Weisheitszähne ziehen - Wie schmerzhaft ist es wirklich?
Ich war vergangene Woche beim Zahnarzt zur routinemäßigen Kontrolle und habe von meinem Arzt noch mal einen neuen Termin bekommen, wo er mein Gebiss röntgen möchte, da er glaubt, dass meine Weisheitszähne früher oder später auf jeden Fall gezogen werden müssen, wenn ich nicht große Probleme damit bekommen will. Es steht bis jetzt zwar noch überhaupt nichts fest, aber ich bin generell kein großer Freund von Ärzten, Eingriffen, Spritzen, etc., auch wenn das ziehen von Weisheitszähnen wohl eher zu den Routine-Eingriffen gehört.
Ich habe jetzt natürlich ein bisschen Angst davor, dass mir gesagt wird, dass die Weisheitszähne auf jeden Fall raus müssen. Ich habe selbstverständlich schon im Internet geschaut und mich dort ein wenig in anderen Foren informiert und habe dort sehr unterschiedliche Erfahrungsberichte lesen können. In einem waren sich fast alle einig - Dicke Backen hat man nach dem Eingriff auf jeden Fall für einige Tage, dass wird wohl nicht zu vermeiden sein. Die einen berichten jetzt aber von recht großen Schmerzen, schon beim Eingriff bzw. kurz danach, als die Schmerztabletten nachgelassen haben, andere wiederum berichten, sie hätten keine bis kaum schmerzen gespürt - Was mir natürlich auch am liebsten wäre.
Ich denke mal, dass von euch sehr viele schon die Weisheitszähne gezogen bekommen haben. Wie schmerzhaft ist ein solcher Eingriff wirklich? Wie lange hat man etwas von den schmerzen? Wann danach kann ich wohl wieder richtige Dinge essen, ohne das mir der Mund vor Schmerz wieder aufspringt?
damomo hat geschrieben:. Wie schmerzhaft ist ein solcher Eingriff wirklich? Wie lange hat man etwas von den schmerzen? Wann danach kann ich wohl wieder richtige Dinge essen, ohne das mir der Mund vor Schmerz wieder aufspringt?
Der Eingriff an sich sollte wenig bis gar nicht schmerzhaft sein; bei der Zeit danach kommt es darauf an. Manche haben wirklich kaum Dinge Wangen und kaum Schmerzen, bei anderen ist es schlimmer. Manche brauchen länger um wieder normal essen zu können, bei anderen geht es recht schnell.
Ich hatte das große Glück, dass ich mega dicke Wangen bekommen habe, in den ersten ein bis zwei Tagen hatte ich auch Schmerzen, aber diese waren erträglich. Zu Beginn konnte ich gar nichts essen, weder Suppe noch Brei noch sonst etwas. Aber bereits nach einer Woche waren die Wangen schmaler, der Schmerz weg und ich konnte langsam wieder damit anfangen, normal zu essen. Klar war es anfangs noch ein wenig komisch; der Mund ging nicht ganz auf, es hat ein wenig gezogen, aber gerade leichtere Dinge gingen problemlos.
Wie es bei dir abläuft kann dir niemand sagen, da musst du einfach durch und ich würde mir vorher keine Hoffnungen machen, dass es gerade bei dir problemlos läuft. Rechne lieber mit dem Schlimmsten und sei dann froh, wenn es doch gar nicht so schlimm ist. Ganz egal wie schlimm es sein könnte, nach spätestens einer Woche wird es besser.
Ich hatte Gott sei Dank nur einen Weisheitszahn. Diese hat mir irgendwann ziemliche Probleme bereitet. Das "Zahnfleisch" über dem Zahn war irgendwann total wund und entzündet. Ich habe zuerst angenommen, dass ich mich mit irgendetwas verletzt hatte. Ein Röntgenbild hat dann gezeigt, dass ich einen Weisheitszahn habe, der in die falsche Richtung wächst. Mein Zahnarzt hat darauf hin selbst einen Termin mit einem Kieferchirurgen vereinbart, damit ich nicht zu lange warten muss.
Ich hatte eine Sedierung und kann mich an den Eingriff nicht mehr erinnern. Ich bin irgendwann aufgewacht und war total bekommen. Daheim habe ich mich erst einmal übergeben müssen. Das war wahrscheinlich, weil ich zu viel Blut im Magen hatte. Dann habe ich den ganzen Tag durchgeschlafen. Am nächsten Tag ging es mir relativ gut. Ich hatte wirklich kaum Schmerzen und habe die Schmerztabletten nicht gebraucht; und ich muss dazusagen, dass ich ein sehr wehleidiger Mensch bin. Am nächsten Tag bin ich schon wieder trotz dicker Hamsterbacke weggegangen und habe auch geraucht, obwohl man das eigentlich nicht machen sollte.
Ich finde, man braucht keine Angst davor zu haben. Ich würde das halt keinem ohne Sedierung oder Vollnarkose empfehlen, aber es ist eigentlich nichts Dramatisches. Das Fädenziehen am Schluss hat viel mehr wehgetan. ![]()
Bei mir war die Operation schon schmerzhaft, wobei ich glaube, dass die Betäubung nicht ganz so gewirkt hat, wie sie wirken sollte (das war bei mir beim Zahnarzt schon mal so, vielleicht wirken bei mir Betäubungen ja nicht ganz so gut wie bei manch einem anderen, weil ja jeder individuell auf Betäubungen anders reagiert). Der Arzt hat mich kurz vor der Operation gefragt, ob mein Mund schon vollständig taub ist, und weil ich gar nicht wusste, wie es sich anfühlen muss, damit es vollständig taub ist, habe ich das einfach mal bejaht. Das war wahrscheinlich ein Fehler.
Beim Ziehen des ersten (unteren) Weisheitszahns hatte ich ziemlich heftige Schmerzen, und war dann froh, als er endlich draußen war. Ich weiß, ich hätte den Arzt darauf aufmerksam machen können bzw. sollen, aber ich hatte einfach nur gehofft, dass es schnell vorbei geht.
Der Schmerz war zwar schon heftig, aber ich habe es ja überstanden ohne zu schreien oder so, daher kann man es wohl schon aushalten. Beim oberen Zahn habe ich dann während der Operation gar nichts gespürt, was mich sehr überrascht hat. Aber das ist normal so, weil die oberen Weisheitszähne immer leichter rausgehen als die unteren.
Nach der Operation hatte ich dann unten immer noch Schmerzen (natürlich nicht so starke wie während der Operation), die eigentlich während des gesamten Tages noch da waren, da habe ich dann auch ein Schmerzmittel genommen. Aber schon ab dem nächsten Tag hatte ich keine Schmerzen mehr, was ich ziemlich gut fand. Oben hatte ich übrigens gar keine Schmerzen, weder bei der Operation, noch danach oder ein paar Tage danach. Obere Zähne sind also wirklich leichter zu ertragen, was aber nicht heißt, dass untere unerträglich wären. Die sind einfach nur ein bisschen schlimmer, aber auch das geht. Das Fädenziehen und die Betäubung selbst haben übrigens auch nicht weh getan, sondern nur ein bisschen gedrückt.
Das Essen musst du einfach selbst ausprobieren. Ich habe fünf Tage danach nur weiches (Kartoffelbrei, Apfelmus, diverse Suppen, Babynahrung, Puddings, etc.) gegessen, was ich im Nachhinein ein bisschen übervorsichtig finde. Ich hätte sicherlich schon früher härtere Sachen essen können. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, weil bei einem es besser verheilt, und beim anderen eben schlechter. Am selben Tag wie die Operation und mindestens einen Tag danach würde ich eigentlich wirklich nur weiche Sachen essen, und dann, wenn man sich traut, etwas anderes probieren. Wenn was anderes weh tut, sollte man natürlich doch noch weiche Nahrung essen, und erst später etwas anderes probieren. Wenn man kein Schmerzmittel genommen hat, und das Essen nicht weh tut, kann man eigentlich davon ausgehen, dass es dann nicht schädlich ist.
Meine Backen waren am Tag der Operation schon ein bisschen geschwollen, aber danach im Prinzip kaum noch, ich konnte rausgehen, ohne dass jemand etwas bemerkt hat. Das habe ich vermutlich der überaus wichtigen Kühlung zu verdanken: Wenn man die Backen gleich von Anfang an regelmäßig kühlt, wie ich, schwellen die Backen normalerweise kaum an. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass man immer im Wechsel 20 Minuten kühlt und danach 20 Minuten das Kühlen pausiert, um die Backen nicht zu unterkühlen. Wenn man das den ersten oder die ersten zwei Tage regelmäßig durchführt, braucht man sich über eine Schwellung wirklich keine Gedanken machen.
Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Glück bei deiner Operation, und du brauchst keine Angst davor haben, weil es wirklich nicht so schlimm ist, wie es manch einer erzählt. Natürlich geht es einem nach der Operation schlecht, aber alles in allem muss ich sagen, dass es schon erträglich war. ![]()
Ich habe alle 4 Zähne heraus operiert bekommen. Meine Betäubung war wunderbar und so habe ich gar nichts mitbekommen. Schmerzen hatte ich beim Rausnehmen keine, jedoch waren die Geräusche nicht so angenehm, aber ich durfte dann beim zweiten Mal auch Musik hören, sodass ich es dann auch nicht hören musste.
Nach der Herausnahme der Zähne musste ich gut kühlen. Das machte ich dann auch zu Hause noch und konnte schon am selben Tag Suppe essen. Man muss eben aufpassen, dass man nicht unbedingt dran kommt. Dann hat man auch keine Schmerzen. Wenn man dann regelmäßig weiter kühlt und bei Schmerzen auch mal eine Tablette nimmt, kann man sehr schnell wieder alles essen. Ich habe sehr darauf geachtet, dass nichts an die offene Stelle kommt und wenn etwas dran kam, habe ich es auch gleich ausgespült. Daher ging es wirklich ganz gut mit dem Essen. Schmerzen hat man danach teilweise schon ein bisschen, aber es geht eigentlich ganz gut zumal man ja auch Tabletten bekommt.
Ich habe mir vor einer Weile zwei Weisheitszähne ziehen lassen und mit jedem Zahn jeweils unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der erste konnte sehr leicht herausgezogen werden, die Betäubung war effektiv und ich hatte nur etwa einen Tag lang Schmerzen. Das lag wohl daran, weil es beim Ziehen gerade heraus nach oben ging und die Zahnwurzel gerade nach unten gewachsen ist. Das bedeutet, der Zahnarzt musste nicht herumwurschteln sondern es ging alles in einem Guss.
Der zweite war etwas schwieriger, wohl weil die Wurzel etwas anders gewachsen war. Die Betäubung war die gleiche, dennoch hatte ich mehr Schmerzen und es war schon recht unangenehm. Auch in den Tagen darauf hatte ich mehr Schmerzen und musste mehr Pillen schlucken um damit fertig zu werden, auch Kopfschmerzen hatte ich, anders als beim ersten Zahn.
Ingesamt ist es aber alles recht glimpflich verlaufen. Meine Tante hatte da bedeutend mehr Pech, denn zwei von ihren Weisheitszähnen sind beim ziehen auseinander gebrochen, so dass das Zahnfleisch aufgeschnitten werden musste und die einzelnen Stückchen heraus operiert werden mussten. Röntgenbilder hatte sie vorher auch machen lassen, aber die haben wohl keinen Rückschluss auf dieses Risiko gegeben. Sie hatte auch einige Wochen eine dicke Backe und viel Schmerzen. ![]()
Ich hatte vor meiner Weisheitszahn-Entfernung riesige Panik. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass es nicht schmerzhaft ist, vor allem wegen der Tatsache, dass einer der Weisheitszähne, der gezogen werden sollte, noch komplett unter dem Zahnfleisch war und das ja erst einmal aufgeschnitten werden musste und dann musste sich die Zahnwurzel ja irgendwie lösen. Außerdem kann man im Internet auch ziemlich viele Horrorgeschichten lesen, was zum Beispiel den Kiefernerv betrifft, welcher bei einer Weisheitszahn-Operation geschädigt werden könnte. Das kann dazu führen, dass man das Gefühl in der Lippe und in der Zunge komplett verliert oder auch nur vorübergehend. Man ist sozusagen an der Stelle betäubt für immer. Das hat mir schon ziemliche Angst eingejagt.
Während der Operation habe ich dann aber schnell bemerkt, dass meine Panik vollkommen umsonst war. Ich habe meiner Kieferchirurgin vorher einfach gesagt, dass ich panische Angst habe, woraufhin sie mich beruhigt hat. Sie hat mir während der Operation jeden Schritt erklärt, sodass ich immer wusste, was als nächstes kommt. Sie hat mir auch immer erklärt, was ich spüren würde, zum Beispiel, dass es normal ist, dass es jetzt leicht drückt oder dass jetzt ein unangenehmes Geräusch kommt. Von daher habe ich eigentlich gar keine Panik während der Operation selber mehr gehabt.
Die örtliche Betäubung wirkt wirklich wunderbar, sodass man so gut wie nichts spürt. Man muss eben nur zu Beginn der Operation ehrlich sein und sagen, wenn die Betäubung nicht richtig wirkt. Als meine Kieferchirurgin das getestet hat, habe ich nur ganz leicht etwas gespürt, aber als ich ihr das gesagt habe, hat sie mir sofort noch einmal eine Spritze gegeben, sodass ich während der Operation auf keinen Fall etwas verspüre. Und das habe ich dann auch nicht, es verlief absolut schmerzfrei. Eine Vollnarkose finde ich mittlerweile übertrieben, auch wenn ich verstehen kann, dass man wirklich große Angst vor dem Eingriff und Zahnarztbesuchen allgemein hat.
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