Internetkontakte und Internetreundschaften richtig einordnen
Insbesondere die jüngere Generation verbringt ja, wie wir alle wissen, viel Zeit im Internet und auch in sozialen Netzwerken, Chats und Foren. Natürlich sammeln sich dort mit der Zeit die ein oder anderen Kontakte an, mit denen man gelegentlich schreibt, auch solche, mit denen man regelmäßigen Kontakt aufnimmt. Interessant wird es aber bei denjenigen, mit denen man wirklich häufigen Kontakt hat, soll heißen: Alle paar Tage oder täglich schreibt, regelmäßig auch telefoniert, sie aber eben (noch) nicht persönlich getroffen hat.
Ich persönlich pflege mehrere solcher Kontakte und habe schon seit Langem vor, diese auch einmal persönlich zu treffen - was sich aber teilweise als schwierig gestaltet, da man über das Internet nun einmal auch viele Menschen kennen lernt, die weiter weg wohnen und bei denen man erst einmal quer durch Deutschland fahren müsste, wo einem schon der finanzielle Faktor im Weg steht. Doch obwohl sich der Kontakt mit diesen Menschen aus diesem Grund vorerst auf das Internet beschränkt, sind sie mir doch wichtig und ich betrachte sie als reale Freundschaften.
Letztens kam ich ins Gespräch mit jemandem, der mir erklärte, diese Freundschaften wären nicht real, sondern eine reine Einbildung, denn solange man einen Menschen nicht persönlich kennt kann es auch kein realer Kontakt und erst recht keine Freundschaft sein. Das hat mich erst empört und dann zum Nachdenken gebracht: Wie sehen das eigentlich die verschiedenen Menschen? Wie war das mit den Brieffreundschaften früher, wurden diese auch nur als "unreal" bezeichnet und, wenn nein, wo liegt der Unterschied? Kann so ein Internetkontakt irreal sein, wo doch an beiden Enden der Leitung reale Menschen sitzen, die sich für den Kontakt miteinander entscheiden? Oder schreiben da nur zwei Konstrukte miteinander?
Internetfreunde so gut wie richtige?
Welchen Stellenwert haben Internetfreundschaften?
Ich sehe das so wie Du - natürlich sind es immer reale Menschen, die miteinander kommunizieren. Dass
der geistige Austausch im Vordergrund steht und nicht äußere Gegebenheiten, bietet - wie bei papierner Korrespondenz - auch Chancen.
Zum einen kann man - wenn man sich die Mühe denn macht - schriftlich sorgfältiger formulieren als in einem Echtzeitgespräch (wobei der Tastatur-Chat ein Mittelding zwischen Echtzeitgespräch und Korrespondenz darstellt), zum anderen kann man Menschen und Sichtweisen kennenlernen, denen man im unmittelbaren Lebensumfeld nie begegnet wäre.
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