Dass Alkohol Gehirnzellen abtötet ist falsch?
Mir wurde eigentlich immer gesagt, dass Alkohol Gehirnzellen abtötet. Man sagt ja auch "Der hat sich das Gehirn weggesoffen". Aber wenn man diesem Artikel glauben darf, dann stimmt diese These nicht
klick. Dann ist es ein Ammenmärchen. Denn Studien haben wohl bewiesen, dass man Mäusen, die man mit Alkohol getestet hat sogar besser und mehr Gehirnzellen anzüchten konnten.
Die Kopfschmerzen, die man bekommt, sind laut diesem Artikel nur davon, weil Alkohol dem Gehirn das Wasser entzieht, das Gehirn schrumpft und an der Hirnhaut zieht. Das schmerzt. Das Gehirn selber soll Schmerz unempfindlich sein.
Stimmt dieser Artikel wirklich oder ist es richtig, was man doch Jahrelang eingetrichtert bekommt, dass jeder Tropfen Alkohol Gehirnzellen abtötet? Ist also Alkohol gar nicht ganz so gefährlich wie man bisher angenommen hat?
Das Gehirn selbst ist schmerzunempfindlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es ihm guttut, so sehr entwässert zu werden, dass es schrumpft und an der Aufhängung zieht.
Außerdem mag es ja den Tatsachen entsprechen, dass übermäßiger Alkoholkonsum die Gesamtzahl der Hirnzellen nicht beeinflusst, aber vielleicht ruiniert er ja die Reizübertragung oder die Produktion von bestimmten Botenstoffen? Ich bin kein Experte, kann mir aber nicht vorstellen, dass ausgerechnet das Gehirn völlig unempfindlich gegen Alkohol sein soll. Dann wären ja auch langjährige Alkoholiker zumindest geistig noch voll leistungsfähig, und das wäre mir wirklich neu.
Ich betrachte Alkohol an sich nicht als gefährlich, aber dauerhafter Überkonsum ruiniert erwiesenermaßen die Gesundheit - wo und wie das geschieht, ob beispielsweise zuerst der Magen oder die Leber kapituliert, macht für mich keinen Unterschied. Was nützen mir meine intakten Hirnzellen, wenn der Alkohol meine anderen Organe in ihre Bestandteile auflöst?
In den tieferen Hirnregionen finden entscheidende Veränderungen statt. Bei gesunden Menschen mit mäßigem Alkoholgenuss gehen Veränderungen des Stoffwechsels im Gehirn wieder zurück. Es wird vermutet, dass der zunehmende Alkoholgenuss dafür sorgt, dass sich das Gehirn nicht mehr erholen kann. Tests sind noch notwendig.
Mitarbeiter der Universität Oxford, Basel und Siena untersuchten mit einem deutschen Kollegen in Würzburg, wie sich der Hirnstoffwechsel und das Hirnvolumen bei 15 Patienten, die alkoholabhängig waren, mit ihrer Abstinenz entwickelte. Eine gewisse Anzahl von Jahren kann sich das Gehirn wieder erholen und schrumpft nicht weiter, wenn kein Alkohol mehr getrunken wird. Liegt jedoch eine Abhängigkeit von 25 Jahren vor, schrumpft das Gehirn weiter und erholt sich nicht.
Da Alkohol ein Nervengift ist, veranlasst es auch das Absterben von Gehirnzellen. Pro Vollrausch sterben 30.000 Gehirnzellen ab. Bei insgesamt 100 Milliarden ist das vielleicht nicht so schlimm. Ob der verlinkte Artikel nun stimmt, kann ich nicht beurteilen.
Schon 2007 hatten Forscher nach jahrelangen Studien herausgefunden, dass übermäßiger Alkoholkonsum mit dem Schrumpfen des Gehirn korrelliert, siehe
diesen Artikel. Woher der obige Artikel seine Informationen her hat, ist mir ein Rätsel, so wirklich seriös scheint mit die Seite aber nicht, um ehrlich zu sein. Insofern würde ich bei solchen Sachverhalten eher auf seriösere, zuverlässigere Seiten zurückgreifen, wo auch die Quellen der entsprechenden Aussagen erwähnt haben.
Auf der Seite aerzteblatt.de findet man übrigens auch neuere Artikel, u.a. zum von Cid erwähnten Aspekt der Regenerationsfähigkeit des Gehirns in Abhängigkeit von der Konsumdauer.
Alkohol hat mehrere Nachteile für das Gehirn, es gibt zum einen eine Demenz, die bei Alkoholikern vorkommen kann Korsakow-Syndrom genannt. Die entsteht bei starken Alkoholikern, die sich neben dem Suff nicht mehr richtig ernähren. Dadurch entsteht ein chronischer Vitamin B-Mangel und der führt dazu, dass insbesondere das Gedächtnis geschädigt wird, weil bestimmte Enzyme durcheinander gebracht werden. Zum anderen schädigt Alkohol die Leber und wenn die nicht mehr richtig funktioniert, dann kann sich auch Giftstoffe nicht mehr richtig abbauen. Die landen dann im Blutkreislauf und damit auch im Gehirn. Das ist auch nicht gerade gesund für die Intelligenz.
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