Rippe angebrochen/geprellt - Wie lange dauert es?

vom 17.02.2013, 15:35 Uhr

Ich habe mir ungefähr vor 2 Wochen beim Snowboarden eine Rippe angebrochen oder geprellt. Ich hatte starke Schmerzen bei den kleinsten Bewegungen. Ich dachte jedoch das es in naher Zukunft wieder weg geht und bin noch 2 Tage weiter gefahren. Am 4. Tag tat es zu sehr weh, ich konnte kaum noch aufstehen und nicht mehr tief einatmen. Letzte Woche war ich nun beim Arzt, er stellte fest das die Rippe wahrscheinlich angebrochen oder geprellt ist. Er hat mir jetzt ein Schmerzmittel verschrieben (Ibu 600 1A Pharma).

Trotz allem habe ich noch starke Schmerzen. Wie lange muss ich das jetzt noch ertragen? Hat einer ähnliche Erfahrungen damit? Die Meinungen von Freunden und Verwandtschaft unterscheiden sich stark (zwischen 4 Wochen bis 4 Monate) Bitte helft mir! :(

» jan_skate » Beiträge: 28 » Talkpoints: 8,26 »



Es macht schon einen Unterschied ob eine Rippe angebrochen oder geprellt ist, daraus ergibt sich dann auch die wahrscheinliche Zeit bis zur vollkommenen Genesung. Ich kenne mich mit Rippen nicht so sehr aus, aber ich denke das könnte etwas länger dauern bis du sie wieder einwandfrei verwenden kannst. Das liegt daran, dass sie stetig belastet werden bei jeder Bewegung. Einen angebrochenen Arm könnte man einfach schienen, aber bei Rippen geht das schlecht. Ich hatte mal einen Arm geprellt und hatte dabei auch voll die starken Schmerzen. Der Arm bekam so eine komische Creme und war dann nach circa eine Woche wieder total in Ordnung. Vielleicht kann man das als ungefähren Maßstab nehmen. Natürlich ist eine Rippe noch einmal ein Sonderfall und es kommt auch darauf an wie sehr die verletzte Rippe beansprucht wird.

Wenn es nicht besser wird in der nächsten Zeit gehe noch einmal zum Arzt und frage ihn erneut um Rat. Vielleicht kann er mehr für dich tun. Ansonsten gehen die Schmerzen wieder vorüber und das musst du wohl oder übel einfach über dich ergehen lassen. Vielleicht kann er dir ja auch eine schmerzlindernde Creme verschreiben oder dergleichen, ich weiß nicht was es da so für Möglichkeiten gibt, er wird sich schon auskennen und weiß sicher einen guten Rat!

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» marc25341 » Beiträge: 297 » Talkpoints: 0,77 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Eine Prellung oder gar ein Bruch einer Rippe kann in der Tat sehr schmerzhaft sein. Zudem kann man nicht wirklich etwas machen. Viele Leute, die ich kenne, die eine solche Verletzung hatten, bekamen außer den von dir genannten Schmerzmitteln (Tabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen) auch nichts weiter verordnet, weil man eben einfach nicht viel machen kann.

Der Opa meines Mannes hatte sich letztes Jahr auch eine Rippe gebrochen. Er hat statt den Ibuprofen Schmerztabletten eine Bandage ähnlich einem Korsett verordnet bekommen, was dann seine Schmerzen ziemlich minimiert hat. Diese musste er eine ganze Zeit lang tragen bevor seine Rippe wieder in Ordnung war.

Eine Creme mit Diclofenac oder auch Ibuprofen kann zwar zusätzlich aufgetragen werden, aber in vielen Fällen hilft das nicht wirklich viel und die Leute schwören lieber auf ihre Tabletten.

Bei der Dauer einer Rippenverletzung lässt es sich auch schwer festmachen, wielange du die Schmerzen noch weiter ertragen musst. Sicherlich ist eine solche Verletzung eher etwas, was länger dauert bis sie verheilt ist. Prellungen an sich dauern schon lange und wenn auch noch die Rippe angebrochen oder gar gebrochen ist, dauert es noch einmal ein Stück länger, sodass drei Monate oder länger sicherlich keine übertriebene Zeitangabe ist, wenn es um die Heilung geht. Wielange du davon Schmerzen haben wirst lässt sich auch nicht vorhersehen, aber stelle dich lieber auf einen etwas längeren Zeitraum ein.

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» Nettie » Beiträge: 7637 » Talkpoints: -2,59 » Auszeichnung für 7000 Beiträge



Also.. Ich war eben nochmal im Krankenhaus und hab alles checken lassen. Die Ärztin meinte von Anfang an das ich ein stumpfes Bauchtrauma habe. Nach Ultraschall und Röntgen stellte sich heraus das ich eine Wirbelfraktur habe (es bestand ebenfalls der Verdacht auf eine Milzruptur). Ich habe mich jetzt ein wenig im Internet darüber belesen und ich finde das klingt gar nicht gut. Die Schmerztabletten soll ich weiternehmen. Habt ihr noch irgendwelche Ideen was die Schmerzen noch lindern könnte?

» jan_skate » Beiträge: 28 » Talkpoints: 8,26 »



Also das kann wirklich sehr lange dauern. Es kommt zwar darauf an ob sie gebrochen, angebrochen oder geprellt ist. Mein Vater hat sich vor vielen Jahren eine Rippe gebrochen und hat zeitweise noch immer Schmerzen. Und da habe ich schon von vielen gehört. Das ist leider etwas was oft chronische Schmerzen verursacht. Ich hoffe zwar das bei dir die Schmerzen wieder vergehen, doch es kann wirklich sehr lange dauern.

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


jan_skate hat geschrieben:Also.. Ich war eben nochmal im Krankenhaus und hab alles checken lassen. Die Ärztin meinte von Anfang an das ich ein stumpfes Bauchtrauma habe. Nach Ultraschall und Röntgen stellte sich heraus das ich eine Wirbelfraktur habe (es bestand ebenfalls der Verdacht auf eine Milzruptur). Ich habe mich jetzt ein wenig im Internet darüber belesen und ich finde das klingt gar nicht gut. Die Schmerztabletten soll ich weiternehmen. Habt ihr noch irgendwelche Ideen was die Schmerzen noch lindern könnte?

Ob Wirbelfrakturen operativ behandelt werden, weiß ich nicht, hängt aber sicherlich davon ab, wie der Bruch aussieht. Weiterhin spielt es wohl eine Rolle, ob es nur angebrochen, geprellt oder ein komplett durchgehender Bruch ist. In vielen Fällen geht man allerdings konservativ vor, weil die meisten gebrochenen Wirbelkörper durch die doch sehr starke Muskulatur und den gleichzeitig straffen Bandapparat mehr oder weniger fixiert werden, so dass sie mit der Zeit wieder "ineinander" wachsen können. Jegliche Rotations- und Kippbewegungen sollte man aber dennoch vermeiden, denke ich mal, weil diese Bewegungen auch die Wirbelsäule beanspruchen.

Gegen die Schmerzen kann man allerdings nichts weiter machen als Schmerztabletten einzunehmen. Denselben Wirkstoff kann man auch als Salbe auftragen, wobei sie dann weiterhin eine symptomatische Therapie darstellt, Tabletten wirken aber systemisch besser, zumindest habe ich die bessere Erfahrung damit gemacht. Sollten deine Schmerzen allerdings unerträglich sein, so dass du beispielsweise nachts erst gar nicht zum Schlafen kommst, kannst du deinen Orthopäden mal darauf ansprechen, ob er nicht niedrigpotente Opioide verschreiben kann. Ich hatte nämlich nach meiner Knie-OP (Kreuzbandriss und Meniskusruptur) gut 4-5 Wochen danach unheimliche Schmerzen, sodass ich selbst mit höchster Dosis an Schmerztabletten (Ibuprofen 800) nachts kaum ein Auge zudrücken konnte, daraufhin verschrieb mir mein Hausarzt Tramadol (muss nicht per Betäubungsmittelrezept ausgestellt werden) und erst mit 4 Tabletten Tramadol kam ich zumindest zu 4-5 Stunden Schlaf am Tag. Dass Wirbelkörperfrakturen allerdings ähnlich starke Schmerzen verursachen, wage ich zu bezweifeln.

Die angesprochene Chronifizierung der Schmerzen kann möglicherweise bedingt sein durch die Entstehung der sogenannten Pseudoarthrose: Dabei gelingt es dem Körper nicht, den Frakturspalt komplett mit Knochensubstanz zu füllen und der, wenn auch kleine, Restspalt ermöglicht eine geringe Bewegung der beiden Knochensegmente an der Frakturstelle. Das muss nicht unbedingt vom Patienten wahrgenommen werden, kann aber zu dauerhaften Schmerzen führen, die man nicht zuordnen kann.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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