Warum gibt es bei Psychologen keine Angestellten?
Ich war die letzten Wochen auf der Suche nach einem Psychologen, leider ohne Erfolg. Dabei habe ich allerdings festgestellt, dass bei allem wo ich war bzw. angerufen hatte, keine Angestellten waren. Nur der Psychologe, der ein oder 2-mal die Woche in einer bestimmten Uhrzeit Termine aufgenommen hatte und das wars.
Irgendwie irritiert mich dies, da ich eigentlich immer davon ausgegangen bin, das alle Ärzte Angestellte haben. Egal ob Zahnarzt, Hausarzt oder HNO Ärzte, alle hatten Angestellte, die für sie bestimmte Sachen erledigt haben. Nur halt Psychologen irgendwie nicht.
Weiß jemand von euch warum dies so ist? Kennt ihr noch andere Ärzte, die ohne Angestellte arbeiten, oder sind die Psychologen die einzigen? Wart ihr schon mal bei einem Psychologen? Hatte dieser eine Angestellte, oder auch nicht?
Ich war nach der Scheidung meiner Eltern genau zweimal bei einem Kinderpsychologen, und der hatte definitiv Angestellte. Ebenso musste ich im Rahmen der Sorgerechtsstreitigkeiten meiner Eltern einmal zu einem amtlichen Psychologen zu einem einzelnen Gespräch, der wohl herausfinden wollte, ob ich nicht einen Knacks weg hätte und zu welchem der Elternteile ich besser ziehen sollte. Mir war die Situation eher suspekt und einige der Methoden, die dort angewendet wurden, finde ich bis heute eher fragwürdig, aber das wäre ein anderes Thema.
Meine Erinnerung daran ist jedenfalls noch gut ausgeprägt, und ich weiß definitiv noch, dass die Psychologen auch Angestellte hatten, die beispielsweise Termine annahmen. Dass Psychologen generell keine Angestellten hätten und Termine nur zeitlich sehr eingeschränkt und persönlich aufnähmen, kann ich somit nicht bestätigen. Vielleicht gibt es eine Tendenz, das weiß ich nicht, da ich eben noch nicht sonderlich viele psychologische Praxen gesucht habe, aber das generelle Ausschließen des Vorhandenseins von Personal würde ich jedenfalls nicht bestätigen können.
Der Psychologe meines Sohnes hatte Angestellte. Die Aussage stimmt also so nicht.Es war allerdings eine Gemeinschaftspraxis mit mehreren Psychologen. Ich habe aber auch mit Psychologen telefoniert, die alleine waren. Wenn man alleine als Psychologe arbeitet, braucht man wahrscheinlich keine Angestellten, weil sich die Zahl der Patienten in Grenzen hält. Die Sitzungen dauern ja ein bisschen länger als beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Außerdem sitzen kaum mehrere Patienten im Wartezimmer, weil der Arzt sich ja nach einer Sitzung wahrscheinlich erst einmal eine Zeit lang regenerieren muss und Notizen macht.
Ich kenne keinen Psychologen, der keine Angestellten hat. Durch meine beiden Scheidungen war ich auch bei Psychologen in verschiedenen Städten, weil ich umgezogen bin und da hatten die Psychologen alle auch An gestellte, die Termine machten, die Karteikarten heraus suchten und andere schriftlichen Dinge machten.
Du verallgemeinerst das sehr und ich denke, dass es bei dir eher die Ausnahme war. Vielleicht war auch ein Angestellter und nicht der Psychologe selber am Telefon. Es gibt auch männliche Angestellte. Und wenn du vorbei gegangen bist war es vielleicht gerade da, als die Praxis auf machte und noch keine Angestellten da waren. Ich jedenfalls habe das noch nie erlebt.
Also in meinen Heimatort haben auch die Psychologen in ihren Praxen Angestellte. Diese sind natürlich nicht immer für den betreffenden Patienten sofort ersichtlich. Man denkt dann vielleicht sogar, dass die Praxis keine Angestellten hat. Selbst bei einigen Telefonaten ist auch dann der Psychologe am Telefon. Bei speziellen Anliegen kann er auch sofort dem Patienten eine konkrete und passende Auskunft erteilen.
Lediglich bei der sogenannten Büroarbeit kommen dann die Angestellten zum Einsatz. Diese Arbeit ist ja leider sehr zeitintensiv und kostet dem Psychologen wertvolle Arbeitszeit. Diese so verlorene Zeit kann er dann besser durch die Behandlung von Patienten nutzen.
Das liegt daran, das die Psychologen ja meist in Gesprächstherapien sitzen, die circa eine Stunde dauern, davon machen sie dann circa vier bis sechs am Tag, und zwischendurch oder danach die Abrechnung, die nicht sehr aufwendig ist bei so wenig Patienten. Was sollte eine Angestellte da machen, das würde sich überhaupt nicht rechnen. Ich kenne es bei Psychologen meistens so, das man ihnen auf den Anrufbeantworter spricht, und sie dann jemanden für die Terminvereinbarung zurück rufen.
Ich habe bisher keinen Psychologen erlebt, der nicht mindestens eine Praxishilfe hat. Aber ich suche nicht nur Psychologen auf, die sich nur auf Gesprächstherapien spezialisiert haben. Oder es arbeitet zumindest eine Teilzeitkraft dort, die sich um die Abrechnung kümmert, im seltensten Fall macht das der Psychologe selbst.
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