Klinik Behandlungsfehler nachweisen nahezu aussichtslos?

vom 21.01.2014, 21:42 Uhr

Wie ich in diesem Thread schon schrieb versterben ja jährlich rund 19.000 Klinikpatienten infolge von Behandlungsfehlern. Nun kann ich mir ja ganz gut vorstellen, dass die Angehörigen so einen Fall nicht einfach leise weinend hinnehmen und gegen die behandelnden Ärzte oder die Klinik rechtliche Schritte prüfen. Knackpunkt hierbei wird wohl sein, irgendeinen Ärztepfusch nachweisen zu können.

Dazu bräuchte man ja Gutachten anderer Ärzte die den Kollegenpfusch bestätigen. Haltet ihr so etwas für durchaus möglich oder glaubt ihr eher, dass die Ärzte wie nach einem gewissen Kodex zueinander stehen und sich nicht gegenseitig in die Pfanne hauen? Ist es von daher ein fast aussichtsloses Unterfangen einem Arzt oder einer Klinik fahrlässige Behandlungsfehler nachzuweisen?

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» schraxy » Beiträge: 1085 » Talkpoints: 52,15 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Das wird wohl auf den Arzt ankommen den man fragt, an sich halte ich es durchaus für möglich ein Gutachten eines anderen Arztes einzuholen und somit einen Behandlungsfehler nachzuweisen. Jedoch wird es etwas schwieriger werden, wenn es in der selben Klinik ist. ;)

» Kreso » Beiträge: 8 » Talkpoints: 0,70 »


Ich habe schon einige Mandanten im Rahmen des Arzthaftungsrechtes betreut und vertreten. Es ist keineswegs aussichtslos, einen Behandlungsfehler vor Gericht glaubhaft darzulegen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten unabhängigen Gutachter ihren Job gut und vernünftig machen. Das Problem ist eher, dass in vielen Fällen dann die Gegenseite ebenfalls ein Gutachten zu ihren Gunsten einholt.

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» CCB86 » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 2,88 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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