Wann sind Brustatmung und Bauchatmung angesagt?
Von meiner Schwester, die gerade schwanger ist, weiß ich, dass bei Frauen wohl Bauchatmung angesagt ist, wenn sie schwanger sind. Sie hat aus Spaß zu mir gesagt, dass ich mal Bauchatmung mitmachen soll und ich muss sagen, dass es mir schwer fällt. Sie meinte dann, dass die Hebamme zu ihr gesagt hat, dass es Männern wohl generell schwerer fallen würde in den Bauch zu atmen. Ich habe das dann mal so hingenommen.
Wann aber ist eigentlich die Bauchatmung noch angesagt außer bei schwangeren Frauen? Wann ist es bei einem Mann wichtig auch mal Bauchatmung durchzuführen? Wann sollte man aber generell nur Brustatmung machen? Sollte man immer mal wieder die Atmung wechseln und warum fällt es einem Mann schwerer in den Bauch zu atmen?
Die Bemerkung, Männern fiele es generell schwerer eine Bauchatmung auszuführen, halte ich für Unfug. Zumindest sehe ich keine anatomischen Anhaltspunkte, die einen solchen geschlechtsbedingten Unterschied hervorrufen könnten. Es ist wohl nur so, dass sich eine Frau aufgrund der Möglichkeit einer Schwangerschaft eher damit befassen muss als ein Mann.
Die Bauchatmung (ich kenne sie unter dem Begriff "Zwerchfellatmung") wird -abgesehen von schwangeren Frauen - sehr häufig dazu verwendet die eigene Stimme voluminöser klingen zu lassen, da durch eine solche Atmung angeblich der Resonanzraum vergrößert wird. Folglich findet die Bauchatmung sehr häufig Anwendung bei in der Öffentlichkeit stehenden Personen wie Lehrern, Politikern etc. Sie macht einen bedeutenden Anteil der sogenannten "Stimmbildung" aus, was wiederrum in den Bereich der Rhetorik fällt. Es gilt als erwiesen, dass eine voluminösere und tiefere Stimme positiver wahrgenommen wird als eine "eingeengt" klingende und evtl. auch höhere. Insofern liegt es nahe, dass man da mal nachhilft. Je nach Person kann eine durch die Bauchatmung modifizierte Stimme aber auch gekünstelt und unnatürlich klingen.
Ansonsten wird der Bauchatmung nachgesagt den Energiebedarf für den gesamten Atmungsapparat sowie den Blutdruck herabzusenken. Letzteres geschieht wohl durch den durch die Bauchatmung verstärkten venösen Rückstrom. Das Herz muss dann also weniger Kraft aufwenden um "sicherzustellen", dass das in die Peripherie gepumpte Blut auch "wiederkommt", zumal ja die Venen am Rückfluss des Blutes nicht aktiv beteiligt sein können. Da eine Bauchatmung angeblich auch zu einer Massage der Eingeweide beiträgt, verbessert sie bei Schwangeren wahrscheinlich auch die Blutversorgung des Ungeborenen.
Ich für meinen Teil habe noch nie bewusst auf Bauchatmung umgeschaltet da ich der Meinung bin, dass man in den Ablauf solch automatisierter Abläufe nicht eingreifen sollte. Die Bauchatmung wird aber vollkommen unwillkürlich aktiviert, sobald man auf dem Rücken liegt.
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