Placeboeffekt: wie kann man ihn begründen?

vom 28.11.2012, 14:26 Uhr

Ich habe neulich gelesen, dass selbst bei Tieren der sogenannte Placeboeffekt eintritt, wenn man ihnen Medikamente verabreicht, die eigentlich nicht helfen können. Dass es so was bei Menschen gibt, ist ja nichts Neues. Aber ich frage mich, wie man diesen Placeboeffekt begründen kann und was im Körper eines Lebewesens vorgeht, wenn man ihm wirkungslose Medikamente gibt und er dennoch gesund wird.

Beim Menschen kann ich es ja noch einigermaßen verstehen, weil die Psyche da eine Rolle spielt. Aber woher weiß ein Tier, dass es nun eine Tablette oder ein Medikament bekommt, welches helfen sollte und dann doch keinen Wirkstoff hat?

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» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ich wäre sehr interessant, wenn du einen Link zu dieser Studie hättest, da ich wie auch du Probleme habe, mir das vorzustellen. Ein Tier, dass ein inhaltsloses Medikament erhält, kann meiner Meinung nach keinen Placebo-Effekt haben, da es ja nicht weiß, was es tut oder was es dort zu sich nimmt. Es gibt zwar bestimmte Umstände, die das verursachen könnten, aber dazu würde ich zuerst gern die Studie lesen.

Beim Menschen funktioniert der Placebo-Effekt ja so, dass man selbst denkt, dass das was man zu sich nimmt, hilft, das Gehirn dadurch anfängt bestimmte Stoffe zu produzieren und diese Stoffe teilweise wirklich beispielsweise eine Schmerzlinderung oder eine Abheilung einer bestimmten Verletzung beschleunigen. Zu menschlichen Placebo-Effekten gibt es tatsächlich Studien, die inzwischen auch wissenschaftlich anerkannt sind. Bei Tieren ist das aber nicht möglich, weil man ihnen nicht mitteilen kann, dass das, was sie bekommen, etwas ist, dass ihnen helfen soll.

Ich kann mir daher nur vorstellen, dass ein intelligentes Tier ein Medikament bekommt, wodurch ein Schmerz zum Beispiel besser wird. Wenn es den Schmerz wieder hat, bekommt es wieder etwas. Das wiederholt man, bis das Gehirn des Tiers das weiß. Nun gibt man dem Tier bei dem nächsten Schmerz etwas, dass keine Wirkstoffe beinhaltet, aber genauso aussieht, wie das andere Medikament. In diesem Fall könnte ich mir vorstellen, dass bei Tieren, dessen Intelligenz für so etwas ausreicht, eine Art Memory Effekt auftritt und das Gehirn sich daran erinnert, was sonst passiert, wodurch der Placebo-Effekt eintritt. Ganz abwegig ist es also in meinen Augen nicht, es muss nur der Aufbau stimmen.

» benutzer7 » Beiträge: 2116 » Talkpoints: 49,80 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


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