Der Zusammenhang zwischen der Psyche und den Schmerzen

vom 24.01.2010, 17:39 Uhr

Man kann in der Praxis hierbei zwei verschiedene Verhaltensmuster in Bezug auf vorhandene Schmerzen beobachten. Die eine Gruppe leidet unter Schmerzen und denkt nicht ständig oder gar nicht daran. Sie fühlen sich daher ziemlich wohl, trotz der ständigen Schmerzen die auch durch eine Krankheit teilweise bedingt sind. Ihre Tagesablauf wird dadurch in keinster Weise gestört und sie können alles selbst erledigen.

Die andere Gruppe beschäftigt sich mit den Schmerzen und spüren diese dann auch stärker als die andere Gruppe. Sie fühlen sich unwohl und benötigen dann auch ihre Ruhe. Man merkt bei diesen Personen sofort, dass irgend etwas nicht stimmen kann. Allerdings reden sie auch über ihre Schmerzen und die dazu gehörigen Missempfindungen. Aber sie leiden mehr als andere. Kann das solche seelischen Auswirkungen haben nur weil sie daran denken? Wie weit spielt hier die Psyche eine dominierende Rolle?

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» karlchen66 » Beiträge: 3563 » Talkpoints: 51,03 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Ich denke das die Psyche hier sehr viel mit spielt. Ich meine ich habe auch oft Rückenschmerzen aber das ist halt so und nicht wirklich der Rede wert. Ich lebe mein Leben weiter wie bisher. Und ich rede auch nicht ständig drüber.

Meine Schwiegermutter hat auch Rückenschmerzen. Den ganzen lieben langen Tag erzählt sie welche Schmerzen sie hat, das sie sich kaum rühren kann, das sie keine Arbeit verrichten kann und so weiter. Und man sieht es ihr auch an das es ihr so geht. Das komische dran ist das kein Arzt irgendetwas finden kann. So wie bei allen anderen Krankheiten bei ihr auch. Sie redet sich die meisten Dinge nur ein und hat dann aber auch die Schmerzen die eigendlich gar nicht da sein dürften.

Auf die gleiche Weise erklärt sich für mich auch der Phantomschmerz nach einer Amputation. Die Leute haben dort Schmerzen wo es gar nicht mehr sein kann. Aber sie denken das da der Fuß ist und deshalb tut der Fuß auch weh. Die Psyche kann einem da ein ganz schönes Schnippchen schlagen.

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Gerade nach Operationen habe ich diese Tatsache selbst bei einigen Leuten vermehrt beobachtet. Sie sind in der ersten Zeit nach einem Eingriff leider noch erheblich eingeschränkt und schon beginnt diese Phase. Dann denken sie sie können viel weniger als vorher und fühlen sich erheblich schlechter.

Im Bekanntenkreis half beispielsweise nicht einmal eine Physiotherapie, im Gegenteil selbst das ganz normale Gehen wurde fast unmöglich. Aber der behandelnde Arzt konnte sich es nicht so richtig erklären, denn es müsste aus medizinischer Sicht auf jeden Fall möglich sein. Erst viele Wochen später konnte man dann die ersten leichten Erfolge sehen. Die gesamte Nachbehandlung ist leider immer noch nicht abgeschlossen.

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» karlchen66 » Beiträge: 3563 » Talkpoints: 51,03 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Es ist immer eine Sache der Psyche. Wenn man sich immer wieder vor Augen führt, dass man Schmerzen hat, hat man sie eben auch schlimmer. Wenn man aber von der Psyche her stark damit umgehen kann, wird man auch weniger Probleme im Alltag damit haben. Dass ist eine Sache, die viele Menschen nicht verstehen wollen und die dann lieber umher jammern, weil sie psychische Probleme haben.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



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