Wer zahlt eine Zahnspange bei einem Erwachsenen?
Ein guter Freund hat mir heute erzählt, dass er starke Probleme mit seinen Zähnen hat. Er hat das Gefühl, dass diese sich mittlerweile täglich verschieben und hat wohl schon Angst, dass ihm bald ein Zahn heraus fällt. Er sagt, die Mundhygiene würde schon darunter leiden, weil er nicht mehr richtig überall mit der Zahnbürste dran kommt.
Nun haben wir darüber gerätselt, was er tun soll. Ich habe ihm dringend geraten, sich eine Zahnspange einsetzen zu lassen. Er ist aber der Meinung, dass dies nicht ginge weil er die Zahnspange selber bezahlen muss und so etwas wohl mehrere tausend Euro kosten soll. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass das wirklich der Fall ist. Immerhin handelt es sich doch um kein kosmetisches sondern um ein gesundheitliches Problem. Ist es da wirklich so, dass die Krankenkasse die Zahlung verweigert? Weiß da jemand etwas drüber?
Das kann man so per Ferndiagnose nie genau sagen. Generell ist es eigentlich schon so, dass Erwachsene sich die Zahnspange selbst bezahlen müssen und dies kostet je nach Modell (vorne oder an den Zahnhinterseiten) nun mal leider mehrere Tausend Euro. Aber um genau festzustellen, ob es sich hierbei wirklich um ein gesundheitliches oder ästhetisches Problem handelt, muss auf jeden Fall ein Kieferorthopäde her, der sich das Ganze ansieht und beurteilt. Ich würde gegebenenfalls auch mehrere Ärzte zu Rate ziehen.
Als ich meine Zahnspange losgeworden bin, hat auch meine Mutter sich überlegt, eine machen zu lassen und auch bei ihr war es im Grunde eher deswegen, weil sie einige Zahnzwischenräume nicht reinigen konnte, ein gesundheitliches Problem also. Der erste Kieferorthopäde, bei dem wir waren, meinte jedoch, dass das kein gesundheitliches Problem wäre und meine Mutter die Spange alleine zahlen müsste. Er behauptete außerdem, es würden mindestens drei Zähne gezogen werden. Meine Mutter war damals keineswegs davon begeistert und wollte schon aufgeben, ließ sich dann aber noch überreden einen weiteren Kieferorthopäden zu besuchen.
Der zweite Arzt hingegen schien tatsächlich ein gesundheitliches Problem zu sehen heute hat meine Mutter eine Zahnspange, die zum Teil von der Krankenkasse bezahlt wird und den Rest zahlt sie selbst. Zähne mussten auch nicht gezogen werden und nach nun gerade mal einem Jahr, sieht man schon deutliche Ergebnisse. Ich denke, dass es daher wirklich ratsam ist, sich erstmal von mehreren Ärzten untersuchen zu lassen und sich mehrere Meinungen anzuhören, denn es passiert wirklich nicht selten, dass sich bei einem Arzt eine bessere Möglichkeit ergibt, als bei einem anderen und man dann schließlich doch noch die Möglichkeit erhält, weniger Kosten tragen zu müssen.
Zuerst einmal würde ich versuchen den Grund zu finden, wieso die Zähne deines Freundes immer schiefer werden. Es ist ja nicht so, dass man das als "normal" bezeichnen könnte; Zähne verschieben sich nicht einfach so ohne Grund.
Ich kann zwar nichts sicher behaupten, aber das klingt ganz so, als ob ihm die Weisheitszähne wachsen. Vermutlich wird er sie nicht sehen. Weisheitszähne kommen selten zum Vorschein und wachsen unter der Oberfläche. Das fiese daran ist (so war es bei mir), dass sie häufig zur Mitte wachsen. Das heißt sie Verschieben alle Zähne Richtung Mitte. Je nach Größe und Stärke der Weisheitszähne können sie ziemlich viel kaputt machen im Gebiss.
Also wäre es erst mal ratsam, den Zahnarzt zu bitten, ihn nach Weisheitszähnen zu überprüfen. Findet der Zahnarzt nichts, so muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden, diese kann das sicher sagen, wie es mit den Zähnen aussieht.
Nachdem die störenden Weisheitszähne entfernt sind, könnte es passieren, dass sie die Zähne wieder etwas entspannen. Leider nicht genug um alles wieder "gerade zu biegen". Daher sollte man erst nach einer Entfernung der Weisheitszähne an einer Zahnspange denken, da so keine Folgeschäden mehr entstehen können.
Ich selbst wollte mal eine Zahnspange, weil ich ebenfalls der Meinung war, dass meine Zähne zu schief seien. Der Kieferorthopäde hat daraufhin die Abstände der Zähne gemessen und einen "Grad" festgestellt. Ich hatte glaube ich eine Verschiebung zweiten Grades, in diesem Fall übernimmt das die Krankenkasse noch nicht, erst ab einem Fall dritten Grades! Aber auch dann muss man unter 18 Jahre alt sein.
Also du merkst schon, dass das ganze keine leichte Sache ist. Niemand will dir gerne deine Zähne bezahlen. Aber vor allem wäre es ratsam einfach mal zu verschiedenen Ärzten zu gehen und sich Rat zu holen.
Ich hoffe ich konnte helfen und dein Freund wird sich mal ordentlich untersuchen lassen.
Viel Glück dabei!
Ich denke mal, dass das von der Krankenkasse und dem Kieferorthopäden abhängt. Meine Freundin habe ich auch nun auch davon überzeugt, mal ihre Krankenkasse anzurufen und nachzufragen. Da sie wegen ihrer schiefen Zähne starke soziale Probleme hat, die stark auf ihre Psyche gehen, kann ich mir schon vorstellen, dass die Kasse vielleicht einen Teil der Kosten übernimmt. Mit der Zahnbürste erreicht sie so auch nicht alle Stellen.
Die Schneidezähne meiner Freundin gehen schräg auseinander und schieben sich total vor die anderen Zähne. Eine Spange kann das Problem sicher beheben. Da sie selbst das Geld für die Behandlung nicht hat, wird ihr sicher die Krankenkasse helfen. Das habe ich ihr auch gesagt und ihr damit schon mal zu einem ersten Lächeln verholfen. Hat sie erst mal eine Zahnspange, bekommt sie sicher auch eine Arbeit in ihrem Beruf, denn dann sehen die Arbeitgeber, dass sie bestrebt ist, gut auszusehen.
Wenn dein Freund Probleme mit den Zähnen hat, dann sollte er zuerst mal einen normalen Zahnarzt aufsuchen, der Ihm bei seinen Problemen helfen kann. Zähne können sich nicht innerhalb von einem Tag verschieben, das dauert schon einzige Zeit, wenn er aber schon das Gefühl hat, dass Ihm bald ein Zahn ausfällt, dann wird da mit einer Zahnspange nicht viel machbar sein
.
Eine Zahnspange wird nur bei Kindern (bis 18 Jahre) von der Krankenkasse finanziell übernommen, meist sogar nur anteilsmäßig. Für diese Anteilsmäßige Finanzierung der KK müssten bestimmte Vorraussetzungen bzw. Zahnfehlstellungen gegeben sein, einfach so, wegen ein bis zwei schiefen Zähnen Übernimmt die Krankenkasse nichts.
Selbst wenn es bei deinem Freund auf die gesundheitliches Problem hinausläuft müsste er die Klammer selbst bezahlen. Ich kann dir bzw. Ihm nur empfehlen, zu einem normalen Zahnarzt zu gehen, der wird sicherlich auch (eine kostengünstigere) Lösung finden.
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