Wann wäre eine Konfrontationstherapie wirklich angebracht?
Bei vielen Ängsten hilft es ja, wenn man einfach mit der Situation konfrontiert wird. So denkt man zumindest oft als Laie in einer Situation. Bei einer Selbsttherapie denkt man dann, dass man sich einfach mit der Situation auseinander setzen muss und sich mit den Ängsten einfach konfrontieren sollte.
Ist es aber wirklich angebracht und wann sind auch Therapeuten der Meinung, dass eine Konfrontationstherapie hilft? Welche Voraussetzung bedarf einer Konfrontationstherapie? Habt ihr so eine Konfrontationstherapie schon hinter euch und kann das nicht auch nach hinten los gehen?
Das glaube ich stellt man sich als Laie tatsächlich gefährlich einfach vor. Jeder der wirklich davon überzeugt ist, dass eine unbegleitete "Konfrontationstherapie" helfen muss, hat vermutlich keine Ahnung vor der wirklichen Angst. Denn natürlich kann (und wird) so ein stümperhafter Selbstversuch nach hinten los gehen und kann bis zu einem Trauma führen, wenn wirklich eine extreme Panik Ursache der Ängste ist. "Helfen" würde so was eher Leuten, die sich eben höchstens unwohl fühlen oder ähnliches - die aber keine extremen Angstzustände bekommen.
Ich glaube, dass man sich selbst, wenn man wirklich Angst vor etwas hat, der Situation gar nicht aussetzen würde. M.M.n. sollten nur Therapeuten eine Konfrontationstherapie einleiten. Ich denke auch nicht, dass sie in all zu viele Situationen Sinn macht. Vielleicht bei Angst vor Spinnen o.Ä.
Eine Konfrontationstherapie sollte man nur bei dafür ausgebildeten Therapeuten machen. Wenn man Ängste hat, die einem das Leben verleiden oder einen von wichtigsten Dingen ausgrenzen, ist eine Konfrontationstherapie angebracht. Wenn man beispielsweise Flugangst hat und deswegen einen Posten in der Firma nicht annehmen kann, der einen weiterbringt, hilft eine solche Therapie.
Ich habe Höhenangst, die relativ extrem ist. Ich würde aber keine Konfrontationstherapie machen (wenn es denn eine solche dagegen gibt), weil ich dadurch nicht eingeschränkt werde. Ich gehe einfach nicht auf Berge oder Türme. Auch vor Taranteln habe ich panische Angst, trotzdem brauche ich keine Therapie, weil ich wahrscheinlich nie mehr einer begegne.
Meiner Ansicht nach sollte man 3 Dinge beachten.
1. Eine echte Gefährdung muss ausgeschlossen sein wie z. B. bei einer Phobie vor Schlangen hinter Glass
2. Der Durchführbarkeit der Therapie darf nichts im Wege stehen wie etwa ein möglicher Wohnortwechsel aufgrund eines neuen Jobs.
3. Es muss unter qualifizierter Anleitung stattfinden.
Dann sehe ich hierin kein Problem.
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