Sport bei Kälte wirklich so ungesund?

vom 07.02.2013, 16:43 Uhr

Immer wieder liest man im Internet, man solle es in der Kälte mit dem Sport nicht übertreiben. Es sei unheimlich wichtig auf die richtige Kleidung zu achten, und durch den Mund atmen, das ginge gar nicht. Würde man die Luft unaufgewärmt (also nicht durch die Nase) einatmen, könne man sich ganz schnell eine Bronchitis einhandeln. Eine Meningitis sei auch denkbar, würde man den Kopf nicht hinreichend von der kalten Umgebungsluft schützen. Aber sind diese Ratschläge auch alle haltbar? Ist der Mensch als "Kind der Natur" nicht ohnehin an kältere Witterungsverhältnisse angepasst?

Neulich bin ich mit einer Herbstjacke und Handschuhen gerüstet einfach mal losgeradelt, und da mir nicht ansatzweise kalt war, fuhr ich einfach weiter, stets durch den Mund atmend. Die Temperatur betrug frische -2°C und es schneite. Nun, etwa 120km und fünf Stunden später war ich dann auch wieder zuhause, und ich fühlte mich besser als nach jeder (!) Radtour im Sommer. Meine Atemwege waren nicht auch nur Ansatzweise gereizt, wie ich das schon oft im Sommer erlebt hatte. Meine Ohren waren auch ohne Mütze drangeblieben und von einer Meningitis habe ich zumindest nichts gemerkt ;-)

Haltet Ihr die Ratschläge von irgendwelchen "Medizinern" auch für Humbug und Panikmache? Geht Ihr im Winter weiterhin dem Sport eurer Wahl nach?

» MasterOers » Beiträge: 348 » Talkpoints: 1,16 » Auszeichnung für 100 Beiträge



-2 °C ist ja nun nicht wirklich kalt. Ich denke, es geht um Temperaturen unter -10 °C. Bei Sport würde ich da nicht unbedingt lange durch den Mund atmen. Es kommt auch darauf an, wie gut man beieinander ist. Die Wintersportler treiben doch auch Sport. Ich denke, es geht da nur um die Ungeübten.

Es dürfte ja sonst keinen Wintersport geben, es dürften keine Kinder Schlitten fahren und Schlittschuh laufen wäre auch tabu. Wir sind als Kinder intensivst Schlitten gefahren und das Hochziehen der Schlitten war durchaus anstrengend.

» anlupa » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Wenn du mal relativ locker eine 120km-Radtour machst, bist du ja wahrscheinlich kein absoluter Sportmuffel, sondern schon wahrscheinlich relativ fit. Von daher bist du wahrscheinlich aufgrund dieser Tatsache weniger anfällig. Gerade wenn man sowieso im Winter regelmäßig draußen ist und sogar Sport macht, gewöhnt sich der Körper ja an die Belastung.

Außerdem ist es ja nicht so, dass man unbedingt sofort Bronchitis bekommt, wenn man einmal draußen Sport macht, und sich nicht an diese Ratschläge hält. Es gibt aber eben Leute, die da recht empfindlich sind. Oder man ist sowieso schon wegen einer beginnenden Erkältung leicht angeschlagen und beschleunigt oder verschlimmert durch den Sport die Krankheit.

Oft ist es aber auch einfach nur so, dass die Leute nicht auf ihren Körper hören und die Warnsignale ignorieren. Wer diese Warnsignale aber bewusst wahrnimmt und sein Verhalten daran anpasst, wird wahrscheinlich nicht so schnell Probleme bekommen.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich habe vor Kurzem irgendwo gelesen, dass Sport (als Beispiel war dort Laufen genannt) bis -15°C kein Problem ist. Wird es jedoch noch kälter, sollte man vorübergehend auf Sport verzichten oder diesen eben drinnen ausüben. Ich persönlich gehe regelmäßig laufen, auch im Winter und war auch schon bei Minustemperaturen unterwegs. Bei Temperaturen unter -10°C würde ich persönlich draußen keinen Sport mehr machen. Klar sollte natürlich auch sein, dass man sich dem Wetter angepasst anzieht.

» SuperGrobi » Beiträge: 3876 » Talkpoints: 3,22 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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