Spinnen selbst einquartieren, damit sie Mücken vertilgen?
Auf Zdf Info sehe ich gerade eine Dokumentation, die von Mücken und Tigermücken handeln, die auch bei uns gefährliche Krankheiten übertragen können. Dabei spielt man mit dem Gedanken, eine gewisse größere Spinnenart in Häuser einzuquartieren, damit diese dann die weiblichen Moskitos beim Rasten verspeisen können. Überall, wo diese Spinnen sind, ist die Moskitopopulation viel kleiner und die Leute haben ein geringeres Risiko, gestochen zu werden.
Würdet Ihr Euch solche Spinnen freiwillig ins Haus holen, um von Malaria und anderen Tropenkrankheiten verschont zu bleiben? Wenn es bei uns wärmer wird, werden Brutgebiete an Rhein wieder akut und würdet Ihr diese Spinnen dann gerne als Helfer sehen?
Was mich an Spinnen im Haus stört, ist, dass sie plötzlich auftauchen und an unerwarteten Orten und immer mehr werden. Außerdem sind ihre Netze störend, die an den unmöglichsten Orten auftauchen, wo ich langgehen will. Wenn es also einen festen Platz gibt, an dem die Spinne gut aufgehoben ist, würde ich sie durchaus akzeptieren. Dann kann man das einplanen. Dann haben sie einfach ihr Zuhause in meinem. Solange sie nicht rumwandern und mir nachts in den Mund krabbeln, ist das in Ordnung. Und sie dürfen nicht wirklich groß sein. Also eine Vogelspinne würde ich nicht ertragen können.
Für mich gibt es nichts schlimmeres als Spinnen.
Deshalb würde ich mir niemals freiwillig welche ins Haus holen, da würde ich eher mit lästigen Mücken vorlieb nehmen. Vielleicht würde ich es anders sehen, wenn ich auch mit Moskitos, oder ähnlichem zu tun hätte, aber die Vorstellung von Spinnen, die scheinbar auch noch größer sind, ist wirklich das schlimmste für mich.
Ich finde Spinnen toll und würde nie eine Spinne in meiner Wohnung aufsaugen oder ihr sonst etwas tun. Ich weiß nicht, ob ich dadurch weniger Mücken habe als jemand, der Spinnen nicht mag und sie aus der Wohnung verbannt. Aber ich kann es mir schon vorstellen, weil ich selten mal einen Mückenstich habe. Darum wäre es für mich auf jeden Fall vorstellbar, Spinnen bei mir einzuquartieren, damit ich nicht von Mücken gestochen werde.
Nun ja, von irgendwelchen Mücken, die akut Krankheiten übertragen, habe ich hier in Deutschland eigentlich noch nichts gehört, und ich wüsste auch nicht, dass irgendjemand den ich kenne, jemals von irgendeiner Mücke infiziert worden wäre. Für mich wäre dieses Vorhaben, wie wohl für den größten Teil der Menschheit, absolut nichts. Ich würde nicht einfach wahllos Spinnen bei mir daheim aussetzen, nur in der Hoffnung, dass diese sich dann irgendwelche Mücken und andere Krabbeltierchen schnappen.
Insekten kommen bei uns im Haus eigentlich eh eher sehr selten und nur in geringer Anzahl vor, da eigentlich alles gut isoliert ist und jedes Fenster, dass wir in der Regel öffnen, mit einem Moskitonetz versehen ist. Ich habe jetzt zwar auch keine furchtbare Spinnenphobie, im Haus möchte ich aber dennoch keine haben - Nicht, weil es Spinnen sind, sondern weil ich Krabbeltiere generell nicht im Haus halten möchte. Für mich gibt es da denke ich auch andere Möglichkeiten, Mücken los zu werden.
Also bevor ich Malaria bekomme, lasse ich lieber die Spinnen in meiner Wohnung herumwandern. Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich Angst vor Spinnen habe, aber es auch kein schöner Anblick wäre, wenn auf jeder Wand mehrere Spinnen unterwegs wären. Im Schlafzimmer hätte ich in der Nacht sicher Angst, nachts einmal Spinnenbeine auf meinen Lippen zu spüren. Dies würde ich nur dulden, wenn bei uns auch die Malaria heimisch würde und ich einen natürlichen Feind für die Moskitos bräuchte. ![]()
Generell finde ich die Idee schon nicht schlecht und schließe mich der Bienenkönigin weitestgehend an. Ich habe auch zwei Spinnen, die hier in meiner Wohnung leben. Die eine wohnt hinter dem Kühlschrank, die andere neben einem Bücherregal in einer Ecke. Die beiden dürfen hier wohnen, weil sie einfach immer brav in ihren Ecken bleiben und nicht durch die ganze Wohnung laufen. So freilaufende Spinnen würden mich extrem nerven und ich hätte ein echtes Problem damit, wenn sie in der Nähe meines Bettes rumkrabbeln würden. Für mich dürfte die Spinne gerne etwas größer sein. Ich finde eher so ganz kleine Spinnen unheimlich.
Allerdings frage ich mich, warum es eine spezielle Spinnenart sein soll? Frisst nicht jede Spinne Fliegen und Mücken und so Viecher? Prinzipiell könnte man doch irgendeine Spinne in einer ausgewählten Ecke platzieren und dort ebenfalls etwas für Mücken anziehendes wie ein kleines Licht und einen bestimmten Duft dort installieren, damit die Mücken zur Spinne fliegen und die Spinne nicht umherwandern muss.
Also wenn die Malaria hier heimisch werden würde, müsste man es halt machen wie in Afrika, nämlich unter einem Moskitonetz schlafen und nach Einbruch der Dunkelheit die Fenster geschlossen halten, da Malaria-übertragende Mücken nachtaktiv sind. Es gibt auch tagaktive Mücken, die übertragen in der Regel andere unschöne Krankheiten.
Aber von solchen Ausmaßen sind wir in Deutschland zum Glück noch weit entfernt. Wenn ich überlege, wie viele Mückenstiche ich diesen Sommer hatte.
Mal angenommen, ich hole mir diese Spinnen ins Haus, dann ist das noch lange keine Garantie, dass die Mücke mich nicht sticht, bevor sie der Spinne zum Opfer fällt. Zusätzlich schützen müsste man sich also sowieso. Ich habe keine Angst vor Spinnen, fände es aber nicht so toll, die ganze Wohnung voller Spinnennetze zu haben. Wobei ja gar nicht alle Spinnen Netze bauen, vielleicht tut diese bestimmte Art es ja nicht. Außerdem vermehren Spinnen sich doch auch. Am Ende hat man zwar keine Mückenplage, aber dafür eine Spinnenplage. In jedem Zimmer mehre Spinnen sitzen zu haben, wäre mir echt zu viel, da muss man wirklich Angst haben, dass sie zum unfreiwilligen Mitternachtssnack werden.
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