Methoden für einen langjährigen Raucher aufzuhören?!
Mein Onkel raucht wie ein Schornstein. Er raucht schon seit 30 Jahren mindestens 3 Schachteln am Tag, manchmal auch noch mehr und er will eigentlich aufhören zu rauchen, weil es ihm auch gesundheitlich nicht sehr gut geht. Er befürchtet aber, dass der Entzug ihm zu schaffen macht und deswegen hat er versucht das Rauchen zu mäßigen. Das klappte für kurze Zeit und dann war er wieder bei den vielen Zigaretten.
Welche Methoden gibt es für einen langjähjrigen Kettenraucher mit dem Rauchen aufzuhören? Sollte er es unter ärztlicher Aufsicht machen oder kann man das alleine schaffen? Was sollte er machen, damit er aufhören kann? Habt ihr mit dem Rauchen aufgehört und ist es euch schlecht dabei ergangen? Kennt hr jemanden, der so viel geraucht hat und auch so viele Jahre geraucht hat und der es geschafft hat aufzuhören?
Mein Vater hat damit angefangen unterwegs keine Zigaretten mehr bei sich zu haben. Dann hat sie nach draußen verfrachtet, sodass er jedes mal ins Freie gehen musste, damit er eine Zigarette haben kann. Darüber hinaus war in der Schachtel immer nur eine Zigarette, die anderen lagen im Keller. Hat er eine aufgeraucht, ging er in den Keller und holte eine Zigarette und legte sie in die Schachtel, die draußen lag. Wenn er auf dem Sofa saß, schaute er immer auf die Uhr. Und wenn er unbedingt eine rauchen wollte, sagte er sich selber: Jetzt noch nicht, ich warte noch 15 Minuten. Das hat geklappt und mit den Monaten wurde es immer weniger. Ob Dein Onkel auch so durchhalten kann, kann nur er beurteilen. Bei meinem Vater hat es geholfen und er hat über 30 Jahre geraucht. Seit zwei Jahren ist er Nichtraucher geworden.
Eine Methode wäre sicherlich die Konsequenz. Man muss einfach einen gewissen Zeitraum lang keine Zigaretten kaufen und keine rauchen und die Entzugserscheinungen ertragen. Ich kenne viele, die mit dieser Methode aufgehört haben zu rauchen, aber viele scheitern auch daran, weil sie inkonsequent sind und willensschwach. Es ist eben schwer, wenn der Mensch ein Gewohnheitstier ist und diese Methode ist schon unbequem (aber sie funktioniert!).
Ansonsten hat meine Cousine aufgehört mit dem Rauchen, indem sie eine Hypnosetherapie gemacht hat. Sie hat dazu einen Hypnosetherapeuten gebucht und bei diesem mehrere Sitzungen vereinbart. Sie hat dann die Zigaretten langsam ausgeschlichen und immer weniger geraucht. Diese Methode ist also auch ganz gut, weil sie nicht so ruckartig ist und ist sicherlich auch etwas für einen langjährigen Kettenraucher. Aber es gibt ja viele, die bei Hypnose gleich schreien, sie würden an so etwas nicht glauben, und dann funktioniert es natürlich nicht.
Eine Freundin von mir hat ihrem Freund das Rauchen abgewöhnt, indem sie ihm irgendwas unter seinen Tabak (er hat selber gestopft) gemischt hat. Ich weiß nicht genau, was es war, es war auf jeden Fall etwas ungefährliches, was aber ziemlich eklig gewesen sein muss. Er hat dann einige Male probiert und auch neuen Tabak gekauft und das Rauchen dann, als der Tabak immer so wiederlich war, aufgegeben.
Also die wichtigste Voraussetzung ist schon mal, dass er wirklich aufhören möchte. Jemandem, der voll hinter der Entscheidung steht, dass er aufhören möchte, wird es leichter fallen, als jemandem, der eigentlich gar nicht aufhören möchte. Mein Großvater hat lange Jahre ziemlich viel geraucht und dann von einem auf den anderen Tag einfach aufgehört, aber das wird nicht jeder schaffen.
Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, die mittlerweile angeboten werden, um mit dem Rauchen aufzuhören. Es gibt Kaugummis, die man statt der Zigarette kauen kann, um eben irgendwann den Konsum zu reduzieren, bzw. ganz aufzuhören. Allerdings haben wir einige Kunden in der Apotheke, denen das nicht recht gelingt und die jetzt regelmäßig ihre Kaugummis statt der Zigaretten kaufen. Das ist eigentlich nicht der Sinn der Sache, auch wenn es natürlich positiv ist, dass in dem Kaugummi keine Giftstoffe sind, die die Lunge belasten.
Sonst gibt es noch Nikotinpflaster, die man anwenden kann. Dort gibt es verschiedene Stärken. Bei so starken Zigarettenkonsum fängt man mit der stärksten Dosis an und nach einiger Zeit wird es herunterdosiert. Außerdem gibt es noch Tabletten, die allerdings verschreibungspflichtig sind und auch nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden sollen.
Meine Mutter hat mit 24 Jahren aufgehört zu rauchen, weil sie mit mir schwanger war. Dadurch hat sie diese Sucht bekämpft und von einen auf den anderen Tag aufgehört zu rauchen. Ich denke sie wollte einfach kein Risiko während der Schwangerschaft eingehen und musste deshalb aufhören zu rauchen.
Heutzutage gibt es viele Methoden um mit dem Rauchen aufzuhören. Meine Großmutter hat sich bei der Apotheke ein paar Bonbons gekauft, die das Suchtgefühl für eine Weile unterdrücken.
Meine Oma war seit 20 Jahren Kettenraucherin. Sie rauchte jeden Tag 1-2 Schachteln weg. Auch Besuche und Gespräche beim Arzt brachten nichts. Sie hatte zwar den Willen aufzuhören, aber die Sucht war stärker.
Deshalb nahm sie sich vor nicht ganz aufzuhören, sondern den Verbrauch zu verringern. Das ging eine Weile ganz gut und somit versuchte sie nach 2 Monaten das Rauchen ganz einzustellen. Mit Hilfe von Pastillen und Massagebällen hat sie die Sucht nach einem halben Jahr überwunden und hält es bis heute durch. Hut ab.
Wenn jemand so starker Raucher ist, würde ich empfehlen, den Entzug unter ärztlicher Aufsicht zu machen. Die Entzugserscheinungen können wirklich heftig werden, das habe ich bei einem Bekannten mit erlebt. Der hat während des Entzuges so dermaßen getobt, dass einige Möbel dabei zu Bruch gegangen sind. Zudem hat er nächtelang schweißgebadet auf dem Boden gelegen und Schmerzen gehabt. Er hatte bis zu dem Zeitpunkt auch 2 Schachteln (große mit glaube ich 25 Stück drin) am Tag geraucht.
Bei uns auf der Arbeit hat unser Werksleiter nun für die Angestellten mehrere Termine für Nichtraucher-Seminare aufgestellt, an denen die Mitarbeiter kostenlos teilnehmen können. So ein Seminar kostet sonst an die 300 Euro, das zahlt aber unsere Firma. Bisher haben damit, bis auf zwei oder drei Kollegen, alle geschafft, mit dem Rauchen aufzuhören. Man muss das aber auch wollen und nicht nur denken, dass man mal eben aufhört.
Wenn man so starker Raucher ist, wie dein Onkel, wird es vielleicht aber nicht mit einem solchen Seminar klappen. Ich würde ihm empfehlen, sich an seinen Hausarzt zu wenden und mit diesem zu beraten, was man tun kann. Manchmal hilft Akupunktur, manchmal eben dieses Seminar, oft bieten die Krankenkassen auch etwas an, mit dem man Nichtraucher werden kann. Also sollte dein Onkel wirklich im neuen Jahr mal zu seinem Arzt gehen und diesen ins Vertrauen ziehen. Da wird ihm sicher geholfen.
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