Was kann Backpulver wirklich?

vom 26.05.2013, 16:44 Uhr

Aus gegebenem Anlass habe ich gestern nach einem Mittel zur Entfernung von Splittern gegoogled und bin dabei auf die "Backpulver-Methode" gestoßen. Man solle mit Wasser eine Backpulver-Paste anrühren und diese auf die betroffene Stelle auftragen. Dort würde die Haut leicht anschwellen und der Splitter dadurch "hinausgedrückt". Das klang für mich erstmal spannend, aber funktioniert hat es nicht.

Nach weiterem Googlen habe ich dann zum Teil von noch obskureren Einsatzgebieten von Backpulver lesen können. Gegen Pickel, gegen Flecken, gegen Müdigkeit, ja gar gegen Krebs soll Backpulver helfen! Ich muss sagen, dass ich beim Lesen all dieser Tipps manchmal wirklich schmunzeln musste. Wir kann so ein simples Pulver gegen so viele Probleme helfen?

Backpulver besteht ja in der Regel nur aus Natriumhydrogencarbonat und Disulfaten. Unter Wärme- und Wasserzufuhr vermag es CO2 freizusetzen, was dann unter Anderem den Kuchen schon aufgehen lässt. Ebenso findet es unter dem Handelsnamen "Bullrich-Salz" Verwendung gegen Sodbrennen, und das mit Erfolg, wohlgemerkt. In dem Fall reagiert das Backpulver mit der Magensäure wodurch diese unter CO2-Abgabe neutralisiert wird.

Wie das Backpulver jedoch beispielsweise nach dem Auftragen auf die Haut eine pharmazeutische Wirkung erreichen soll, ist mir schleierhaft, alleine aus dem Grund, dass die Haut über eine Schutzschicht aus Fett verfügt, welche eine Absorption des Backpulvers unmöglich machen sollte. Der Gedankengang, dass Backpulver vermöge es die Haut ebenso wie den Teig "anschwellen" zu lassen, mag ja zunächst irgendwie schlüssig klingen, aber andererseits ist die menschliche Haut wohl doch etwas anders aufgebaut als irgendein Teig :D. Gegen was hat Backpulver bei Euch schon helfen können und wie lässt sich das wohl jeweils begründen?

» MasterOers » Beiträge: 348 » Talkpoints: 1,16 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich nehme Backpulver, wenn unser Abfluss der Badewanne verstopft ist. Diesen kann ich ja nicht aufschrauben und putzen. Folglich schütte ich ein bisschen Backpulver in den Abfluss, lasse wenig Wasser hineinrinnen und stecke den Stöpsel hinein. Anschließend fängt das alles an zu „gären“ und der Stöpsel wird ein Stück herausgedrückt. Dann schnell die Saugglocke aufsetzen, heißes Wasser aufdrehen und feste pumpen. Der Abfluss ist wieder sehr sauber und auch das kann Backpulver bewirken! :wink:

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich benutze auch sehr häufig Backpulver, aber nicht nur zum Backen eines Kuchens. Zum einen verwende ich es, wenn ich meine weißen Gardinen wasche, und dabei ist es egal, ob ich sie in der Maschine oder auf Hand wasche. Dabei verwende ich meistens zwei Beutel vom Backpulver, und die Gardinen werden wieder sehr schön weiß.

Auch wenn die Abflüsse mal etwas verstopft sind, nutze ich sehr gerne Backpulver, weil dieses die Rohre sehr schnell reinigt. Dazu kippe ich ein bis zwei Beutel Backpulver, schütte diese in den Abfluss, und gieße etwas kochend heißes Wasser hinterher. Dabei muss man aber sehr vorsichtig sein, da das Pulver stark anfängt zu schäumen, und wenn man zu viel heißes Wasser in den Abfluss schüttet, kann es passieren, dass die heiße Brühe aus dem Abfluss geschossen kommt.

Wenn ich angesetzte Kochtöpfe, auch schmutzige Kaffeekannen oder auch schmierige Blumenvasen habe, verfahre ich ich genauso mit dem Backpulver. Alles ist dann wieder schön sauber, und dass ohne großen Aufwand und schrubben.

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» Wennie4 » Beiträge: 1754 » Talkpoints: 6,72 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



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