Nach Verletzungen Profi-Sportler immer schnell wieder fit

vom 05.01.2014, 13:08 Uhr

Bekommen eigentlich Profi-Sportler eine bessere Behandlung? Wenn man beispielsweise bei Fußballspielern sieht, wie schnell die bei einem Kreuzbandriss wieder auf dem Fußballplatz stehen, dann fragt man sich, ob sie überhaupt diese Verletzung hatten. Bei einem "Normalsterblichen" ist es oft so, dass man nach einem Kreuzbandriss mehrere Monate ausfällt.

Liegt es wirklich nur daran, dass ein Sportler durch trainiert ist und es besser heilt? Wenn ich mich von den gleichen Ärzten behandeln lassen würde, würde ich dann auch so schnell wieder auf den Beinen sein?

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» Ampelmännchen » Beiträge: 1310 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ampelmännchen hat geschrieben:Bei einem "Normalsterblichen" ist es oft so, dass man nach einem Kreuzbandriss mehrere Monate ausfällt.

Die meisten Profisportler fallen bei einem Kreuzbandriss doch auch ein halbes Jahr aus. so groß sind die Unterschiede nun auch nicht. Sicherlich ist die Behandlung oftmals schneller, weil Profisportler zum Teil gewisse Diagnostik wesentlich schneller bekommen und man somit zum Beispiel Kreuzbandrisse schon dank zügigem MRT kurz nach dem Unfall erkennen kann und dann auch direkt zeitnah operieren kann, wohingegen man beim Normalsterblichen durch etwas verzögerte Diagnostik manchmal erst nach einigen Wochen operiert, wenn das Knie wieder einigermaßen beweglich ist.

Dazu kommt aber auch, dass Sportler oftmals durch ihren Trainingszustand einige Verletzung wesentlich besser kompensieren können. So können viele Bandverletzungen durch den besseren Muskelzustand schneller funktionell behandelt werden, weil der Muskelmantel eine bessere Stabilität bietet als beim Durchschnittsbürger.

Ich denke schon, dass es gewisse Verletzungen gibt, die man mit gleichem Therapiestandard auch beim Normalsterblichen etwas schneller behandeln könnte, aber dazu bräuchte man dann auch ähnliche körperliche Vorraussetzungen. Zudem darf man ja auch nicht vergessen, dass Sportler und Vereine ja auch viel Geld für die gesundheitliche Betreuung ausgeben und da nicht bloß 150-300 Euro Krankenkassenbeitrag pro Monat abführen. Da darf man dann sicherlich auch eine etwas zügigere Versorgung erwarten.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Es mag auch zum Teil daran liegen, dass ein Sportler besser durchtrainiert ist, als ein Nichtsportler. Aber in der Hauptsache liegt es an den Vertragsärzten des Fußballclubs, die sofort zur Stelle sind. Sie werden hier großzügig von den Clubs bezahlt und sind deshalb auch bereit, sofort mit den Möglichkeiten einer schnellen Heilung zu beginnen. Es ist so wie bei Privatpatienten, die sofort einen Termin beim Facharzt bekommen, während andere sich wochenlang gedulden müssen. Manchmal wirst du vor Terminabgabe ja auch gefragt, ob du Privatpatient bist. Für mich ist das diskriminierend.

Wenn du dich also von den gleichen Ärzten behandeln lassen wolltest, ginge das wahrscheinlich nicht, weil die nur für den Verein und Sportler zuständig sind. Aber nehmen wir an, du hättest einen ebenfalls guten und vergleichbaren Arzt, der dich behandeln könnte. Ja, ich habe mit Absicht könnte gesagt, dann müsstest du erst einmal soviel Geld bezahlen, wie er bei Fußballern auch bekäme. Und vielleicht noch einen Bonus obendrauf, damit er dich überhaupt behandeln würde. Leider sieht es so aus. Was Klehmchen nur vorsichtig hat anklingen lassen mit dem Krankenkassenbeitrag, ist leider die Wirklichkeit.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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