Autogenes Training gegen Soziale Phobie?
Ein bisschen Scham hat ziemlich jeder schon einmal empfunden und bedenklich ist daran - nichts. Wenn sie jedoch überhand nimmt und irgendwann das ganze Leben beherrscht, ist baldige psychotherapeutische Hilfe gefragt, da das Krankheitsbild meist auch mit einem nicht unerheblichen Leidensdruck des Patienten verbunden ist. Nun wurde kürzlich ein neuartiger Therapieansatz vorgeschlagen.
Die Idee ist dabei bestechend einfach, ja fast schon zu einfach, um sie für stichhaltig zu halten. Der Patient soll sich schlichtweg auf eigene Körperfunktionen wie den Puls oder die Atmung konzentrieren, wodurch er lernen soll, seinen Fokus von der als bedrohlich empfundenen Außenwelt auf sich selbst zu verlagern. Die ersten Experimente sollen bereits positive Ergebnisse geliefert haben. Was haltet Ihr von der Methode? Gibt es hier vielleicht sogar (erfolgreich behandelte) Betroffene, die berichten können?
Autogenes Training ist kein neuer Therapieansatz. Es wurde schon in den zwanziger Jahren erfunden. Es ist eine sehr wirkungsvolle Methode zur Selbsthypnose, die gegen alles Mögliche eingesetzt werden kann - auch gegen soziale Phobien.
Autogenes Training funktioniert, indem es sogar die Funktionen des Körpers beeinflusst, auf die man normalerweise keinen Einfluss hat, so wie etwa der Herzschlag. Das alleine ist schon beruhigend und diesen Zustand können gut trainierte Menschen jederzeit einstellen.
Zusätzlich kommt als wichtiges Element die Autosuggestion dazu. Genauso wie bei der Hypnose sagt man sich Sätze, die je nachdem, was man erreichen möchte, lauten: "Ich bin sportlich und fit und laufe gerne." Oder: "Rauchen ist widerlich" oder eben "Ich gehe gerne auf andere Menschen zu." oder "Ich genieße es, im Mittelpunkt zu stehen". Das Training funktioniert bei den meisten Menschen. Mit Disziplin (es heißt nicht umsonst Training) kann es jeder leicht lernen. Es ist aber besser, es unter Anleitung, beispielsweise in Volkshochschulkursen, zu lernen. Es ist denkbar einfach. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen geben Zuschüssen zu solchen Kursen, weil sie eben so wirkungsvoll sind.
Ich denke, dass Autogenes Training bei vielen psychischen Erkrankungen eingesetzt werden kann. So auch sicherlich bei jeglicher Art von Phobien und Angstzuständen. Es geht bei dem Autogenen Training ja darum, dass man sich entspannt und die Panikattacke oder eben die Ängste damit in der auftreten Situation unterbricht.
Es ist sicher wichtig, dass die Betroffenen dann lernen, wie sie in der Situation dann Autogenes Training umsetzen können und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und das sie eben nicht warten, bis die Ängste oder die Panikattacke schon soweit fortgeschritten ist, dass sie sich auf nichts anderes mehr konzentrieren können.
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