Einnahme von Eisentabletten und deren Nebenwirkungen
Eine Bekannte von mir ist oft müde und war deswegen auch schon beim Arzt. Der Bluttest hat ergeben, dass sie leichten Eisenmangel hat. Sie hat auch ein Rezept bekommen. Aber die Tabletten noch nicht in der Apotheke abgeholt. Sie ist immer sehr skeptisch was die Tabletteneinnahme angeht. Denn sie hat gehört, dass die Nebenwirkungen gerade was die Verdauung angeht nicht gerade angenehm sein sollen und fragt sich, ob sie sich die Rezeptgebühr lieber sparen sollte. Denn mit Ernährung kann man ja auch viel machen.
Nun würde sie gerne wissen, wie das ist, wenn man Eisentabletten einnimmt und wie die Nebenwirkungen da in der Regel sind. Habt ihr schon Eisentabletten genommen? Hattet ihr Nebenwirkungen?
Ich habe auch schon Eisentabletten einnehmen müssen. Die Einnahme ging über ca. 6 Wochen und in der Zeit habe ich oft unter Verstopfung gelitten. Mit ein wenig ballaststoffreicher Ernährung und viel Trinken habe ich das so einigermaßen in den Griff bekommen. Allerdings war ich froh als ich die Einnahme beenden konnte.
Meine Eisenwerte haben sich aber gebessert und die Müdigkeit war danach wie weggeblasen. Nun achte ich mehr auf meine Ernährung, damit die Eisenwerte stabil bleiben. Denn ich bin froh, das ich die Eisentabletten nicht mehr einnehmen muss. Die Verdauungsprobleme haben sich nach der Absetzung schnell wieder gegeben.
Meine Schwägerin verträgt die Eisentabletten gar nicht, sie bekommt immer Magenprobleme und verzichtet daher auch meist auf die Einnahme. Bei ihr war der Eisenmangel durch die Schwangerschaft aufgetreten, mittlerweile hat sie das im Griff und achtet auf eine gesunde Ernährung mit eisenhaltigen Lebensmitteln.
Es ist leider so, dass eine Verstopfung eine recht häufige Nebenwirkung bei der Einnahme von Eisenpräparaten ist. Ich habe noch keine Eisentabletten genommen, aber es gibt schon einige Kunden in der Apotheke, die von solchen Nebenwirkungen berichten. Außerdem muss man bei der Einnahme schon einiges beachten. So sollte man Eisenpräparate nicht mit Kaffee oder schwarzem Tee einnehmen, weil die Gerbstoffe mit dem Eisen eine Verbindung eingehen.
Außerdem sollte man Eisen immer mit Abstand zum Essen einnehmen, weil sonst auch mit Nahrungsmitteln unlösliche Komplexe gebildet werden können und das Eisen dann nicht zur Wirkung kommt. Wenn deine Bekannte nur einen ganz leichten Eisenmangel hat, kann sie natürlich auch versuchen, den Mangel durch entsprechende Ernährung zu beheben. Allerdings dauert das natürlich länger, als wenn sie die Tabletten nehmen würde.
Ich habe in meiner Jugend schon einmal Eisentabletten nehmen müssen und ziemliche Verstopfung davon bekommen. Ich habe es dann gelassen. Die Nebenwirkungen stehen auf der Packungsbeilage oder sind im Internet nachzuschauen. Man muss dann individuell für sich entscheiden, ob die Nebenwirkungen, die auftreten können oder immer auftreten, unangenehmer sind als die Beschwerden, die man hat.
Wenn der Eisenmangel nur leicht ist, würde ich versuchen, diesen zu beheben, indem ich beispielsweise mehr rotes Fleisch esse oder andere Lebensmittel, die viel Eisen enthalten. Der Arzt müsste ihr eigentlich eine Liste von solchen Lebensmitteln geben können.
Ja, es ist richtig, das eine Eisentabletteneinnahme oftmals zur Verstopfung führen kann. Tiefbrauner bis schwarzer Stuhl ist bei dauerhafter Einnahme normal. Außerdem kann man einen leichten metallischen Geschmack bekommen. Aber man kann auch viel mit Ernährung machen. Viel Eisen enthält zum Beispiel: Leber, Blutwurst, Puten- und Rindfleisch, Linsen, Spinat, Erbsen, Aprikosen, Weizenkleie, Kardamon, Petersilie,...
Ich würde wirklich erstmal versuchen meine Ernährung umzustellen.
Ich habe zwar noch nie Eisentabletten einnehmen müssen, aber habe bisher viel zu hören bekommen, dass Verstopfung und pechschwarzer Stuhl zu den häufigen Nebenwirkungen gehören. Man sagt zwar, dass Eisen nach den Mahlzeiten separat aufgenommen werden sollte, kann aber bei Patienten mit einem empfindlichen Magen auch zusammen mit den Mahlzeiten aufgenommen werden, dementsprechend sollte mit dem Arzt eine Dosisanpassung erfolgen.
Es ist darüber hinaus auch korrekt, dass Eisen mit bestimmen Lebensmitteln nicht zusammen eingenommen werden sollte, weil es entweder Komplexe bildet oder aber zu einer verminderten Resorption führt. Schwarzer Tee beispielsweise hemmt den natürlichen Aufnahmeprozess von Eisen aus der Nahrung, während Vitamin C die Eisenaufnahme begünstigt. Übrigens sollten Eisenpräparate nicht zusammen mit Tetrazyklinen (Antibiotikum), Antazida und Colestyramin (Gallensäurebinder) eingenommen werden, weil sie zu gegenseitigen Resorptionsstörungen führen.
Wichtiger als die Eisensubstitution allerdings wäre es gut zu wissen, woher die Eisenmangelanämie kommt. Gerade bei unklarer Genese kann es mal vorkommen, dass man eine Magen-Darm-Blutung gehabt hat, die äußerlich nicht sichtbar war und von der man selbst auch wenig mitbekommen hat. Ursachenklärung ist daher sehr wichtig und sollte nach vernachlässigt werden.
Ich kenne Eisentabletten natürlich auch aus der Apotheke. Als Nebenwirkungen treten häufig, wie hier schon erwähnt wurde, Verstopfungen auf und Magenprobleme. Die Magenprobleme kann man ein wenig in den Griff bekommen, wenn man die Eisentabletten nach dem Essen einnimmt. Ansonsten sollten sie etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Essen eingenommen werden, da auch das Essen Verbindungen damit eingehen kann, so dass sie nicht mehr richtig wirken können.
Von Vorteil für die Wirkung ist es, wenn man die Eisentabletten zusammen mit Orangensaft oder etwas anderem Vitamin C reichen einnimmt, da Vitamin C die Aufnahme von Eisen fördert. Schwarzer Tee und Kaffee hingegen sollten bei der Einnahme von Eisentabletten gemieden werden.
Nettie hat geschrieben:[...]Von Vorteil für die Wirkung ist es, wenn man die Eisentabletten zusammen mit Orangensaft oder etwas anderem Vitamin C reichen einnimmt, da Vitamin C die Aufnahme von Eisen fördert. Schwarzer Tee und Kaffee hingegen sollten bei der Einnahme von Eisentabletten gemieden werden.
Vitamin C kann bei normaler Ernährung bzw. die Eisenaufnahme über die normale Ernährung fördern, indem es als Reduktionsmittel fungiert, aber bei Eisentabletten wüsste ich jetzt nicht, dass sie in dreiwertiger Form gegeben werden. Soweit ich weiß, sind die Eisentabletten schon in zweiwertiger Form, sodass das Eisen sofort im Darm resorbiert werden kann, ohne, dass es reduziert werden muss. Resorbiert werden kann nämlich nur das zweiwertige Eisen, dreiwertiges Eisen würde im Darm erstmal mit Hilfe von Reduktionsmittel (u.a. eben Vitamin C) in zweiwertiges Eisen umgewandelt (=reduziert) werden, ehe es aufgenommen werden kann.
Wie Kaffee und schwarzer Tee mit dem zweiwertigen Eisen interagieren, weiß ich nicht, habe aber auch mehrfach gelesen, dass beide die Eisenresorption hemmen. Diese würde ich dann auch möglichst zur Einnahme vermeiden. Es ist nämlich so, dass ohnehin nur 10-20% des Eisens im Darm resorbiert wird, insofern sollte man möglichst auf alle Hemmer verzichten, Reduktionsmittel jedoch hätten meines Wissens nach keine Konsequenzen, weder positive noch negative.
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