Inwieweit findet ein Wunschkurort bei KK Berücksichtigung?

vom 30.11.2012, 09:56 Uhr

Eine Bekannte von mir muss unbedingt in Kur, weil sie schon einige Operationen hinter sich hat und Erholung braucht. Wird eigentlich bei der Kur auch ein Wunschkurort des Patienten berücksichtigt oder muss man den Ort nehmen, den die Krankenkasse bestimmt? Kann man schon beim Kurantrag einen Wunschort eingeben oder ist das nicht möglich? Wie kann man es schaffen, seinen Wunschkurort durchzusetzen?

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» Sherlock-Holmes » Beiträge: 2025 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Es hängt ein wenig davon ab, warum deine Bekannte zur Kur soll, also welche Erkrankungen zu Grunde liegen für eine Kur. Die Reha-Kliniken sind ja immer auf bestimmte Bereiche spezialisiert und je nach Krankheit gibt es nur einige wenige Kliniken in Deutschland, für andere wiederum sind sehr viele Kliniken ausgelegt.

Man kann bereits beim Antrag eine Wunschklinik angeben und auch einen Wunschtermin. Dazu kann man seine Gründe formulieren, warum man nur zu einem bestimmten Termin und in eben diese Klinik fahren kann. Die Rentenversicherung versucht meistens, auf diese Wünsche Rücksicht zu nehmen. Ich habe auch schon Fälle mitbekommen, wo die Patientinnen sich im Vorfeld in einer Klinik einen Platz reservieren ließen und dies bei dem Antrag an die Versicherung auch mitgeteilt haben. Da hat die Anmeldung einwandfrei geklappt und die Frau durfte dann zu ihrem Wunschtermin in die Wunschklinik.

Deine Bekannte sollte den Antrag mit der Klinik zusammen machen, in der sie operiert wurde. Dort gibt es extra Personal, die sich damit auskennen und einem bei dem Antrag helfen. Man selbst versteht ja nicht immer die ganzen Formulare und die Mitarbeiter im Krankenhaus haben oft auch Zugang zu Verzeichnissen mit Kliniken und fragen auch direkt dort nach, ob ein Termin frei ist, bzw. ob die Wunschklinik für das Krankheitsbild ausgelegt ist.

Ich selbst habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, und die Mitarbeiter in meinem Krankenhaus waren sehr freundlich und hilfsbereit. Allerdings kam ich nicht in eine meiner Wunschkliniken, da in meiner Gegend keine auf meine Krankheit ausgelegt war. So musste ich 400km entfernt zur Reha, was zwar nicht in der Nähe meines Mannes war, allerdings in der Nähe meiner Eltern. So hatte ich trotz Allem eine schöne Reha und war nicht ohne Besuch.

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» P-P » Beiträge: 3246 » Talkpoints: 1,58 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Zahlt denn wirklich die Reha die Krankenkasse? Denn oftmals wird das ja von der Rentenkasse finanziert, wenn es um die Herstellung der Arbeitskraft geht. Und das kann schon einen Unterschied machen, wer überhaupt die Kosten trägt. Denn jede Krankenkasse und auch die Rentenkassen haben Kliniken unter Vertrag zu denen eben bevorzugt die Versicherten geschickt werden.

Man kann zwar Wünsche äußern, aber nicht darauf bestehen. Wir haben hier zwei Kurorte in der Nähe, welche auf orthopädische Behandlungen spezialisiert sind. Mein Freund hatte im Krankenhaus vor drei Wochen auch die Klinik gewünscht, welche nur 30 Kilometer weg ist. Aber er bekam dann den Termin in der anderen Klinik, welche nur 10 Kilometer weiter weg ist.

» Punktedieb » Beiträge: 17970 » Talkpoints: 16,03 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Wünsche äußern kann man selbstverständlich und diese werden wohl nach meinen Erfahrungen auch so gut es geht berücksichtigt. Darauf bestehen kann man aber nicht. Die Entscheidung in welche Klinik es geht trägt letztendlich der Kostenträger und somit kommt es dann auch immer etwas auf den Bearbeiter an.

Man kann aber natürlich nur in Reha Einrichtungen gehen, die auf die entsprechende Behandlung ausgerichtet sind, was oftmals die Auswahl eh schon stark einschränkt.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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