Sind Magenkrebs und Gebärmutterkrebs vererbbar?

vom 29.01.2014, 11:38 Uhr

Meine Oma mütterlicher Seite, ist vor einigen Jahren an Gebärmutterkrebs verstorben. Nun hat mir meine Mutter gestern mitgeteilt, dass bei meinem Opa Magenkrebs festgestellt wurde. Nun mache ich mir natürlich Gedanken ob das vererbbar ist oder nicht? Da beide Elternteile meiner Mutter Krebs haben bzw. hatten, sehe ich das schon sehr kritisch und bin ein wenig besorgt. Sind diese Krebsarten vererbbar?

» timbo007 » Beiträge: 950 » Talkpoints: 1,27 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Der Krebs an sich ist nicht vererbbar. Aber das Risiko, selbst einmal an Krebs zu erkranken, steigt erheblich, wenn sich unter Blutsverwandten die Krebserkrankungen häufen. Ich glaube, das ist bei allen Krebsarten so. (Genau weiß ich das aber nicht.)

Einige meiner Verwandten und Vorfahren hatten im höheren Alter auch Krebserkrankungen, was ich aber jetzt nicht als so dramatisch betrachte. Salopp gesagt: An irgend etwas muss der Mensch ja sterben. Ich würde mir eher Gedanken machen, wenn schon jüngere Menschen aus meiner Verwandtschaft frühzeitig an Krebs erkrankt oder daran verstorben wären.

Wenn man weiß, welche Krebsarten bereits in der Familie auftraten, kann man zum Beispiel durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen oder eine entsprechend gesunde Lebensweise inklusive der Vermeidung zusätzlicher Risiken einiges tun, um der Entstehung von Krebs entgegenzuwirken.

In meiner Familie traten zum Beispiel gehäuft Fälle von Hautkrebs auf. Ich habe auch ziemlich helle, empfindliche Haut. Zwar werde ich braun, aber ich neige sehr zu Sonnenbrand und Sonnenallergien. Also vermeide ich es, mich ungeschützt und zu lange starker Sonnenstrahlung auszusetzen. Ins Solarium würde ich natürlich niemals gehen. Womit ich mein allgemeines Krebsrisiko eindeutig erhöhe, ist das Rauchen. Das führt ja nicht nur zu Lungen-, Zungen-, Magen- und Mundhöhlenkrebs, sondern begünstigt auch die Entwicklung aller anderen Krebsarten. Wenn man also das Risiko einer Erkrankung reduzieren will, sollte man keinesfalls rauchen. Gegenbeispiele gibt es natürlich auch. Schau dir Helmut Schmidt an! Du siehst, kein einzelner Risikofaktor bedeutet automatisch das Todesurteil.

Andere Risikofaktoren können wir aber nur sehr wenig bis gar nicht beeinflussen. Wir atmen ständig Autoabgase ein, sind von krebserregenden Kunststoffen (Kleidung, Möbel, Baumaterialien, Farben, Kosmetika, Gebrauchsgegenstände) umgeben, essen Pestizid belastete und Hormon verseuchte Lebensmittel, sind permanent irgendwelchen Strahlungen ausgesetzt und halten uns kaum noch in der freien Natur auf.

Meine Vermutung ist ja, dass die Zunahme von Krebserkrankungen in erster Linie mit den Unmengen von Plastik Müll zusammenhängt, dessen Rückstände sich ja inzwischen schon überall befinden. (im Grundwasser, im Boden, in den Körpern und Mägen von Tieren und Menschen) Schon Kleinkinder sind ja fast nur noch von Kunststoffen umgeben, trinken und essen daraus, spielen damit, tragen es auf der Haut.

Ich persönlich versuche, solche krebserregenden Materialien in meinem Umfeld zu reduzieren. Bei mir muss auch nicht alles fabrikneu, frisch gestrichen oder Oberflächen beschichtet sein. Dinge, die schon länger in Gebrauch sind, geben nämlich bekanntlich weniger Schadstoffe ab als nagelneue. Meistens sagt einem schon der Geruch, ob etwas schädliche Substanzen ausdünstet.

Aber ok. Das sind nur meine ganz persönlichen Gedanken dazu. Die Ursachen von Krebserkrankungen sind so komplex, dass da wohl eher die Kombination vieler negativer Faktoren eine Rolle spielt als einer allein. Daher musst du dir meiner Ansicht nach nicht übertrieben große Sorgen machen. Die genetische Disposition ist ja nur ein Faktor von vielen.

» ANNA67 » Beiträge: 114 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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