Messt ihr öfter täglich den Blutdruck und schreibt das auf?

vom 25.01.2014, 18:32 Uhr

Wenn ihr ein Blutdruckmessgerät zu hause habt, weil euer Blutdruck immer mal wieder schwankt oder einfach viel zu hoch ist, wie oft am Tag messt ihr den Blutdruck? Schreibt ihr euch den Tag und die Uhrzeit auf, wann ihr den Blutdruck messt? Ist es immer die gleiche Uhrzeit oder ist es euch egal, wann ihr die Messung durchführt? Wie meine Ärztin mir sagte, soll man den Blutdruck immer ungefähr zur gleichen Uhrzeit messen, weil man sonst keinen richtigen Vergleich anstellen kann.

Wie ich hörte, machen sich nun manche Patienten verrückt und messen den Blutdruck mehrmals am Tag und warten praktisch schon darauf, dass die entsprechende Zeit da ist. Mir kommt das doch sehr übertrieben vor. Diese Patienten machen sich selbst verrückt und müssen sich nicht wundern, wenn der Blutdruck erhöht ist. Kennt ihr jemanden, der das so oder ähnlich macht? Könnt ihr sagen, warum er das macht, was ihn dazu treibt? Ist es die Angst vor einer plötzlichen Erhöhung des Blutdrucks und die Angst vor einem Schlaganfall? Gerade das dauernde Überprüfen macht eine ängstliche Person dann völlig fertig. Das sollte man nicht machen.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Meine Schwiegermutter misst täglich ihren Blutdruck. Und das ohne dass es medizinisch notwendig wäre. Sie ist kerngesund und auch recht sportlich und es gab nie einen Grund, warum sie ihren Blutdruck überwachen sollte. Ich finde das auch höchst übertrieben. Es hat was von alten Leuten, die nur noch über ihre Krankheiten reden. Sie hat das aber schon mit 50 gemacht.

Mit ihr darüber geredet habe ich aber nie. Vielleicht hat sie es einfach von ihren Eltern übernommen, zu denen sie aber schon seit 20 Jahren kein Kontakt hat, die sie also auch niemals alt erlebt hat. Keine Ahnung. Manche beschwören es richtig herauf, dass sie krank werden, weil sie jeden Tag darauf warten. Ich denke auch nicht, dass diese Einstellung gesund ist.

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» Bienenkönigin » Beiträge: 9448 » Talkpoints: 19,93 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich habe zwar ein Blutdruckmessgerät zu Hause, aber das nutze ich nur sehr selten, weil bei meinem Blutdruck eine tägliche Kontrolle einfach überflüssig wäre. Aber ich kenne durch meinen Beruf einige Menschen, die täglich mehrfach ihren Blutdruck kontrollieren und die Werte genau notieren. Oft sind das die Menschen, die einen erhöhten Blutdruck haben und teilweise auch schon Medikamente dagegen einnehmen. Ihnen wurde vom Arzt geraten, regelmäßig ihren Blutdruck zu kontrollieren und das machen sie dann auch.

Ich finde aber auch, dass diese regelmäßige Kontrolle mehrmals am Tag in der Regel nicht sein muss und damit erst recht die Ängste geschürt werden, weil die Menschen sich verrückt machen. Ich denke, dass der Grund für die häufige Messung in den Ängsten liegt, dass sich der Blutdruck erhöhen könnte und dass dies eben Folgen hat. Gerade dann, wenn der Arzt auch noch zu einer regelmäßigen Messung rät, ist der Grund schnell gefunden.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Das mache ich leider seit einem Monat. Sogar mehrmals täglich, weil ich auch jetzt noch ein Antibiotikum und ein entzündungshemmendes Mittel nehme. Letzteres soll auch die Wirkung vom blutdrucksenkenden Mittel herabsetzen, sodass ich hier noch aufmerksamer beim Blutdruckmessen bin. Der erste Blutdruckwert ist bei mir super, der zweite mit dem Mittel auch. Vorher hatte ich plötzlich einen von bis zu 120, was mich zu Tode erschreckt. Aber ich glaube jetzt, dass die geschwollenen Lymphknoten an diesem Schuld sein könnten. Bei Messen fühle ich mich schon wie ein 80jähriger Mensch, bin aber erst 42. :oops:

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ein eigenes Blutdruckmessgerät habe ich noch nie besessen. Andererseits bin ich auch noch jung und hatte auch noch keine schwerwiegenden Krankheiten, die das notwendig gemacht hätten.

Allerdings habe ich mir mal von meinem Arzt ein Blutdruckmessgerät ausleihen müssen und musste damit auch einige Zeit regelmäßige Messungen durchführen. So genau weiß ich das gar nicht mehr, wie oft ich das damals machen musste, denn es ist schon so einige Jahre her. Aber ich glaube, drei Messungen pro Tag sollten es damals schon sein. Und natürlich sollte auch die Uhrzeit immer etwa identisch sein. Also einmal morgens, einmal abends, und dann mittags noch einmal nach der Schule. Es sollte gerade ermittelt werden, ob der Blutdruck über den Tag hinweg irgendwie schwankt.

Bei mir war aber übrigens nicht Bluthochdruck die Ursache, und auch nicht, dass mein Blutdruck geschwankt hätte. Nein, im Gegenteil: Ich hatte einen sehr niedrigen Blutdruck. Den habe ich bis heute noch, seit Jahren immer nur 90/45. Körperliche Ursachen konnten übrigens auch jetzt noch nicht festgestellt werden, diverse mögliche schwerere Erkrankungen definitiv ausgeschlossen werden, dabei bin ich damit schon bei verschiedenen Ärzten gewesen. Mittlerweile denke ich, wäre es wohl das Beste, sich damit nicht weiter verrückt zu machen, sondern es eben als eine Eigenart meines Körpers zu akzeptieren.

Damals, als ich den Blutdruck täglich mehrfach messen musste, habe ich mich aber übrigens auch nicht damit verrückt gemacht. Um ehrlich zu sein, habe ich die Messungen in der ersten Zeit nicht einmal so ernst genommen. Ich habe mir keinen Wecker dafür gestellt, und auch nicht andauernd auf die Uhr geschaut, sondern die Messung halt gemacht, wenn ungefähr Zeit dafür war. Erst mit der Zeit nahm ich die Sache etwas ernster und kümmerte mich auch genauer um die Messzeiten. Was aber an den Ergebnissen übrigens auch nichts änderte, in meinem individuellen Fall.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Ein plötzlich erhöhter Blutdruck oder ein absackender macht erstmals ein mehrmaliges Messen notwendig. Daran ist nichts zu ändern. Ich habe zeitweise einen erhöhten Blutdruck, obwohl ich blutdrucksenkende Medikamente schon seit Jahren nehme. Normal ist der Blutdruck bei 130 mg. Wenn er steigt, merke ich das bis 150 mg nicht. Aber darüber hinaus fällt es mir an einem erhöhten Druck im Kopf auf und ich messe den Blutdruckwert. Einmal ist er auf den Spitzenwert von 250 mg gestiegen. Das war mir zu viel und mein Kopf dröhnte.

Ich bin dann gleich ins Krankenhaus gegangen, um mich beraten zu lassen. Aber sie hielten mich gleich stationär da, weil bei der Blutdruckhöhe die Gefahr eines Schlaganfalles besteht. Wie schon vorher der Hausarzt, konnte auch im Krankenhaus keine Ursache festgestellt werden, warum der Blutdruck so ohne jeden Anlass steigt. Einmal passierte es, dass der Blutdruck absank auf 90 mg. Das war für mich schlimmer, als ein stark erhöhter Blutdruck.

Wawa666, da es für dich normal ist, einen so niedrigen Blutdruck zu haben, wird es wohl daran liegen, dass dein Blutdruck immer so niedrig war und dein Körper sich daran gewöhnt hat. Das war bei mir nicht der Fall. Aber generell habe ich gehört, dass ein niedriger Blutdruck besser sein soll, als ein zu hoher.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge


Cid hat geschrieben:Aber generell habe ich gehört, dass ein niedriger Blutdruck besser sein soll, als ein zu hoher.

Teilweise kann der Kreislauf dadurch aber auch beeinträchtigt sein. Viele Leute mit niedrigem Blutdruck leiden beispielsweise regelmäßig unter Schwindelattacken oder sogar Ohnmachtsanfällen. Das hatte ich bisher alles nicht so extrem, aber an sich kann niedriger Blutdruck auch ziemlich miese Auswirkungen haben.

Abgesehen davon können als Gründe für einen dauerhaft sehr niedrigen Blutdruck auch ernsthafte Erkrankungen vorliegen. Eine Herzschwäche wäre beispielsweise denkbar, oder sehr ausgedehnte Arterien. Bei mir wurde nichts Derartiges festgestellt, aber abklären sollte man einen dauerhaft sehr niedrigen Blutdruck schon. Bei einigen Menschen mag es einfach angeboren sein, aber in einigen Fällen kann schon eine schlimme Krankheit dahinterstecken.

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



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