Lipödem - Wer ist noch betroffen?

vom 09.07.2013, 17:06 Uhr

Ich habe vor ein Paar Monaten die Diagnose "Lipödem" bekommen und wollte einfach mal wissen wer noch von dieser Krankheit betroffen ist und wie ihr damit umgeht.

Ein Lipödem ist kurz gesagt eine Fettverteilungsstörung. Es sammeln sich regelrecht krankhafte "Fettberge" meist an Oberschenkeln und Oberarmen an. Ein Beispiel dafür sind die bekannten "Reiterhosen". Neben dem nicht schönen Aussehen kommen noch starke Schmerzen und Druckempfindlichkeit hinzu. Oft geht diese Erkrankung mit Wassereinlagerungen einher.

Auch durch strikte Diäten und Sport lässt sich der Umfang der Beine und Arme nicht reduzieren. Der einzige Ausweg scheint eine Kompressionstherapie zu sein.

Ich trage nun Kompressionsstrümpfe und versuche mich von tierischen Eiweißen und Fetten in der Nahrung fernzuhalten. Ich frage mich, ob es nicht doch eine andere Art der Therapie gibt. Wie geht ihr mit der Erkrankung um? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ist die OP vielleicht der einzige Ausweg?

» sonnenschein92 » Beiträge: 29 » Talkpoints: 19,36 »



Ich selbst leide nicht darunter, aber eine Bekannte. Entdeckt wurde das bei ihr vom Arzt, weil sie sich streng an ein bekanntes Diätprogramm hielt und dabei kaum abnahm, was alle zum Rätselraten bewegte.

So weit ich weiß, wurde ihr nicht nur Kompressionsstrümpfe verordnet, sondern sogar eine Kompressionsstrumpfhose, da diese weiter hinauf ragt und damit auch auf der Hüfte Druck gegen die Wassereinlagerungen ausüben kann. Ferner geht diese Dame regelmäßig zur Massage, wo man ihr eine Lymphdrainage macht. Wenn ich mich richtig erinnere, erhält sie wohl auch Tabletten gegen das Wasser. Ob das nun die von dir als Kompressionstherapie bezeichnete Methode ist, weiß ich nicht.

Wegen weiterer gesundheitlicher Probleme kommt bei meiner Bekannten meines Wissens keine Operation in Frage. Letztlich hat der Arzt ihr wohl ein Leben im Rollstuhl in naher Zukunft in Aussicht gestellt, was für eine junge Frau eine völlig niederschmetternde Diagnose ist. Zudem hat sie wohl den Fehler gemacht, sich im Internet über extreme Verläufe schlau zu machen und dabei Dinge gelesen, die wohl extrem belastend für sie waren. Seit sie die Diagnose hat, wirkt sie viel bedrückter als früher. Vor allem die Aussicht, dass man die Krankheit wohl in ihrem Fall nicht heilen oder entscheidend verbessern, sondern nur verlangsamen kann, das macht sie eben so fertig.

Benutzeravatar

» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^