Gibt es Gefahren beim Blutspenden?

vom 14.06.2013, 00:52 Uhr

Ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken Blut zu spenden, zum einen wegen dem finanziellen Aspekt, aber auch vor dem Hintergrund anderen zu helfen. Jedoch kann ich mich nicht wirklich dazu durchringen, da ich mir ein wenig unsicher bin ob es nicht auch Risiken für den Blutspender selbst gibt.

Es gibt ja viele verschiedene Einrichtungen bei denen man Blut spenden kann, zumindest hier in der Hauptstadt, jedoch finde ich solche Busse, die vor der Universität parken, oder Zelte die irgendwo aufgebaut werden, nicht besonders Vertragenserweckend. Zudem hört man ja immer wieder von Sparmaßnahmen im Gesundheitssektor. Vielleicht erscheint diese Vorsicht vielen unangebracht, doch ich habe Bedenken, dass die für das Blut spenden nötigen Utensilien immer wirklich sauber und desinfiziert sind.

Kommt vielleicht jemand aus dem Gesundheitssektor und kennt sich damit aus, ob es eine Wahrscheinlichkeit gibt sich mit Krankheiten beim Blut spenden anzustecken? Bzw. habt ihr vielleicht schon von solch einem Fall im Freundes- oder Bekanntenkreis gehört.

An sich durch das Blutspenden an sich treten ja soweit ich weiß keine besonderen gesundheitlichen Risiken auf, außer dass man in den ersten Stunden danach etwas schlapp ist und auf seinen Kreislauf Acht geben sollte. Gibt es auch in dieser Hinsicht noch weitere Risiken?

» Mulucki1989 » Beiträge: 449 » Talkpoints: 14,27 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich habe schon weit über hundert Blutspenden abgegeben, etwas Außergewöhnliches ist mir selber dabei nicht passiert.

Dass die Utensilien zur Blutabnahme nicht sauber sein sollen, kann ich nicht bestätigen. Beim Deutschen Roten Kreuz,. wo ich ausschließlich spende, werden Einmal-Spende-Beutel verwendet. Die sind also steril verpackt und werden erst bei Bedarf geöffnet und verwendet. Ich gehe mal davon aus, dass das Standard ist und bei anderen Blutspendediensten ebenso gehandhabt wird. Deshalb kann ich mir eine Ansteckung oder Infizierung des Spenders nicht wirklich vorstellen. Anders sieht das beim Empfänger aus, dieser hat natürlich das Risiko, Blut zu bekommen, das vielleicht infiziert ist, auch wenn das durch Untersuchungen eigentlich ausgeschlossen sein sollte.

Risiken für den Spender sind neben der eventuellen Kreislaufschwäche, auch Blutergüsse, Entzündungen an der Einstichstelle und allergische Reaktionen auf das verwendete Pflaster. Ich selber habe bisher noch nie etwas dergleichen gehabt, außer einer leichten Rötung der Haut durch das Pflaster. Das kann man aber durch einen Druckverband mit Mullbinden verhindern. Neben mir ist mal eine Frau während des Spendevorgangs ohnmächtig geworden. Das ist aber bisher alles, was an Außergewöhnlichem passiert ist.

» Squeeky » Beiträge: 2793 » Talkpoints: 6,25 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Es ist absoluter Standard in Deutschland, die Nadeln und alles andere nur wenige Sekunden vor der Benutzung aus ihren sterilen Verpackungen zu nehmen. Es sind immer Einwegnadeln. In Deutschland ist nichts anderes erlaubt. Als ich mal in Kambodscha eine Infusion brauchte, habe ich meiner Mutter eingeschärft, darauf zu achten, dass der Arzt alles extra dafür auspackt. Aber in Deutschland ist das eine Selbstverständlichkeit.

Ich denke, jemand von einem Blutspende-Dienst könnte das ein einziges Mal anders machen, bevor seine Kollegen entsetzt die Polizei rufen. Ich halte es für absolut unmöglich, dass alle Kollegen sich darauf verständigen würden, es nicht zu tun.

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» Bienenkönigin » Beiträge: 9448 » Talkpoints: 19,93 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Ich schließe mich meinen Vorrednern an, es gibt bei einer Blutspende nichts, was wirklich bedenklich sein sollte. Die Nadeln und die Beutel, die hierbei zum Einsatz kommen sind allesamt steril verpackt und werden erst vor dem tatsächlichen Benutzen ausgepackt, um ein höchstes Maß an Sicherheit und Schutz vor Infektionen zu bieten. Dies ist sehr wichtig und deshalb nicht umsonst ein festgelegter Standard in Deutschland. Wenn du also in Deutschland Blut spenden gehst brauchst du dich nicht vor irgendwelchen Infektionen oder dergleichen zu fürchten!

Natürlich kann ein Blutverlust allgemein Kreislaufbeschwerden hervorrufen. Aber es ist ja selbstverständlich, dass man nach einer Blutspende nicht im Affenzahn nach Hause sprintet, von daher dürfte sich maximal ein Bluterguss, eventuell auch eine kleine Schwellung der Einstichstelle durch das verwendete Pflaster ergeben. Das dürfte es dann aber prinzipiell auch schon gewesen sein. :wink:

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» KingTarzan » Beiträge: 722 » Talkpoints: 0,49 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Du musst dir in Deutschland keinerlei Sorgen machen, was das Blutspenden angeht. Die Nadeln werden aus der Verpackung herausgenommen und sind somit frei von Altlasten. Du bekommst nur reine Sachen, weil sie ja auch sonst nichts mit deinem Blut anfangen können, wenn es dann Erreger aufweist. Die Standards in Deutschland sind sehr hoch, wenn es um das Spenden und den Umgang mit Blut geht. Man möchte nicht, dass Menschen gefährdet werden, die helfen wollen und deswegen ist alles sauber. Auch bei den Aktionen vor Schulen oder Universitäten geht alles sauber zu, weil das meistens vom Roten Kreuz kommt.

Nach der Blutspende kann dir schlecht sein und du kannst auch Probleme mit dem Kreislauf bekommen, aber da wird man sich um dich kümmern. Ansonsten kannst du ganz normal blaue Flecken vom Stechen mit der Nadel bekommen, aber das ist ja nicht so schlimm. An deiner Stelle würde ich das auf jeden Fall machen, weil es hilft.

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» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge


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