Menschen mit Tagesstruktur werden seltener krank?

vom 28.02.2013, 23:01 Uhr

Wie ich in einem anderen Thread schon erwähnt habe, war ich in letzter Zeit häufig krank und bin auch irgenwie sehr krankheitsanfällig. Ich weiß auch, dass das viele Ursachen wie zum Beispiel Stress, Schlafmangel oder was weiß ich was haben könnte. Zumindest meinte eine Bekannte letztens zu mir, dass das auch daran liegen könnte, dass ich in meinem Tag keine Struktur drinhabe.

Was sie damit genau meinte ist (ich habe nachgefragt), dass ich jeden Tag um die gleiche Zeit frühstücke oder um die gleiche Zeit Abendbrot esse und eben ein paar geregelte Abläufe habe, an die sich mein Körper gewöhnen kann. Das klingt ja auch alles ganz logisch und so was habe ich wirklich eher weniger, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Habt ihr Tagesstruktur und seid dadurch weniger krank? Meint ihr, wenn man Tagesstruktur hat, wird man wirklich seltener krank? Warum?

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» Fluffeltuch » Beiträge: 797 » Talkpoints: 3,85 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Also ich habe keine Tagesstruktur, bin aber so gut wie nie krank. Es sei denn mal im Winter, wenn sowieso überall die Keime um mich herum sind und es fast schon unmöglich ist, gesund zu bleiben.

Jedoch könnte ich mir vorstellen, dass Leute, die einen geregelten Tagesablauf haben eher gesund bleiben, weil sie wahrscheinlich auch immer zur selben Zeit ins Bett gehen und Essen zu sich nehmen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass wenn man immer zur selben Zeit ins Bett geht und aufsteht viel fitter ist, als Menschen, die mal um 10 und dann mal um Mitternacht ins Bett gehen. Ich glaube, wenn der Körper Gewohnheiten hat, bleibt er auch tatsächlich gesünder, aber ich wüsste so gesehen auch keinen Grund, warum das so sein könnte. :lol:

» cupcake03 » Beiträge: 1152 » Talkpoints: 29,50 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich habe keinerlei Struktur in meinem Tagesablauf was auch daher kommt, dass ich sehr oft wechselnde Arbeitszeiten habe. Jedoch bin ich recht selten Krank und wenn dann auch meist nur für sehr kurze Zeit, da sich mein Körper recht schnell erholt. Daher würde ich eigentlich dieser Theorie wiedersprechen. Doch kenne ich auch Leute die Körperlich sehr empfindlich darauf reagieren wenn sie eben keinen geregelten Tagesablauf haben. Daher denke ich das eine Allgemeine Aussage hier nicht Möglich ist und es einfach auf die jeweilige Person ankommt wie sie damit zurecht kommt.

» Flasssh » Beiträge: 373 » Talkpoints: 9,68 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Allein schon durch meine Schichtarbeit kann ich mir keine geregelte Tagesstruktur aufbauen und ich denke, dass dies dauerhaft für meinen Körper auch unvorteilhaft ist. Dadurch, dass man mal früher und mal später schlafen geht und auch zu verschiedenen Zeiten seine Mahlzeiten einnimmt, wird die innere Uhr ständig aus der Bahn geworfen und obwohl ich den Schichtdienst noch nicht einmal ein Jahr mitmache, so merke ich, dass es dauerhaft für mich eine zusätzliche physische, aber auch psychische Belastung darstellt.

Da ich des öfteren unter Schlafstörungen leide, denke ich, dass diese auch daher rühren. Im Großen und Ganzen denke ich schon, dass ein geregelter Tagesablauf viel gesünder wäre und in gewisser Weise sich durchaus auch positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

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» LongHairGirl » Beiträge: 845 » Talkpoints: 47,97 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich denke, es kommt darauf an, ob die unregelmäßige Tagesstruktur freiwillig oder aufgezwungen ist. Ich habe im Moment keine richtige, regelmäßige Tagesstruktur und war seit Jahren nicht mehr krank. Aber diese Struktur wird mir nicht aufgezwungen, daher habe ich auch keine Schlafstörungen.

Mein ältester Sohn hat eine sehr extreme Tagesstruktur. Er hat eine Firma und arbeitet oft zwanzig Stunden hintereinander. Manchmal arbeitet er die ganze Nacht durch und schläft tagelang nur für jeweils vier Stunden. Manchmal schläft er dafür dann über zwölf Stunden durch. Aber auch das ist freiwillig und mit einer gewissen Befriedigung für ihn verbunden. Mein Sohn ist auch lange nicht mehr krank gewesen.

Ich glaube, dass eine aufgezwungene Struktur, wie beispielsweise Schichtdienst oder schlecht schlafende Babys etwas anderes sind. Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass es zu Schlafstörungen und Stress kommt, die das Immunsystem schwächen.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich habe momentan keine richtig gute Tagesstruktur, bin aber deshalb trotzdem noch nicht krank geworden. Es sind für mich gerade Ferien, da geht es nun einmal nicht immer alles in geregelten bahnen zu. Dennoch werde ich in den Ferien nicht häufiger krank als zu Zeiten, in denen ich meine geregelten Tagesabläufe verfolgen kann.

Theoretisch kann ich es mir aber vorstellen, dass gewisse Tagesstrukturen die Gesundheit beeinträchtigen können. Man weiß ja mittlerweile schon, dass man eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweist, übergewichtig zu werden, wenn man unregelmäßig isst. Und das Essen beziehungsweise die Essenszeiten sind ja nun einmal in der Tagesstruktur mit enthalten.

Mehr Beispiele fallen mir dazu aber dennoch nicht ein und ich kann mir auch so nicht wirklich etwas vorstellen, was durch schlechte Tagesstrukturen begünstigt werden könnte. Nur vom Grundprinzip her klingt es eben doch halbwegs einleuchtend.

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» olisykes91 » Beiträge: 5370 » Talkpoints: 24,75 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Es könnte schon sein, dass an dieser Theorie etwas dran ist. Allerdings dürfte eine geregelte Tagesstruktur nur ein Faktor von vielen sein, der dazu führt, dass man weniger krank ist. Ich habe eine geregelte Tagesstruktur und bin recht selten krank. Deswegen könnte bei mir diese Theorie schon zutreffen. Ich weiß aber nicht genau, warum eine Struktur im Tagesablauf die gute Gesundheit fördern soll. Vielleicht hat das auch wieder mit Stress zu tun, der durch einen unregelmäßigen Rhythmus verursacht wird.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und so ist es auch kein Wunder, dass man auf Menschen trifft, die eine gewisse Struktur eher bevorzugen, als grob in den Tag hineinleben. Ich erinnere mich dabei gern an meinen Opa, der wirklich immer zur gleichen Uhrzeit aufgestanden, Aufgaben erledigt, Mahlzeiten zu sich genommen hat und abends immer in etwa zur gleichen Zeit ins Bett gegangen ist. Für ihn waren diese Zeiten schon wichtig und ob er nun weniger gesünder gewesen wäre, hätte er sich nicht so daran gehalten, ist nicht wirklich bekannt.

Sicherlich ist es entspannter, wenn man einem Tag Struktur verleiht und man selbst im Grunde auch diese Disziplin hat, diese Zeiten einzuhalten. Aber ich kann mir eben auch vorstellen, dass manche Leute sich selbst so unter Druck setzen, für sie muss man dann um 7 Uhr jeden Tag aufstehen und so weiter. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass diese Idee für alle Personen gleichermaßen gültig sein kann.

Es ist auch recht unrealistisch, dass man solche Strukturen im Alltag beibehalten kann. Gerade mit Kindern oder auch im Schichtdienst ist es ja nicht möglich, seine Zeiten immer einzuhalten und da verschieben sich durchaus auch mal die Zeiten. Gerade heutzutage ist Flexibilität unabdingbar und das wirkt sich auch aus. Man kann es ja auch gut nachlesen, dass Schichtdienste sich eher gesundheitsschädlich gestalten, da nicht jede Person diese gleichermaßen gut verträgt.

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» *steph* » Beiträge: 18439 » Talkpoints: 38,79 » Auszeichnung für 18000 Beiträge


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