In der Schwangerschaft mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen?
Meine Schwägerin ist ungefähr im 6. Monat schwanger. Nun beklagt sie sich aber seit gestern, dass sie tierische Zahnschmerzen habe und dass sie ein Loch im oberen Weisheitszahn habe und das sie aber Angst habe zum Zahnarzt zu gehen und sich behandeln zu lassen, weil sie schwanger ist. Dass man schlechte Zähne in der Schwangerschaft bekommen kann, dadurch das dem Körper einiges an wichtigen Vitaminen und desgleichen entzogen wird, weiß ich ja. Aber erst habe ich das Ganze nicht verstanden und habe selbstverständlich nachgefragt, denn vor der Schwangerschaft ging sie auch immer recht gerne zum Zahnarzt und hat sich ohne Probleme behandeln lassen, wenn es denn mal sein musste.
Sie erzählte mir, dass ihr erzählt wurde, wenn sie mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen würde, dass sie die Behandlung ohne Betäubungsspritze über sich ergehen lassen müsste. Und da sie den Verdacht hat, dass der Zahn gezogen werden muss, kann ich ihre Reaktion auch irgendwo nachvollziehen. Zu mal sie sich den Zahn auch nicht bohren und füllen lassen würde, ohne dass sie eine Betäubungsspritze bekommen würde. Sie meinte, dass der Zahnarzt sie nur ohne Spritze behandeln würde oder ihr Antibiotika geben würde, wenn es eine Entzündung sei, weil sie schwanger ist und sie dann halt nach der Schwangerschaft sich richtig in Behandlung geben könnte.
Nun hatte sie mich gefragt, ob es denn stimmen würde, dass sie keine Betäubungsspritze beim Zahnarzt bekommen würde, wenn sie sich dort in Behandlung gibt und nun mal schwanger ist und ehrlich gesagt, war ich in der Situation total überfragt. Da ich in meinen Schwangerschaften nur einmal zum Zahnarzt musste, um zu kontrollieren und ich nie wirklich behandelt werden musste, sodass ich eine Betäubungsspritze benötigte, wusste ich in dem Moment auch keine richtige Antwort.
Nun stelle ich doch einfach mal euch die Fragen. Bekommt man tatsächlich keine Betäubungsspritze, wenn man sich bei einem Zahnarzt in Behandlung geben muss, wenn man gerade schwanger ist? Und was macht der Zahnarzt denn, wenn man aber solche Zahnschmerzen hat, dass man sie nicht aushält? Bekommt man dann tatsächlich Antibiotika und Schmerzmittel, bis die Entzündung weg ist und dann muss man sich nach der Schwangerschaft in Behandlung geben? Oder ist das alles großer Quatsch und sie bekommt bei einer Zahnarztbehandlung doch ganz normal eine Betäubungsspritze? Ziehen die Zahnärzte überhaupt Zähne, wenn man schwanger ist oder was machen die allgemein?
Ich denke aber auch, dass sie Angst hat, sich in der Schwangerschaft in zahnärztliche Behandlung zu geben, weil ihr der Zahn wohl gezogen werden muss. Da sie aber solche Schmerzen hat, würde ich ihr trotzdem gerne helfen. Gibt es irgendein Hausmittelchen oder allgemein Mittel, was ich ihr besorgen kann, damit die Schmerzen weggehen und sie erst nach der Schwangerschaft zum Zahnarzt gehen muss?
Deine Schwägerin braucht keine Angst vor dem Zahnarztbesuch zu haben, sie kann natürlich trotz Schwangerschaft betäubt werden. Es stehen in der Zahnarztpraxis unterschiedliche Wirkstoffe zur Betäubung zur Verfügung (gibt ja auch häufig Allergiker), nur wenige davon haben schädliche Wirkungen auf das ungeborene Kind.
Es ist natürlich wichtig, dass der Zahnarzt erfährt, dass deine Schwägerin schwanger ist, wobei man das im sechsten Monat sicherlich sieht. Wenn der Zahnarzt darüber Bescheid weiß, kann er ein passendes Betäubungsmittel auswählen und es besteht keine Gefahr für das Kind.
Ich bezweifle allerdings, dass der Weisheitszahn während der Schwangerschaft gezogen wird. Es gibt Methoden diesen ruhig zu stellen, denn eine Extraktion braucht oftmals noch eine Antibiotikagabe, die natürlich in der Schwangerschaft nach Möglichkeit vermieden werden sollte. Vielleicht zieht der Zahnarzt auch nur den Nerv aus dem Zahn und extrahiert ihn, wenn deine Schwägerin entbunden hat.
Deine Schwägerin sollte bereits bei der Anmeldung am Telefon sagen, dass sie schwanger ist und dort nachfragen, ob entsprechende Betäubungsmittel zur Verfügung stehen. Das ist auf jeden Fall besser, als wahllos Schmerzmittel und Antibiotika zu schlucken, die ja auch schädlich fürs Kind sein können. Wenn ein Zahnarzt solche eine Behandlung vorschlägt, würde ich im Zweifel lieber wechseln.
Ich selbst war in der Schwangerschaft mit Zahnschmerzen beim Zahnarzt. Er hat damals nur eine Notbehandlung gemacht, so dass der Zahn eben solange keine weiteren Probleme machte, bis die Schwangerschaft vorbei war. Eine Art Betäubung habe ich damals auch bekommen. Nach meiner Schwangerschaft musste der Zahn dann gezogen werden.
Auch wenn deine Schwägerin Angst hat, so sollte sie trotzdem zum Zahnarzt gehen. Ganz ohne Betäubung wird Dieser mit Sicherheit nicht arbeiten. Aber sie will doch bestimmt nicht die nächsten drei Monate mit Zahnschmerzen leben.
Keine Angst, auch ich war in der Schwangerschaft beim Zahnarzt und musste sogar eine Spritze bekommen, was laut Zahnarzt völlig unbedenklich war. Ich glaube nur Röntgen wäre problematisch und man müsste den Bauch mehr schützen als nur mit so einer 0815-Bleischürze.
Also das ist sicher kein Grund nicht zum Zahnarzt zu gehen. Ich bin auch schon gewesen obwohl ich schwanger war. Bei mir hatte es allerdings nicht sehr viel und so habe ich auf die Betäubung verzichtet, aber im Notfall, wenn eben wirklich der Zahn gezogen werden muss gibt es auf alle Fälle eine Betäubung. Das würde nie so gemacht werden. Es gibt auch für die Schwangerschaft so ziemlich jedes Medikament das benötigt wird das man einnehmen darf und dem Kind nicht schadet. Und so auch eine Betäubung beim Zahnarzt. Ich denke sie schadet dem Kind mehr wenn sie da dauernd unter Zahnschmerzen leidet.
kai0409 hat geschrieben:Sie erzählte mir, dass ihr erzählt wurde, wenn sie mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen würde, dass sie die Behandlung ohne Betäubungsspritze über sich ergehen lassen müsste.
Das ist totaler Unsinn. Klar muss der Zahnarzt wissen, dass deine Schwägerin schwanger ist. Das ist für die Behandlung schon von Bedeutung. Aber es gibt bei den Lokalanästhetika, die deine Schwägerin als Spritze vor der Zahnbehandlung bekommen würde, durchaus Wirkstoffe, die dem ungeborenen Kind überhaupt nicht schaden. Manche dieser Wirkstoffe sind nicht plazentagängig und gelangen somit auch nicht in die Nähe des Kindes. Oder sie werden so schnell abgebaut, dass sie ebenfalls keinen Schaden am Kind anrichten. Wenn das also die einzigen Bedenken deiner Schwägerin sind, so sind diese zwar berechtigt, aber in diesem Fall weniger relevant.
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