Wie findet ihr Gemeinschaftspraxen, mit mehreren Ärzten?

vom 22.11.2013, 21:12 Uhr

Mein Hausarzt ist damals in Rente gegangen und ich musste mir einen neuen Hausarzt suchen, welches ich dann auch getan habe. Nun ist dieser aber in einer größere Praxis umgezogen und hat sich mit anderen Hausärzten zusammengeschlossen. Das heißt, wenn ich nun hinkomme, weiß ich im Vorfeld gar nicht zu welchem Arzt ich komme und das finde ich irgendwie blöd, da man hier nicht wirklich ein Vertrauen zu seinem eigentlichen Hausarzt aufbauen kann.

Habt ihr einen Hausarzt, oder auch mehrere in einer Gemeinschaftspraxis? Wie findet ihr dies? Würdet ihr euch wohlfühlen, oder stört es euch gar nicht, solange die Behandlung in Ordnung ist?

Benutzeravatar

» alkalie1 » Beiträge: 5526 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich habe einen Hausarzt, der in einer Gemeinschaftspraxis mit einer weiteren Ärztin zusammen praktiziert. Wenn ich ohne einen Termin in die Praxis komme, dann kann es schon mal sein, dass ich zu der Ärztin komme, was ich eigentlich nicht so toll finde. Aber wenn ich einen Termin mache, dann kann ich auch bestimmen, zu welchem Arzt ich möchte. Das ist mir auch wichtig, weil ich zu einem Arzt ein Vertrauensverhältnis brauche, was sich sicher nicht einstellt, wenn ich immer zu unterschiedlichen Ärzten in einer Praxis müsste. So eine Praxis, wo man immer an einen anderen Arzt geraten könnte, wäre also nichts für mich.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Solange die Ärzte sich damit Kosten teilen können und die Qualität der Behandlungen nicht nachlässt und man auch noch genug Platz zum Atmen in der Praxis hat, finde ich es eigentlich eine gute Idee, wenn sich Ärzte zusammen schließen und eine Gemeinschaftspraxis eröffnen.

Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel ist unser Kinderarzt inzwischen zusammen mit einem weiteren Kinderarzt in der Praxis. Zudem befindet sich dort auch noch ein Allgemeinarzt. Der Allgemeinarzt befindet sich auf der linken Seite der Praxis, die Kinderärzte auf der rechten. Sie teilen sich eine Anmeldung, ansonsten bekommt man relativ wenig mit. Jeder Warteraum ist getrennt und die Behandlungszimmer liegen eben auch auf unterschiedlichen Seiten. Zudem hat der Hausarzt andere Sprechzeiten und so kann man sich die Praxis ganz gut untereinander aufteilen.

Benutzeravatar

» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Mein Hausarzt hat eine Praxis allein, aber mein damaliger Kieferorthopäde hatte eine Gemeinschaftspraxis mit wohl 2 oder 3 anderen Kieferorthopäden zusammen. Ehrlich gesagt habe ich von den anderen nie viel mitbekommen. Ich hatte immer einen Termin zu dem ich dann erschienen bin, habe mich normal angemeldet und wurde dann eben auch immer in das gleiche Zimmer gerufen. Das hätte auch eine normale Praxis sein können. Ich habe da auch nie einen anderen Arzt gesehen, muss ich sagen.

Und übermäßig voll war es da auch nie. Im Gegenteil. Die scheinen das so gut zu koordiniert haben, dass das wirklich jeder einen Termin hatte und so war ich nie mit mehr als 3 Patienten im Warteraum. Der war insgesamt auch sehr großzügig (für ungefähr 20 Patienten schätze ich).

Ich finde das auch gut, wenn sich Ärzte die Arzthelferinnen und die Räumlichkeiten teilen können. Für einen Arzt allein wäre das auch viel zu viel Platz gewesen. Allein kann man sich aber eben nicht so etwas großes leisten. Und da die Ärzte ja nicht viel miteinander zu tun haben, hat man sicherlich auch nicht so viele Abstriche zu machen.

Benutzeravatar

» winny2311 » Beiträge: 15159 » Talkpoints: 4,91 » Auszeichnung für 15000 Beiträge



Mein aktueller Hausarzt arbeitet auch in einer Gemeinschaftspraxis, und mich stört das eigentlich gar nicht. Wie meine Vorredner schon geschrieben haben: Wenn ich zu einem bestimmten Arzt aus der Gemeinschaftspraxis gehen möchte, mache ich einen Termin aus, falls ich ohne Termin komme, nimmt mich eben der Kollege dran, der gerade Zeit hat. Da ich glücklicherweise keine chronischen oder bedenklichen Krankheiten oder Beschwerden habe, ist es mir eigentlich auch egal, welcher der anwesenden Ärzte mir meinen Hustensaft verschreibt oder eine Krankschreibung wegen Erkältung ausstellt. Die Damen am Empfang sind auch sehr nett und kompetent, sodass ich mich dort gut aufgehoben fühle.

Bei der Gemeinschaftspraxis, die ich in Anspruch nehme, sind zudem die Sprechzeiten der Ärzte gestaffelt, sodass von früh morgens bis in die Abendstunden hinein eigentlich immer jemand zur Verfügung steht. Diesen Service kann ein einzelner Arzt gar nicht bieten, weil er oder sie sonst 12 Stunden und mehr in der Praxis sitzen würde.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Beide der Ärzte, zu denen ich regelmäßig gehe, sitzen in Gemeinschaftspraxen und ich finde das auch sehr gut so. Mein Hausarzt ist ein Allgemeinmediziner, der zusammen mit seiner Frau eine Praxis hat. Diese ist Internistin. Als es damals darum ging, meine Schilddrüse zu untersuchen, konnte ich einfach von meinem Arzt zu seiner Frau ins Zimmer nebenan gehen zum Ultraschall. Das war schon praktisch. Auch von Vorteil ist, dass die beiden abwechselnd zu Fortbildungen gehen, so dass -außer im Urlaub- dann auch immer jemand da ist, zu dem man gehen kann.

Auch der zweite Arzt sitzt in einer Gemeinschaftspraxis, zusammen mit zwei Ärztinnen. Da die in keinem familiären Zusammenhang stehen, vertreten die sich gegenseitig, so dass man als Patient keine große Lauferei zwischen Vertretungsärzten hat. Des Weiteren ergänzen sich ihre Fachbereiche, so dass man dort auch sehr gut aufgehoben ist.

Ich habe übrigens bei keinem der beiden ein Problem, zu "meinem" Arzt zu kommen, sofern er im Haus ist. Auch wenn man ohne Termin kommt, wissen die Sprechstundenhilfen ganz genau, zu wem man sonst immer geht und schreiben einen dann auch bei diesem Arzt auf die Liste. Nur, wenn der Stammarzt gar keine Zeit hat, fragen sie, ob man auch mit der Behandlung durch den Kollegen einverstanden ist.

Benutzeravatar

» CCB86 » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 2,88 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ein richtiges Vertrauensverhältnis baue ich zu meinen Ärzten eigentlich ohnehin nicht auf, da ich nur hingehe, wenn es wirklich unbedingt sein muss. Insofern wäre es mir egal, ob ich immer beim selben Arzt bin oder ob das abwechseln würde. Die Allgemeinärzte, die mir bekannt sind, haben aber alle Einzelpraxen. Nur die Kinderärzte von meinem Sohn sind in einer Gemeinschaftspraxis. Bei Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen kann man sich normalerweise aussuchen, zu welchem man möchte, und es ist schon so, dass ich einen bevorzuge. Wenn man wegen Krankheit kurzfristig einen Termin hat, kommt aber einfach der, der gerade Zeit hat.

Benutzeravatar

» Jessy_86 » Beiträge: 5456 » Talkpoints: 0,18 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^