht so neu. Und ich finde es auch nicht verwunderlich, dass sich das Gehirn jetzt in der Dunkelheit mehr anstrengen muss. Wer im Dunkeln schon mal gefahren ist, der wird das sicherlich auch anstrengender gefunden haben, als wenn man im Hellen fährt.

Und wenn man nichts sieht, dann ist man ja darauf angewiesen, dass man besser hört oder vielleicht auch riecht oder fühlt usw. Und da ist man dann natürlich automatisch angespannter. Immerhin sieht man die drohende Gefahr in der Dunkelheit einfach nicht immer schnell genug.

Und von blinden Menschen ist bekannt, dass viele sehr gut hören. Andersherum sehen taube Menschen oft gut. Leider kann man im Dunkeln ganz schlecht lernen. So könnte man sich das Ganze ja zu Nutzen machen.

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» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge


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