Immer wieder erhebliche Probleme bei der Blutabnahme
Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich irgendwann im Teenageralter erstmals zur Blutabnahme musste, ich glaube es war im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. Ich hatte Angst und teilte dies auch mit. Natürlich wird man wenig ernst genommen. Es gehe ganz schnell und man sei sehr routiniert.
Dann ging es los mit dem Abbinden des Armes und die Arzthelferin schaute etwas kritisch. Dasselbe wiederholte sie auf der anderen Seite. Dann sollte ich den Arm bewegen, die Hand zur Faust ballen, usw. bis sie schließlich Hilfe holte. Die Kollegin kam direkt mit einem Ärzte, der wohl zum Feierabend eben nochmal schnell helfen wollte. Er beschloss dann gleich, dass beide Helferinnen es lieber lassen sollen und er mir seinen Kollegen schickt, da er eben Feierabend machen muss und der Kollege mehr Zeit habe.
Man wollte mich wohl auch nicht zu sehr quälen und so tätschelten Helferin und Arzt ewig an mir rum, er nutzte ein so genanntes Butterfly-Gerät und stach dann oben auf dem Arm neben dem Ellenbogen. Wirklich viel Blut floss dann trotzdem nicht in die Kanüle.
Späteres Blutabnahmeaktionen (die ich weitestgehend vermeide) brauchten teilweise sechs Versuche, führten fast immer nur zu einer Blutmenge die gerade eben so reichte und zudem nimmt man regelmäßig den Handrücken- trifft dort aber auch nicht immer sofort.
Gibt es nicht irgendetwas wie man die Venen beeinflussen kann? Push-up-Training für die Venen oder so etwas? Oder irgendwelche bestimmte Bewegungen, Tricks oder vielleicht bestimmte Mittel?
Oh, das kenne ich zu gut. Beim Hausarzt gibt es inzwischen nur noch eine Sprechstundenhilfe, sie sich an meine Adern traut, nachdem sie beim ersten und zweiten Mal zu viert vor mir saßen, ich hinterher komplett zerstochen war und sie dennoch nicht einen Tropfen Blut hatten. Sehr lustig war auch, als ich mal beim Hämatologen war. Ich meine, die nehmen da tagtäglich zig Leuten Blut ab und ich ging eigentlich davon aus, dass es für die ein Klacks wäre.
Die erste Helferin stach mich gute 4 mal vergeblich. Arm abbinden, Faust machen, auf dem Arm rumklopfen etc. hatten nichts gebracht. Dann kam Helferin Nummer zwei, die meinen Arm fachmännisch begutachtete, die Nadel reinstach und sie dann im Arm hin und her bewegte - natürlich ebenfalls vergeblich. Helferin Nummer 3 hatte dann die glorreiche Idee, mich zu schnappen und meine Arme unter den Wasserhahn zu halten. Heiß-Kalt-Wechselbad. Nach zwei vergeblichen Stichen gab sie auf und holte die Chefärztin der Klinik. Die quetschte mir dann verzweifelt den Arm ab, drückte auf dem Arm rum -mir Tat inzwischen alles weh- und beim 3. Stich erwischte sie dann endlich eine Ader. Diese Tortur dauerte insgesamt etwas über 30 Minuten.
Wie du siehst -selbst die wirklichen Fachkräfte waren bei mir weitestgehend ratlos. Wenn es da irgendwelche Tricks neben diesem Wechselbad gegeben hätte, hätten sie es mir sicherlich irgendwann gesagt. Diese halbe Stunde war nämlich nicht nur für mich ein Drama, sondern auch für die. Die schlaue Sprechstundenhilfe bei meinem Hausarzt hat nach dem letzten erfolgreichen Stich ein dickes Kreuz auf die entsprechende Stelle gemalt und das Ganze fotografiert. Seit dem gibt es eigentlich immer einen Erfolg nach maximal zwei Stichen. ![]()
Wenn jemand schlechte Venen hat, dann hat das viel mit Erfahrung zu tun. Man sollte also immer den gleichen Arzt haben zum Blutabnehmen, der einen auch besser kennt. Manche stechen dann blind, treffen aber, weil sie es aus Erfahrung eben wissen. Was soll man aber auch tun, wenn man nichts sieht?
Beeinflussbar ist das selten. Wenn man übergewichtig ist und man deswegen die Venen nicht sieht, dann kann man abnehmen. Allerdings können auch schlanke Menschen schlecht sichtbare Venen haben und die können dann nicht viel daran ändern. Ansonsten kann man nur anständig stauen, was aber bei wirklich schlechten Venen auch nichts hilft. Bei unseren harten Fällen müssen da auch die ITS Ärzte kommen und auch die müssen manchmal öfter stechen.
Meistens versucht man noch die sogenannte Anästhesie-Vene und nimmt eben den Butterfly, weil der sich besser führen lässt. Den nimmt man auch gern bei Kindern.
Ob es Hilfsmittel oder auch Trainingseinheiten gibt, die dazu führen, dass man besser an das Blut beim Abnehmen vom Blut kommt, kann ich nicht wirklich sagen. Ich muss ja auch seit einigen Jahren auch regelmäßig zur Blutabnahme und meine Adern und Venen sind nahezu nutzlos geworden beziehungsweise liegen sehr tief. Da sind bereits die unterschiedlichsten Arzthelferinnen gescheitert und verzweifelt und es tut mir auch jedes Mal wirklich mehr weh, wenn es jemand ist, der dazu absolut unfähig ist. Bislang kenne ich auch nur eine einzige Mitarbeiterin meiner hauptsächlich von mir besuchten Praxis, die darin wirklich sehr fit ist.
Bis auf das Pumpen mit der Hand beziehungsweise eine Faust machen, kenne ich keine weiteren Tipps und Hilfen. Auch Wärme verhilft manchmal zu einem besseren Zugang. Ausreichend Wasser trinken kann auch etwas bewirken, zumindest war es bei mir der Fall.
Ich kenne das nur zu gut. Bei mir haben die Ärzte auch immer wahnsinnige Probleme, Blut abzunehmen. Ich habe einfach kaum sichtbare Adern. In der Schwangerschaft wurde das dann regelrecht zur Tortur, weil mir ja regelmäßig Blut abgenommen werden musste. Ich saß da auch immer eine halbe Ewigkeit und besonders angenehm war das natürlich auch nicht, denn wenn man ständig gestochen wird und trotzdem kein Blut kommt, tut das auf Dauer auch weh.
Bei mir wurde auch alles versucht: Hände zur Faust ballen, auf den Arm klopfen und vieles mehr. Auch die Geschichte mit dem Wasserhahn kommt mir sehr bekannt vor. Es gibt wirklich nur eine einzige Arzthelferin, die mir problemlos Blut abnehmen kann und auch jedes Mal trifft. Wie sie das macht, ist mir auch immer noch ein Rätsel. Wenn ich mal wieder zur Blutentnahme muss und sehe, dass sie gerade Schicht hat, bin ich immer ziemlich erleichtert, weil ich dann weiß, dass es keine Ewigkeiten dauern wird.
Es ist in der Tat ein Abenteuer das Kapitel "Blut abnehmen". Ich kenne es von mir, wie aufgeregt ich und nervös zugleich noch war beim Blut abnehmen als Famulus: Gerade bei älteren, etwas adipösen Patienten grenzt es schon an ein Wunder sofort beim ersten Mal die Vene zu treffen und die entsprechende Menge an Blut abzunehmen. Als Patient hingegen hatte ich auch schonmal das Vergnügen Blut abgenommen zu kriegen. Ich selbst habe relativ unsichtbare, dafür aber sehr gut tastbare Venen. Die Praktikantin damals beim Betriebsarzt hatte zwei Mal in Folge verfehlt, das erste Mal an der rechten und das zweite Mal an der linken Ellenbeuge. Ein drittes Mal wollte sie nicht stechen, so rief die Ärztin, die die Vene auf Anhieb traf.
Der Knackpunkt beim Blut abnehmen ist der, dass man sich keineswegs auf seine Augen verlassen darf: Die Vene kann sehr gut sichtbar sein, aber vom Wandaufbau her so dünn sein, dass man mit dem Stechen gleich die Vene durchsticht. Insbesondere bei älteren Patienten ist das oft der Fall, die ohnehin dünne Venen haben, die auch bei kleinsten Traumata platzen. Vielmehr sollte die Vene gut tastbar sein, ohne, dass sie gleichzeitig auch sichtbar sein muss. Das ist bei mir so, dass man die Vene kaum sehen, aber sehr gut ertasten kann. Hat man als Abnehmer genug Erfahrung, ist Blut abnehmen eigentlich relativ einfach, auch bei adipösen Patienten.
Ist die Vene allerdings weder sichtbar noch tastbar, kann man auf gut Glück stechen, weil man keine andere Wahl hat. Bei stationären Patienten habe ich dann meist an der Leiste Blut abgenommen, aber in der Praxis kann man sowas nicht umsetzen. Aber erfahrene Abnehmer können auch hier unter der Haut die Nadel so manövrieren, dass die Vene zumindest gefunden werden kann. Ob das dem Patienten angenehm ist, ist eine andere Frage, aber ich persönlich habe keinerlei Probleme damit, dass mit der Kanüle im Unterhautgewebe "rumgestochert" wird. Solange kein Nerv getroffen ist, ist alles in bester Ordnung, denke ich mir. ![]()
Ich kenne, das war bei mir auch fast immer eine ziemliche Prozedur. Als Teenager bekam ich das erste Mal Blut abgenommen und die Hausärztin verzweifelte fast daran. Erst am linken Arm probiert, da ich Rechtshänderin bin und man dann ja lieber den anderen Arm damit "belastet", sowohl in der Armbeuge als auch im Handgelenk gestochert, aber ohne Erfolg. Dann doch rechts, da wieder erst oben in der Beuge und dann am Handgelenk und da klappte es dann endlich, aber es war sehr unangenehm.
Bei weiteren Blutabnahmen bekam ich auch immer zu hören, dass meine Venen sehr "versteckt" lägen und links war es bislang nie möglich, am rechten Arm sieht es wohl etwas besser aus. Eine Arzthelferin war quasi Expertin in Sachen Blutabnahme und die hat es immer gut hinbekommen - die ist aber inzwischen leider weggezogen und ich werde also beim nächsten Mal, was hoffentlich noch etwas dauern wird, eine andere haben.
Eine Blutabnahme oder Kanüle legt, ist bei mir auch immer eine Qual. Die Schwestern schaffen es eigentlich nie bei mir, da sie immer eine zu große Kanüle verwenden und meine Venen entweder platzen oder wegrollen. Nach dem dritten Versuch holen sie dann den Arzt und dieser versucht dann auch nochmal sein Glück. Wenn gar nichts mehr geht, dann holen sie eine Baby Kanüle und stechen diese.
Ich finde diese ganze Prozedur überhaupt nicht schön, schon alleine deswegen, weil ich Angst vorm Blutabnehmen und den Kanülen habe. Ich erzähle den Schwestern vorab schon dass sie kleine Kanülen nehmen sollen, aber diese wissen immer alles besser und zum Schluss ist mein ganzer Arm grün und blau.
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