Warum 'falsche' Studenten im Kinderpsychiatrischen Dienst?
Wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt bin ich als Nebenjob studentische Aushilfe in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ein eher selten von Studenten besuchter Zweig ist die KJP, die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nun laufen von uns Studenten so ziemlich alle Sorten hier umher, aber ungefähr ein Drittel aller Studenten kommt aus sozialen Studiengängen, einige sogar mit pädagogischem Anteil.
Als ich das letzte Mal einen Dienst auf der KJP hatte wurde ich von einem Erzieher dort angesprochen, dass er immer nicht verstünde warum sie nicht mehr Studenten, wie mich schicken würden. Damit meinte er lediglich meinen Studiengang. Da ich mein Erststudium fürs Lehramt abgeschlossen habe und es einige Studenten in dem gleichen Stadium gibt, oder eben auch Erziehungswissenschaftler meinte der Erzieher, dass es doch schöner wäre, wenn mehr und gezielter Studenten aus den sozialen Studiengängen eingesetzt würden. Gerade auf der KJP übernimmt man auch im Krankheitsfall eben mal die Kinderbetreuung. Er beschwerte sich auch darüber, dass die BWL und Wirtschaftsstudenten in vielen Fällen eben kein Interesse an den Kindern zeigen würden und da oft ihr Einsatz sinnlos ist. Die angehenden Erziehungswissenschaftler, Lehrer und Sozialarbeiter hingegen würden einfach auch zeigen, dass sie auch Spaß am Umgang mit den Kindern haben dies gerne tun.
Länger darüber nachgedacht fand ich dies auch seltsam. Wenn man schon die Möglichkeit hat Studenten zu nutzen die ihren ersten pädagogischen Abschluss teilweise sogar schon haben warum nutzt man dann nicht vorrangig diese für erzieherische Aufgaben? Es gibt hierbei nicht um die Besitzwachung der Kinder sondern nur um den Fall, dass wir einen kranken Erzieher ersetzen. Da finde ich es auch schon unlogisch, dass man da nicht gezielt die Pädagogen heraussucht. Welche Studiengänge wir studieren ist schließlich sehr wohl bekannt. Wie seht ihr das? Oder kennt ihr psychiatrische Krankenhäuser, die dies eben anders handhaben?
Ich sehe das ganz genauso wie du. Studentische Kräfte, die nicht nur Verwaltungsaufgaben oder andere Aufgaben haben, die nichts mit Kindern zu tun haben, sollten von der Studienrichtung her schon ein bisschen was von der Psyche der Kinder verstehen. Als betroffener Elternteil möchte ich nicht, dass meine Kinder von einer Person betreut wird, die an Kindern gar nicht interessiert ist. Damit möchte ich keineswegs sagen, dass ein Informatikstudent an Kindern nie interessiert ist und nicht vielleicht ein besserer Betreuer ist als ein Sozialpädagogikstudent, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch geringer.
In der KJP sind speziell Krankenschwestern,Kinderkrankenschwestern und Erzieher eingesetzt. Studenten dürfen oder dürften eigentlich wirklich nur Hilfstätigkeiten machen. Dafür darf man keine Unterschiede zwischen den Studiengängen machen, weil ihr allesamt eigentlich nicht befugt seid, die über die Hilfstätigkeiten hinaus gehenden Aufgaben zu erledigen. In der Praxis sieht das natürlich meistens anders aus und da ist es klar, dass man Studenten bevorzugen würde, die sich mit der Materie auskennen.
Nur spielt das faktisch bei der Einstellung der Studenten eigentlich keine Rolle, weil die Studenten ja nicht für die Kinderbetreuung vorgesehen sind. Würde man das berücksichtigen, könnte einem später unterstellt werden, dass gezielt deswegen getan zu haben, damit die Studenten die Kinderbetreuung übernehmen können. Und so etwas würde überprüft werden, wenn es mal Probleme geben würde.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man, wenn man sich im Krankenhaus als Student bewirbt, wenigstens ein bisschen sozial veranlagt sein sollte, weil es immer mal vorkommen kann, dass man mehr Patientenkontakt hat, als man gedacht hat. Und wenn man das nicht möchte, dann ist es vielleicht besser, wenn man sich einen anderen Aushilfsjob sucht.
winny2311 hat geschrieben:Nur spielt das faktisch bei der Einstellung der Studenten eigentlich keine Rolle, weil die Studenten ja nicht für die Kinderbetreuung vorgesehen sind. Würde man das berücksichtigen, könnte einem später unterstellt werden, dass gezielt deswegen getan zu haben, damit die Studenten die Kinderbetreuung übernehmen können. Und so etwas würde überprüft werden, wenn es mal Probleme geben würde.
Da hast du natürlich Recht, aber bei der Einstellung soll ja auch gar nichts anders gemacht werden. Wir arbeiten ja alle eh die meiste Zeit nicht auf der KJP. Nur wenn man dann dort arbeitet fände ich es halt logischer an dieser Stelle darauf zu achten, wen man auf die KJP schickt. Das dies natürlich rein theoretisch nicht beachtet werden kann ist klar, aber genutzt wird so etwas ja auch oft anders und wir machen ja auch öfter Tätigkeiten, die eben nicht dem Arbeitsbild für Studenten entsprechen.
Ich bin immer noch erstaunt, über deine Tätigkeit. Wobei ich mit deinem Studiengang zumindest einen Zusammengang zu deinem Einsatzort sehen kann. Ansonsten empfinde ich es als nicht wirklich richtig, dass sich eben berufsfremde Aushilfe um psychisch kranke Menschen kümmern.
Ich gebe zu, ich bin generell ein wenig kritisch gegenüber Psychiatrie eingestellt. Was mit Sicherheit auch an meinen schlechten Erfahrungen liegen mag. Unter anderem weil es im Endeffekt auch immer wieder Probleme mit Angestellten gab, die eben keine passende Ausbildung hatten oder sich noch in der Ausbildung befanden.
Mir fallen wenig Tätigkeiten ein, die durch Aushilfen gemacht werden. Zumindest nicht im Bereich Psychiatrie. Klar Essen verteilen oder eben den Aufbau des Buffets überwachen. Oder Patienten zu Therapien bringen. Oder halt auch mal mit den Patienten zu spielen. Während meiner Aufenthalten in Psychiatrien wurde viel gespielt. Allerdings halte ich es durchaus für sinnvoll, wenn Fachpersonal Patienten in solchen Situationen erlebt. Ich denke, unter anderem beim Spielen, kann man viel über den Patienten erfahren.
Ich kenne es aus unserer Psychiatrie kaum, dass Aushilfen, die berufsfremd, tätig sind. Hier ist es allerdings Standard, dass die Patienten von Therapeuten begleitet werden, die sich noch in der Ausbildung befinden. Und ich gebe ehrlich zu, mich kotzt es zeitweise an, wenn man mir mit Standardverfahren kommt, falls man die überhaupt kennt und ich dann da sitze und alles auswendig runter plappern kann, ohne das die Sachen je gefruchtet haben.
Ich weiß von unserer Psychiatrie mit etwa 100 Betten, davon 20 Betten im geschützten Bereich und schätzungsweise 60 Menschen im Pflegebereich, dass da nur eine handvoll überhaupt die Fachweiterbildung Psychiatrie hat. Krankenpflegeschüler die mit bestandener Prüfung und nur der üblichen dreimonatigen Rotation in der Psychiatrie, dort nun ihren Arbeitsplatz haben. Unter anderem weil man hier verzweifelt Mitarbeiter sucht. Aber wie qualifiziert sind diese Krankenpfleger im Umgang mit psychisch kranken Menschen? Gerade der Bereich psychiatrische Pflege nimmt nur einen kleinen Teil der Ausbildung ein.
Du schreibst selbst, dass du einen Student des Maschinenbaus oder ähnlichen nicht für wirklich qualifiziert im Umgang mit psychisch kranken Kindern hältst. Ich denke, viele psychischen Erkrankungen kann man gerade im Alter von Kindern gut behandeln und auch beeinflussen. Ich bin nun in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem man für psychische Probleme kein Verständnis hatte. Hatte leider auch nicht das Glück, in frühen Jahren jemand kennen zu lernen, der sich meiner angenommen hätte. Ich galt als eigenartig, teilweise auch auffällig, aber immer im Radius dessen, was damals als normal galt. Fachkräfte hätten da sicherlich mal anders drauf gesehen, warum ich so reagiere. Ähnlich sieht es halt im professionellen Bereich aus.
und wir machen ja auch öfter Tätigkeiten, die eben nicht dem Arbeitsbild für Studenten entsprechen.
Eben. Ich weiß das. Aber man kann doch nicht schon bei der Einstellung zugeben, dass das vorkommen kann. Und wenn ich nur Studenten einstelle, die pädagogisches Hintergrundwissen haben, dann tut man genau das. Und selbst bei solchen Studenten, die immer auf der KJP eingesetzt werden könnten, kann man das nicht berücksichtigen, weil die eben diese Tätigkeiten auch nicht übernehmen sollten.
LittleSister hat geschrieben:Ich bin immer noch erstaunt, über deine Tätigkeit. Wobei ich mit deinem Studiengang zumindest einen Zusammengang zu deinem Einsatzort sehen kann. Ansonsten empfinde ich es als nicht wirklich richtig, dass sich eben berufsfremde Aushilfe um psychisch kranke Menschen kümmern.
Ich mag meinen Nebenjob sehr gerne, auch wenn er manchmal sehr schlaucht und man durchaus auch mal eine Träne vergießt. Allerdings sehe ich es auch so an, dass die Arbeit dort mir später nur helfen kann. Ich weiß ja nicht was mir in der Schule begegnet und mit welchen Problemen ich konfrontiert werde, aber vielleicht fällt es mir so leichter den Eltern bei Problemen zu helfen, oder auch den Kontakt zu Kindern zu halten, die eben auch Probleme haben und eine solche Einrichtung zu besuchen.
LittleSister hat geschrieben:Ich gebe zu, ich bin generell ein wenig kritisch gegenüber Psychiatrie eingestellt. Was mit Sicherheit auch an meinen schlechten Erfahrungen liegen mag. Unter anderem weil es im Endeffekt auch immer wieder Probleme mit Angestellten gab, die eben keine passende Ausbildung hatten oder sich noch in der Ausbildung befanden.
Das kann ich sehr gut verstehen. Allerdings hat mir ein Pfleger mal gesagt, dass Patienten früher auch bei Fixierung keine Sitzwache hatten und es dies nicht gab. Das heißt entweder wären die Patienten alleine wie früher, oder haben durch uns die Möglichkeit nicht alleine zu sein, das Bett höher gestellt zu bekommen, oder auch den Pfleger rufen zu lassen.
LittleSister hat geschrieben:Ich weiß von unserer Psychiatrie mit etwa 100 Betten, davon 20 Betten im geschützten Bereich und schätzungsweise 60 Menschen im Pflegebereich, dass da nur eine handvoll überhaupt die Fachweiterbildung Psychiatrie hat. Krankenpflegeschüler die mit bestandener Prüfung und nur der üblichen dreimonatigen Rotation in der Psychiatrie, dort nun ihren Arbeitsplatz haben. Unter anderem weil man hier verzweifelt Mitarbeiter sucht. Aber wie qualifiziert sind diese Krankenpfleger im Umgang mit psychisch kranken Menschen? Gerade der Bereich psychiatrische Pflege nimmt nur einen kleinen Teil der Ausbildung ein.
Also in dem psychiatrischen Krankenhaus wo ich arbeite müsste es weit über 300 Betten geben. Nein eigentlich mindestens 400. Es ist halt ein Riesenkomplex mit vielen Gebäuden und ca. 80 studentischen Aushilfen in der Kartei.
LittleSister hat geschrieben:Du schreibst selbst, dass du einen Student des Maschinenbaus oder ähnlichen nicht für wirklich qualifiziert im Umgang mit psychisch kranken Kindern hältst.
Nein so möchte ich das nicht ausdrücken. Es ist eher so, dass ich denke dass Leute mit einem pädagogischen Hintergrund in der Gesamtheit vielleicht mehr machen können. Immerhin lernen wir zumindest auch etwas Psychologie, Pädagogik und haben Praktika im Umgang mit Kindern und vielleicht auch in der Regel mehr Interesse am Umgang mit Kindern. Das heißt aber nicht, dass nicht ein Maschinenbaustudent super im Umgang mit Kindern sein kann.
Erstmal Korrektur, wir haben etwa 40 Betten im geschützten Bereich und davon vier Beobachtungszimmer. Könnten auch sechs Zimmer sein.
Ich weiß nun mal wieder, warum ich solche Diskussionen liebe. Dieses Mal auch ohne den mir eigenen Sarkasmus. Weil andere Sichtweisen aufgezeigt werden und du hast gerade einen Punkt angesprochen, den ich irgendwie Klasse finde.
Du hast geschrieben, dass dir die jetzt gemachten Erfahrungen eventuell später helfen könnten. Das finde ich einen guten Ansatzpunkt. Ich denke, die jetzt gemachten Erfahrungen werden dir auf alle Fälle helfen. Weil du in der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Sicherheit einige Auffälligkeiten sehen wirst, die man ohne Hintergrundwissen als einfach unnormal abtun würde. Beziehungsweise auch deine Sicht der Dinge auf kleine Abweichungen, über die sich Pädagogen eventuell nur einfach ärgern, sich wahrscheinlich ändert. Dich eventuell auch feinfühliger für andere Dinge macht.
Die Beobachtungszimmer gibt es hier erst seit ein paar wenigen Jahren. Wenn ich mich recht entsinne, war es vorher so, dass zwischen den Fixierzimmern ein extra Zimmer war und Fenster in die Zimmer gingen und da jemand saß. In einer anderen Einrichtung war das Beobachtungszimmer am Pflegezimmer, durch eine Glasscheibe getrennt. Im Endeffekt geht es ja wirklich hauptsächlich darum, den Patienten zu sehen. Ganz ohne Sitzwache, beziehungsweise die von mir genannte Videoüberwachung geht es nicht. Ich kann die gesetzlichen Richtlinien gerne raus suchen. Ich denke, wen das interessiert, der findet das aber auch. Dort ist an sich klar geregelt, unter welchen Bedingungen fixiert werden darf.
Wie die Ansprache des Personals durch den Patienten wirklich ist, wenn man hier fixiert wird, kann ich aus eigenen Erfahrungen nicht sagen. Allerdings weiß ich, dass ich bei einem Aufenthalt im geschlossenen Bereich, dort befinden sich auch die Beobachtungszimmer, Schwierigkeiten hatte, wenn ich irgendwas brauchte. Schwester und Pfleger waren nicht wirklich gut zu erreichen.
Wie gesagt, ich kann es generell verstehen, wenn man studentische Aushilfen einstellt. Nur denke ich halt auch, bei einer Kinderseele kann da mehr zerbrechen, als gut ist. Einfach weil die Kenntnisse fehlen.
Ich habe zwar mal ein Praktikum in der Geronto-Psychiatrie gemacht und nicht in der Kinder-Psychiatrie, aber bin auch Lehramtsstudent. Ich kann mir daher schon vorstellen, dass Lehramtsstudenten da eher einsetzbar sind, als Beispielsweise Maschinenbauer. Ich weiß nicht, wie es in der Kinder-Psychiatrie so läuft. Aber bekommen das Kinder im schulpflichtigen Alter nicht etwa auch so etwas wie eine Beschulung, so gut das eben nötig ist? Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass es da genug Tätigkeitsfelder in der Beschäftigung und Bildung gibt? Oder sehe ich das von außen falsch?
Die Qualität der psychologischen Ausbildung schwankt in der Qualität stark von Uni zu Uni. Wir haben viel zu Lernpsychologie gemacht und Wahrnehmungspsychologie. Aber über psychische Erkrankungen kann ich mich nicht wirklich entsinnen, entsprechend ausgebildet zu sein, obwohl sich unsere Uni die gute und umfassende Psychologische Ausbildung geradezu auf die Fahnen geschrieben hatte. Solche psychiatrischen Erkrankungen kamen nur Überblicksweise in der Einführungsveranstaltung vor, wo uns generell erklärt wurde, worum es bei der Psychologie geht. Aber ich wäre definitiv nicht ausreichend ausgebildet um als normaler Pädagoge hauptsächlich mit psychisch auffälligen oder kranken Kindern zu arbeiten.
LittleSister hat geschrieben:Erstmal Korrektur, wir haben etwa 40 Betten im geschützten Bereich und davon vier Beobachtungszimmer. Könnten auch sechs Zimmer sein.
Beobachtungszimmer gibt es bei uns nur auf den Kinderstationen, jeweils eines soweit ich weiß. Auf unseren normalen Stationen würde das leider auch nicht reichen. Momentan sogar 7 Sichtungen auf einer Station. Echt schlimm gerade
LittleSister hat geschrieben:Du hast geschrieben, dass dir die jetzt gemachten Erfahrungen eventuell später helfen könnten. Das finde ich einen guten Ansatzpunkt. Ich denke, die jetzt gemachten Erfahrungen werden dir auf alle Fälle helfen. Weil du in der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Sicherheit einige Auffälligkeiten sehen wirst, die man ohne Hintergrundwissen als einfach unnormal abtun würde. Beziehungsweise auch deine Sicht der Dinge auf kleine Abweichungen, über die sich Pädagogen eventuell nur einfach ärgern, sich wahrscheinlich ändert. Dich eventuell auch feinfühliger für andere Dinge macht.
Du triffst es wirklich sehr gut. Darauf hoffe ich eben, dass mir das helfen kann die Dinge anders zu sehen. Auch habe ich selbst gesehen wie Lehrer überfordert sind mit Kindern denen schreckliches passiert und vielleicht kann ich dadurch besser dem Kind helfen, oder den Eltern helfen. Ich denke man bekommt eben auch einen viel besseren Einblick in das System. Ich bekomme ja auch immer den Blick hinter die Kulissen, wie die Erzieher und Pfleger planen wie mit den Kindern umgegangen wird und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.
LittleSister hat geschrieben:Die Beobachtungszimmer gibt es hier erst seit ein paar wenigen Jahren. Wenn ich mich recht entsinne, war es vorher so, dass zwischen den Fixierzimmern ein extra Zimmer war und Fenster in die Zimmer gingen und da jemand saß. In einer anderen Einrichtung war das Beobachtungszimmer am Pflegezimmer, durch eine Glasscheibe getrennt. Im Endeffekt geht es ja wirklich hauptsächlich darum, den Patienten zu sehen. Ganz ohne Sitzwache, beziehungsweise die von mir genannte Videoüberwachung geht es nicht. Ich kann die gesetzlichen Richtlinien gerne raus suchen. Ich denke, wen das interessiert, der findet das aber auch. Dort ist an sich klar geregelt, unter welchen Bedingungen fixiert werden darf.
Für eine Sichtung bei Fixierung ist das wirklich eine positive Sache. Hört sich gut an. Wobei ich schon einmal eine Situation hatte. Da sollte ich das Mädchen auf der KJP auch durch so ein Zimmer beobachten und die hat es geschafft außerhalb des Blickfeldes sich zu befreien und war dann sehr schnell dabei sich zu schaden. Das sehe ich einfach besser wenn ich direkt im Zimmer bin und auch aufstehen und schauen kann.
LittleSister hat geschrieben:Allerdings weiß ich, dass ich bei einem Aufenthalt im geschlossenen Bereich, dort befinden sich auch die Beobachtungszimmer, Schwierigkeiten hatte, wenn ich irgendwas brauchte. Schwester und Pfleger waren nicht wirklich gut zu erreichen.
Das ist hier leider auch öfter so. Gerade jetzt auch haben leider nur 2 Pfleger Dienst und sind für 20 Patienten zuständig. Wovon alleine eben die 7 Sichtungen sind, wo sowieso öfter die Pfleger kommen wegen kleinerer Probleme. Da sind die Pfleger eben auch nur am Rennen und haben meist selbst nicht mal eine Pause. Aber dadurch das die Psychiatrien inzwischen privat sind, geht es leider auch nur noch ums Geld und nicht um die Patienten.
LittleSister hat geschrieben:Wie gesagt, ich kann es generell verstehen, wenn man studentische Aushilfen einstellt. Nur denke ich halt auch, bei einer Kinderseele kann da mehr zerbrechen, als gut ist. Einfach weil die Kenntnisse fehlen.
Also vielleicht beruhigt dich das ja etwas. Bei der KJP werden auch mal andere Maßstäbe angelegt. Ich hatte auch schon mehrfach die Situation, dass dort eben bei Kindern gesagt wurde, dass die eine pflegerische Sitzwache bekommen sollen und wir dafür statt des Pflegers das Essen mit den Kindern vorbereiten und die Kinder betreuen. Also bei den Kindern wird da schon etwas vorsichtiger vorgegangen.
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