Welcher Risikofaktor für Gesundheit durch Schlafmangel?
Ich habe gehört, dass man durch Schlafmangel nicht nur ständig müde ist, sondern dass man richtig krank werden kann. Welche Risikofaktoren für die Gesundheit hat man durch Schlafmangel? Welche Erkrankungen können durch Schlafmangel entstehen und warum kann Schlafmangel wirklich krank machen?
Was macht einen krank, wenn man nicht schläft und in welchem Alter ist das Risiko am größten? Als ich noch im Teeniealter war konnte ich Nächte lang durchmachen ohne mich schlecht zu fühlen. Können durch Schlafmangel im Teeniealter denn auch Folgeerkrankungen entstehen, die erst im Alter raus kommen?
Wie sagt man so schön: Im Schlaf lernt und wächst das Gehirn
Die ersten Folgeerkankungen - oder anders ausgedrückt - Symptome von Schlafmangel sind Unkonzentriertheit, Aufmerksamkeitsverlust (sodass die Aufmerksamkeit auf irgendetwas nicht lange aufrechterhalten werden kann), Müdigkeit oder Defizite im Langzeitgedächtnis kann man sich also aus dieser Aussage ableiten. Insbesondere Kinder und sogar Teenager bis zu einem gewissen Alter brauchen täglich mindestens 9-10 Stunden Schlaf.
Später, wenn sich der Körper an zu kurze Schlafphasen adaptiert und gewöhnt hat, ist der Effekt einfach der, dass dadurch ein erhöhter Basalcortisolspiegel vorliegt und man - selbst wenn man subjektiv kein Stressgefühl hat, was ich aber eher nicht glaube - physiologisch und innerlich gestresst ist, der Cortisolspiegel ist dauerhaft einfach erhöht.
Das liegt daran, dass Cortisol ein Hormon ist, welches im zirkadianen Rhythmus ins Blut abgegeben wird, morgens ist der Spiegel am Höchsten, am Tag nimmt er normalerweise ab. Mangelt es dem Körper nun an Schlaf, versucht er sich mit dem "Stresshormon" auf den Beinen zu halten, was natürlich auf Dauer sich sogar auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.
Darüber hinaus ist man anfälliger gegen Infektionen, weil Cortisol immunsuppressiv wirkt, die Konzentration aber nicht ausreicht, um virulente Erreger unschädlich zu machen, für die Hemmung der körpereigenen Polizei reicht es anscheinend. Ich meine sogar mal eine Studie zum Zusammenhang Schlafmangel und erhöhtes Krankheitsrisiko für Infektionen gelesen bzw. gehört zu haben, weiß aber nicht mehr, worum es da genau ging.
Ist man mit den physiologische Wirkungen von Cortisol vertraut, kann man sich weitere Folgeeffekte herleiten, diese sind hier aber uninteressant, weil so hohe absolute Konzentrationen nicht erreicht werden im Regelfall. Aber eins steht fest: Schlafmangel bringt den Hormonhaushalt durcheinander, macht den Menschen physisch und sogar psychisch krank und hemmt das Gehirn in seiner Potenzialausschöpfung.
Ich kann sagen, dass man sich an weniger Schlaf gut gewöhnen kann. Früher bin ich um 21 Uhr ins Bett und um 7 Uhr auf. Später wie das Internet kam, saß ich teils bis 3 Uhr früh im Chat und musste um 6 Uhr auf. § Stunden Schlaf war wirklich zu wenig und ich wurde leicht reizbar und musste mich teils nach der Arbeit aufs Ohr hauen. Das stellte ich bald ein, weil ich spürte, dass es Raubbau am Körper war.
Jetzt gehe ich wochentags meist knapp vor Mitternacht schlafen und stehe um 5:30 auf. Ich habe da schon einen inneren Wecker und knapp 5 ½ Stunden Schlaf lassen mich untertags NICHT übermüdet oder unausgeschlafen fühlen. Ich habe auch gelernt, viele Dinge gleichzeitig zu bearbeiten und das mit viel Konzentration. Alles unter 4 Stunden Schlaf finde ich aber als bedenklich und das kann zu Müdigkeit untertags führen und im schlimmsten Fall zu tragischen Unfällen oder Fehlern in der Arbeit führen.
Man wird nicht nur krank, man kann sogar sterben. Wenn man fast nie schläft, dann wird man irgendwann daran sterben. Der Körper braucht Schlaf um sich zu erholen. Schläft man nicht, dann ist der Körper ständig im aktiven Modus, und kann sich nicht ausruhen.
Aber bis es soweit kommt, muss es natürlich sehr schlimm sein. Erste Folge sind, dass man sich nicht mehr konzentrieren kann, und man ist immer müde, und schläft fast ein. Man kann auch durchaus mal in Ohnmacht fallen, weil man so erschöpft ist.
Ich würde sagen, wenn man älter wird, braucht man Schlaf dringender, allerdings brauchen Jugendlich und Kinder auch noch besonders viel Schlaf, den sie wachsen, und der Körper ist so schon oft erschöpft, da ist viel Schlaf sehr wichtig. Viel zu schlafen ist also sehr wichtig für unsere Gesundheit, wir werden nicht so oft krank, und fühlen uns wohler.
Ich musste bei der Überschrift direkt an jemanden denken, der durch Schlafmangel einmal einen völligen Blackout hatte. Er hatte sich nach einer von vielen durchgearbeiteten Nächten in sein Auto gesetzt, fuhr über einen Fußweg und dann durch eine gläserne Eingangstür eines Hotels. Drinnen stieg er aus, setzte sich hin und wunderte sich, warum sein Auto in der Hotellobby steht. Vom hinzugerufenen Arzt wurde er schnell schlafen geschickt. Untersuchungen ergaben, dass keine medizinische Ursache oder Alkohol- oder Drogenmissbrauch vorlag, sondern es wirklich nur das Ergebnis des Schlafmangels war.
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