Ein Bein kürzer als das andere - Korrigiermöglichkeiten?

vom 06.06.2013, 13:30 Uhr

Welche Korrigiermöglichkeiten gibt es eigentlich, wenn ein Bein etwas kürzer ist als das andere? Mein Cousin (8 Jahre alt) hat ein Bein ein wenig kürzer und er bekommt deswegen Schuhe mit einem etwas höheren Absatz. Er kann nicht alles Schuhe tragen und die Schuhe, die für die Absatzerhöhung geeignet sind, gefallen ihm nicht immer. Für eine Operation wird er wahrscheinlich noch zu jung sein, weil er ja auch noch im Wachstum ist.

Aber welche Korrigiermöglichkeit hat man eigentlich heutzutage, wenn ein Bein kürzer als das andere ist? Was wird bei einer Operation gemacht und wann kann so eine Operation stattfinden? Kennt ihr Menschen, die mit einem kürzeren Bein leben müssen?

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» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich kenne es nur bei sehr minimalen Abweichungen, dass man hier bestimmte Einlagen in die Schuhe legen kann. Das klappt aber eben nur bei geringfügigen Unterschieden bei der länge der Beine. Eine Operation fällt dann eher bei größeren Abweichungen an. Durch den Schiefstand wird irgendwann auch die Wirbelsäule Probleme machen und das ist alles andere als schön. Ich glaube, dass bei einer Operation zusätzliches Gewebe in den Fuß implantiert wird, so dass er quasi unten eine dickere Hautschicht bekommt.

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» Zohan » Beiträge: 4398 » Talkpoints: 16,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Minimale Differenzen dürften mit Einlagen konservativ behandelt werden, solange eine Beschwerdefreiheit besteht. Es ist so ähnlich wie bei einem Senk-Plattfuß, wo man ebenfalls mit Einlagen vorgeht und die Beschwerden mit den Einlagen meistens auch gelindert bekommt. Denn ein operativer Eingriff ist immerhin ein Eingriff, den man nicht unterschätzen sollte. Ob so etwas im Kindes- bzw. Jugendalter überhaupt durchgeführt wird, wage ich mal zu bezweifeln, wie häufig der Einsatz im Erwachsenenalter aussieht, weiß ich nicht. Auch mein Onkel hat nämlich minimale Seitendifferenz, die ihm mit selbst einlegbaren Einlagen (maßgeschneidert natürlich) keinerlei Probleme bereitet.

Wird hingegen operativ behandelt, evtl. bei sehr massiven Differenzen, Sekundärbeschwerden insbesondere im Lendenbereich und ähnlichen Fällen, kann ich mir gut vorstellen, dass man eine sogenannte Korrekturosteotomie macht. Bei einem osteotomischem Eingriff wird ein vorher festgelegter Knochenanteil entfernt - durchgesägt und komplett entfernt. Das hat zur Folge, dass man die beiden offenen Enden miteinander per Platte oder Nagel fixieren kann, zuvor allerdings die im Namen steckende Korrektur durchführt - sei es eine Rotationskorrektur oder keilförmige Korrektur (Valgisierung bzw. Varisierung) . Auf diese Art wäre eine Seitendifferenz zu korrigieren.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge



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