Wenn Ärzte einem Panik machen!
Ich bin derzeit in der 33. Schwangerschaftswoche und bald in der 34. Das stimmt mich schon mal ganz fröhlich, denn eigentlich dachte ich schon seit Anfang der Schwangerschaft das ich gar nicht so weit komme. Bei mir begannen die Probleme schon in der 9. Schwangerschaftswoche und somit war ich ab sofort eine Risikoschwangere, die auch alle zwei Wochen ins Krankenhaus zur Kontrolle musste. Ich hatte von da an schon starke Schwangerschaftsdiabetes und die Ärzte haben mir schon Panik gemacht dass die Werte irgendwann nicht mehr unter Kontrolle zu bekommen werden und dann das Kind geholt werden muss. Irgendwie habe ich mich schon mit einem Frühchen abgefunden und nur noch von Woche zu Woche gezittert.
Nun bin ich aber schon so weit und denke mir immer wieder warum von den Ärzten so oft Panikmache betrieben wird? Wenn ich von dem allen nichts gewußt hätte, ganz einfach nur zu meinen Kontrollen gefahren wäre, dann hätte ich diese Schwangerschaft viel mehr genießen können. So habe ich halt immer wieder gezittert. Erst jetzt wo ich eigentlich schon so weit bin und es noch nicht so aussieht das meine Kleine bald kommen wird, geht es mir besser und ich beginne die Schwangerschaft zu genießen. Allerdings bleibt mir jetzt ja nicht mehr allzu lange Zeit dafür.
Habt ihr auch schon mal so eine Panikmache von den Ärzten erlebt? Ist egal ob jetzt in der Schwangerschaft oder bei einer anderen Erkrankung? Denkt ist das es richtig ist das man einem Patienten oft schon Dinge sagt, von denen sie es ja gar nicht wissen können das es dann wirklich so wird. Würdet ihr es wissen wollen, oder sagt ihr so wie ist, dass ihr es lieber auf euch zukommen lassen würdet. Bin gespannt was ihr dazu sagt.
Ich denke, dass es eben auch von der Persönlichkeit des Arztes und des Patienten abhängt, wo Aufklärung und Information aufhören und Panikmache anfängt. Manche Leute gehen zum Arzt und ruhen nicht eher, bis man ihnen alle Eventualitäten, und seien sie noch so unwahrscheinlich, dargelegt hat. Für diese Patienten ist es wohl sogar besser, wenn sie so umfassend wie möglich informiert sind, da sie eher in Panik geraten, wenn sie das Gefühl haben, man verschweige ihnen etwas.
Manche Ärzte sind meiner Erfahrung nach etwas übereifrig, was Prognosen und potenziell negative Entwicklungen angeht, aber aktive Panikmache habe ich noch nie erlebt. Beispiel: Ein Verwandter von mir ist leider sehr schwer krank, und sein Arzt hat auch nie behauptet, dass er wieder ganz gesund wird. Andererseits hält sich dieser Doktor auch mit Prognosen und Aussagen über schlimme Komplikationen und die allgemeine Lebenserwartung zurück, was meinem Verwandten wiederum sehr recht ist. Dieser Patient hat aber auch von Anfang an klar kommuniziert, dass er gar nicht wissen möchte, wie lange er nach Meinung des Arztes noch zu leben hat, da der Arzt zwar Schlussfolgerungen ziehen, aber auch sauber danebenliegen kann.
Ich finde, es zeichnet einen kompetenten Arzt aus, dass er oder sie einschätzen kann, welches Level an Information der Patient wünscht und aushalten kann. Dabei sind klare Ansagen des Betroffenen natürlich sehr hilfreich. Natürlich kann ich absolut nicht einschätzen, ob es sich in deinem Fall um begründete Besorgnis oder übertriebenes Theater gehandelt hat, aber generell bin ich schon der Meinung, dass es nicht immer reicht, zu hoffen, dass schon alles gutgeht.
Alles Gute für den Rest deiner Schwangerschaft! Ein Ende ist in Sicht! ![]()
So was habe ich auch schon einmal erleben müssen und ich fand dies überhaupt nicht lustig. Wir waren damals beim Arzt, weil mein Mann eine Erkältung hatte. Er ging dann allein in die Sprechstunde und eine halbe Stunde später bat mich die Schwester dazu zu kommen. Ich hatte natürlich sofort Herzklopfen und als ich drin war, und mir die Ärztin erzählte, das sie einen Krankenwagen bestellt, hatten, weil der Verdacht eines Herzinfarktes bestand, war ich geschockt. Ich bin dem Krankenwagen dann auch gleich hinterher gefahren und im Krankenhaus stellte man fest, dass es doch kein Herzinfarkt war. Ich war natürlich total erleichtert, aber die Zeit dazwischen, war voll schlimm für mich.
alkalie, dein Beispiel würde ich jetzt anhand der geschilderten Fakten nicht als Panikmache bezeichnen, da wohl ein begründeter Verdacht auf Herzinfarkt bestand. Es freut mich natürlich, dass sich die Reaktion deiner Ärztin als übertrieben erwiesen hat und ich kann mir vorstellen, dass die Zeit bis zur Entwarnung wirklich schlimm war. Aber ich denke mir halt auch, dass es in solchen Situationen besser ist, zu früh zu reagieren oder auch schon mal die großen Kaliber auszupacken, als erst mal abzuwarten, damit die Leute keine Panik kriegen.
Wenn ich damals in der Schwangerschaft dem einen Arzt geglaubt hätte, wäre ich zwei Stunden später schon gestorben. Eine Tochter hatte nämlich mit dem Kopf meine Leber gegen die Rippen gedrückt, was entsprechende Schmerzen auslöste. Alle Laborwerte waren im normalen Bereich und auch die untersuchende Ärztin konnte keine anderen Probleme entdecken.
Der Laborarzt hatte aber scheinbar in der Nacht nichts zu tun und versuchte bei mir Panik zu machen. Nur hatte er keinen Teenie vor sich, dem man noch was vom Pferd erzählen konnte. Eine ältere Hebamme erklärte mir dann, wie ich mich ins Bett legen soll, um dem Kind mehr Platz zu schaffen und mir Schmerzen zu ersparen. Das hat super geklappt und die Aussagen des Arztes Lügen gestraft.
Da aber bei dir sehr ernste Probleme nachweisbar waren, würde ich das nicht als Panikmache bezeichnen. Im Gegenteil, denn man hat dich darauf vorbereitet, was kommen kann. Das ist aus meiner Sicht wichtig, da dann ein früheres holen nicht mehr so überraschend kommt. Und die Ärzte werden bei dir froh sein, dass deine Schwangerschaft nun doch besser verläuft als angenommen.
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