Angst vor Demenzschäden bei Vollnarkose
Eine Vollnarkose kann irreparable Schäden verursachen. Die Angst davor übertrifft noch die Angst, in Vollnarkose sterben zu können. Denn das Sterberisiko ist so gut wie ausgeschlossen. Jedoch kann eine Vollnarkose für Menschen ab 65 Jahren und für Kinder mit großen Risiken verbunden sein.
Es gibt Narkosegase, die nachweislich große Schäden im Gehirn anrichten können. Gehirnzellen können absterben und eine Demenz kann entstehen,
klick. Wäre eure Angst davor auch sehr groß? Ich stelle es mir ganz schlimm vor, wenn man aus der Narkose erwacht und man merkt, dass man kein funktionierendes Gedächtnis mehr hat, das auch Wochen oder Monate nach der Narkose noch nicht wieder zur Normalität zurückgefunden hat. Werden solche Menschen mit dieser Erkenntnis allein gelassen? Denn ich kann mir nicht vorstellen, nach allem was man hört und liest, dass hier dem Patienten Glauben geschenkt wird. Außerdem kann der behandelnde Hausarzt solch einen Zusammenhang bestimmt nicht so feststellen und kennt auch nicht die genaue Zusammensetzung der verwendeten Narkose. Würde er Auskunft im Krankenhaus bekommen oder die Akte des Patienten?
Naja, in dem Artikel steht ja lediglich, dass in Zellkulturen die Wirkung des Gasnarkotikums Isofluran hinsichtlich der Alzheimer-Entstehung gezeigt werden konnte. Sind die Ergebnisse allerdings auch auf invivo-Zustände übertragbar? Ich wage es zu bezweifeln: Laborarbeiten sind nämlich in den wenigsten Fällen mit dem menschlichen Organismus vergleichbar. Man stelle sich nur die Vielfalt an möglichen Einflussfaktoren im Organismus vor - angefangen von Hormonen bishin zu anderen Mediatoren, Vorerkankungen, etc.
Neurologisch vorbelastete Patienten werden ohnehin anders betrachtet im Sinne von Medikamenten, Anästhesie und Aufklärung: Präoperativ wird nahezu alles Neurologische dokumentiert und festgehalten, sodass nach dem Eingriff nicht behauptet werden kann, dass man ein neurologisches Defizit durch die Narkose gehabt hat, obwohl es schon vorher bekannt und ersichtlich war. Darüber hinaus werden bei einigen neurologischen Erkrankungen die Dosen reduziert, weil der Patient bedingt durch die Erkrankung eine höhere Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Medikamenten zeigt. Damit gehen die Ärzte dem juristischen Problem möglichst aus dem Weg, denn Dokumentation ist das A und O bei solchen Geschichten.
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