Wurzelspitzenresektion oder gleich ein Implantat?

vom 25.04.2013, 17:41 Uhr

Herr X hat am Oberkiefer oberhalb des vorletzten Backenzahns einen Fistelgang, wo Eiter herausfließt. Der behandelnde Zahnarzt meint, dass nur eine Wurzelspitzenresektion (Entfernung der Wurzelspitze und Ausräumen des Eiters) oder eine Implantatsetzung für diesen bereits wurzelbehandelten Zahn in Frage kommen. Bei einer Wurzelspitzenresektion sei das Problem, dass unter Umständen diese Lösung nur von kurzer Dauer ist und das Eiterproblem wieder von neuem auftreten kann. Ein Implantat würde aber heißen, dass der Zahn entfernt wird, um dann Platz für das Implantat zu schaffen.

Wie würdet ihr euch entscheiden? Welche Lösung wäre die Richtige für euch und warum? Würdet ihr eine Wurzelspitzenresektion durchführen lassen oder lieber gleich zum Implantat tendieren?

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



So eine Wurzelspitzenresektion ist keine angenehme Erfahrung, die aber leider auch schon machen musste. Mein Zahnarzt hat auch abgelehnt, diese bei mir durchzuführen und hat mich zu einem Kieferchirurgen überwiesen.

Ich hatte die Wahl, dass der Zahn komplett entfernt wird oder eben diese ambulante Operation durchgeführt wird. Letztendlich bin ich froh, dass ich mich für die letztere Variante entschieden habe, denn dadurch konnte der Zahn noch gerettet werden. Zur Not ist es immer noch möglich, den Zahn zu entfernen, aber einen Versuch, diesen zu erhalten, würde ich trotzdem nicht auslassen, auch wenn der Erfolg natürlich nicht garantiert werden kann. Es ist zwar mit Schmerzen verbunden und der anschließende Abheilprozess kann auch etwas dauern, aber es ist besser, als sofort den Zahn entfernen zu lassen.

Falls die Wurzelspitzenresektion ohne Vollnarkose stattfinden soll, dann empfehle ich dir, vorher nach einer Schmerz- oder Beruhigungstablette zu fragen. Der Arzt kann diese Medikamente noch zusätzlich verschreiben, sodass du bei der Operation ein bisschen benebelt bist.

» Ariola » Beiträge: 693 » Talkpoints: 4,96 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich würde weder das eine noch das andere wählen, sondern mir den Zahn ziehen lassen. Dann würde ich mir eine Brücke machen lassen. Wenn ich das Geld nicht hätte, würde ich den fehlenden Zahn akzeptieren. Hinten im Mund sieht man ihn doch eh nicht. Mit der Zeit wächst die Lücke je nach Alter eh wieder ein bisschen zu.

Ein Implantat würde ich mir nie machen lassen, weil mir das viel zu aufwendig wäre. Ich habe im Backenzahnbereich schon seit Jahrzehnten zwei Brücken, die für mich wie echte Zähne sind. Ich habe da nie Probleme mit gehabt. Sie sehen auch aus wie echte Zähne. Ich wüsste nicht, warum ich mir eine Schraube für ein Implantat in den Kiefer bohren lassen sollte.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »

Zuletzt geändert von Gio am 25.04.2013, 20:52, insgesamt 1-mal geändert. Zeige Beitragsversionen


Bei mir meinten die das auch im Spital, dass eventuell eine Wurzelspitzenresektion notwendig wäre. Meine beiden Zahnärzte fanden das lächerlich, weil der Zahn nachher sehr ungefestigt ist und ausbrechen kann. Auch können sich durch die Behandlung neue Entzündungsherde oder weiter Eiter bilden. Ich hatte noch nie Eiter und kann Deine Schmerzen nur nach-erdenken. Bei mir sind es sechs Herde und ich habe nach drei Herdbehandlungen eigentlich nur mehr eine brennende Kopfhaut. Das versuche ich mit Franzbranntwein und Vitamin B zu behandeln. Ich weiß nicht, ob es bei Dir auch irgendwie auf die Kopfhaut oder die Kopfnerven geht. Ich hoffe, dass das mal weg geht, weil das ist schlimmer, als ein stechender Schmerz.

Zu Deiner anderen Frage, kann ich nur aus meiner Sicht antworten. Eine Wurzelspitzenresektion würde ich nur im äußersten Notfall machen lassen, wenn ich den Zahn unbedingt haben will. Wenn der hinten nicht mehr gut würde, ließe ich ihn ziehen.

Weiter vorne ist auch ein Implantat besser und wichtiger, aber hier können, so wie bei meiner Mutter bei viel Pech bei der Behandlung unterhalb auch Eiterherde entstehen. Meine Mutter hatte nach dem Ziehen wochenlang oben auch noch Eiter, der beim Ausdrücken gut einen Meter spritzte und der füllte sich immer nach. Ich beneide langsam die Leute mit Dritten Zähnen, denn Zähne können etwas sehr Grausames und Stimmungsschädigendes sein und nur Probleme machen und viel Geld kosten. Brücken sind besser, das haben sie bei meiner Mutter auch dann so gelöst.

» celles » Beiträge: 8677 » Talkpoints: 4,08 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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